Region: Aichach|Friedberg

Hilfe für coronageplagte Schüler

Der Landkreis Aichach-Friedberg plant verschiedene Angebote, um Schüler zu unterstützen, die durch Corona Lerndefizite haben. Deshalb wird nun pädagogisches Personal gesucht.

In Zeiten von Corona ist das Lernen schwieriger geworden. Schulschließungen haben bei vielen Schülern zu Lernrückständen geführt. Zusätzlich fördern Kontaktbeschränkungen das Gefühl von Vereinsamung. Auch sportliche Aktivitäten sind eingeschränkt und zahlreiche Kinder und Jugendliche verbringen viel Zeit vor dem Computer und Fernseher. Der Landkreis will nun diesen pandemiebedingten Phänomenen entgegenwirken und die Langzeitfolgen lindern.

Damit sich keine Ungleichheiten manifestieren und junge Menschen ihre Persönlichkeit auch in der Gemeinschaft entwickeln können, werde derzeit an Möglichkeiten gearbeitet, Lerndefizite bei Schülern auszugleichen, teilt das Landratsamt mit. „Wir müssen gemeinsam innovative Angebote und Lösungen finden, um möglichst zeitnah die enormen Bedarfe aufzufangen. Das ist für uns alle unmittelbar wichtig.“, sagt Landrat Klaus Metzger.

Dazu wird weiteres pädagogisches Personal gesucht, das an Grund- und Mittelschulen zum Einsatz kommen und Schülern ein Unterstützungsangebot bieten soll. So sollen Lernrückstände in den Kernfächern verringert und soziales Lernen in der Gruppe gefördert werden. Der Landkreis will hierfür zusätzliche finanzielle Mittel bereitstellen. Das Bildungsbüro arbeite dabei mit Schulamt, Kreisjugendamt, dem Kreisjugendring und weiteren Partnern an einer gemeinsamen Umsetzung. Als ersten Schritt will sich das Bildungsbüro um die Akquise pädagogischer Fachkräfte bemühen.

Das Ministerium gab kürzlich ein Aktionsprogramm für die Jahre 2021 und 2022 bekannt. Doch die Zeit dränge. „Das Vakuum ist schon entstanden, deshalb möchten wir für unsere jungen Bürgerinnen und Bürgern möglichst rasch ein Angebot entwickeln, auch um die Schulen im Landkreis bei der Umsetzung zu unterstützen“, so das Bildungsbüro.

Zusätzlich soll ein Programm entworfen werden, das Freizeitangebote an außerschulischen Lernorten anbietet. Die Aktivitäten sollen Kindern und Jugendlichen auch in den Sommerferien offen stehen. Gemeinden, Vereine und Initiativen sind aufgerufen, sich beim Bildungsbüro zu melden, falls es bereits ähnliche Planungen gibt und Angebote gebündelt werden können. (pm)

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