Region: Aichach|Friedberg

Ausstellung im Sisi-Schloss: „Elisabeth und Maria Theresia – Frauenpower im Hause Habsburg“

Das Sisi-Schloss im Sommer.

Die neue Ausstellung lädt ein, die Monarchinnen kennenzulernen.

Maria Theresia und Elisabeth prägten die Habsburger-Monarchie und gestalteten Epochen. Die eine war eine Herrscherin, die im Barock den Spagat zwischen Lebensfreude und politischer Klugheit zu schaffen hatte. Die andere musste als junge Kaiserin in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts das strenge Korsett des höfischen Zeremoniells ertragen, nahm aber gleichzeitig großen Einfluss auf die politischen Geschicke ihrer Zeit. Die neue Ausstellung „Elisabeth und Maria Theresia – Frauenpower im Hause Habsburg“ im Sisi-Schloss lädt ein, die Monarchinnen kennenzulernen.

Magischer Spiegel

Im ersten Stock geht es um Elisabeths Leben von der Kindheit bis zum Tod. In einer multimedialen Inszenierung erleben die Besucher Sisis unbeschwerte Kindheit, auf die die Zwänge des Wiener Hofes folgten. Ein Raum widmet sich Elisabeths Schönheitskult. Ein magischer Spiegel gibt Geheimnisse der Kaiserin preis. Dafür genügt es, die Bürste oder den Handspiegel am Schminktisch zu berühren. Dem Thema Reisen ist ein eigener Raum gewidmet. An einem interaktiven Kartentisch können Besucher die Reisen von Kaiserin Elisabeth nachvollziehen. Im letzten Raum schließlich dreht sich alles um ihren tragischen Tod, der Sisi zum Mythos machte. In den sieben Räumen können die Besucher Informationen abfragen, Hörstationen nutzen oder in ein Kleid schlüpfen. Auch Nachbildungen von Kleidern der Kaiserin sind zu sehen. Der zweite Stock ist Maria Theresia (13. Mai 1717 bis 29. November 1780) gewidmet. Sie war die erste Frau auf dem Habsburger Thron. Von 1740 bis zu ihrem Tod war sie Regentin von Österreich und - wie Elisabeth - Königin unter anderem von Ungarn (mit Kroatien) und Böhmen. Ihr Gatte Franz I. Stephan war 1745 zum römisch-deutschen Kaiser gewählt worden. Wie jede Frau eines Kaisers wurde sie, obwohl nicht selbst gekrönt, als Kaiserin tituliert, war es de facto jedoch nicht.

Die erste Frau auf dem Habsburger Thron

Die neue Ausstellung im Wasserschloss im Aichacher Stadtteil Unterwittelsbach, Klausenweg 1, ist zu sehen bis Sonntag, 31. Oktober, Dienstag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr sowie Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr. Im Internet unter www.aichach.de/sisi-schloss finden Interessierte die aktuellen Regelungen. Bei Fragen können Interessierte per E-Mail an wasserschloss[at]aichach[dot]de oder unter Telefon 08251/891869 Kontakt aufnehmen. (pm)

Info:

Das Sisi-Schloss

Das „Sisi-Schloss“ in Unterwittelsbach hatte Herzog Max in Bayern, Sisis Vater, 1838 erworben. Das Wasserschloss in Unterwittelsbach wurde für etliche Jahre zur bevorzugten Sommerresidenz des Herzogs, der hier der Jagd und dem Zitherspiel frönte. Hier soll Sisi unbeschwerte Kindheitstage verbracht haben. Bis 1958 war das Wasserschloss im Besitz des Hauses Wittelsbach, später wurde es zum Jugendheim. 1999 erwarb die Stadt Aichach das Schloss und sanierte es behutsam. Seit 2000 finden jedes Jahr in den Monaten Mai bis Ende Oktober wechselnde Ausstellungen statt. Diese haben immer einen Bezug zur Kaiserin und zur bayerischen Geschichte. Seit 2020 ist im ersten Stock des Schlosses eine Dauerausstellung über Kaiserin Elisabeth eingerichtet. Das Sisi-Schloss ist Station der „Sisi-Straße“, einer europäischen Kulturroute, die den Lebensstationen der Kaiserin Elisabeth folgt. Weitere Informationen zur Sisi-Straße finden sich im Internet unter www.sisi-strasse.info. (pm)

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