Region: Aichach|Friedberg

700.000 Euro über dem Budget: Sanierung des Landratsamtes Aichach-Friedberg wird teurer

So soll die Erweiterung des Aichacher Landratsamtes an der Münchner Straße einmal aussehen.

Es ist nicht überraschend: Die sich rasant nach oben drehende Preisspirale im Bausektor macht auch die Erweiterung und Sanierung des Aichach-Friedberger Landratsamtes teuer. Das erste Auftragspaket liegt mit einem Volumen von 7,8 Millionen Euro um mehr als 700000 Euro über dem Budget. Es umfasst 60 Prozent der Aufträge für die Erweiterung.

Bei der jüngsten Sitzung des Bauausschusses des Kreistags hatten die Kreistagsmitglieder die Ausschreibungsergebnisse für 15 Gewerke auf dem Tisch liegen. Wobei in zwei Bereichen nochmal ausgeschrieben werden muss: Für die Heizungsanlage gab keine Firma ein sogenanntes wertbares Angebot ab, für die Photovoltaik ging überhaupt kein Angebot ein. Die 700 000 Euro sind zwar keine der berühmten Peanuts, Manuel Hitzler, Sachgebietsleiter für Hochbau im Landratsamt, bewertet sie aber, angesichts der Gesamtlage, als noch vergleichsweise moderat. Zudem handelt es sich um Festpreise, an die Unternehmen mit der Auftragsvergabe gebunden sind. Die größten Preissteigerungen, so Hitzler, gebe es bei den Gewerken, die mit Stahl und Zement arbeiten, beschrieb er die Situation.

Das schlägt sich vor allem bei den sogenannten Baumeisterarbeiten nieder, die an die Friedberger Firma Lindermayr vergeben werden sollen. Weil ihr Umfang die Grenze von 2,5 Millionen Euro überschreitet, muss über diesen Auftrag der Kreistag entscheiden. Allen Aufträgen stimmte der Bauausschuss gegen Josef Settele (AfD) zu.

Immerhin gingen die meisten Aufträge bei der europaweiten Ausschreibung an Unternehmen im Landkreis oder aus der Region. Der Erweiterungsbau ohne die Sanierung des Altbaus wird derzeit mit Kosten von 16,4 Millionen Euro kalkuliert, zu denen jetzt noch die gut 700 000 Euro kommen. (Berndt Herrmann)

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