Region: Aichach|Friedberg

„Aktivierungsenergie“: Landkreis Aichach-Friedberg will Mittel für Radverkehr erhöhen

Der Landkreis Aichach-Friedberg will nun mehr Geld in ein Radverkehrskonzept investieren.

Bereits im Jahre 2017 beschloss der Kreistag Aichach-Friedberg, ein Konzept für den Alltagsradverkehr zu erstellen. Einstimmig wohlgemerkt. Vorausgegangen war die Erkenntnis, dass der, der das Klima schützen und für saubere Luft in den Städten sorgen will, unbedingt den Radverkehr stärken muss. So weit, so gut. Das Konzept samt Mängelliste und Ideenpaket für neue Radwege gibt es längst, an der Umsetzung allerdings scheitert es bis dato in weiten Teilen. Das soll sich jetzt ändern. Der Landkreis will dazu sogar Personal einstellen.

Die Abarbeitung der Mängel und dringlichen Maßnahmen laufe nur schleppend, räumte die Verwaltung im Kreisentwicklungsausschuss unumwunden ein. Als Gründe nannte Georg Großhauser unter anderem Schwierigkeiten, unterschiedliche Baulastträger und damit unterschiedliche Zuständigkeiten unter einen Hut zu bringen. Dazu komme, dass in den Gemeindeverwaltungen durch die Corona-Pandemie Kapazitäten gebunden waren, darüber hinaus gibt es auch Gemeinden, die personell generell kaum in der Lage sind, die zusätzlichen Aufgaben zu stemmen. Dem soll nun entgegengesteuert werden.

Einstimmig beschlossen der Kreisentwicklungs- und der Bauausschuss des Kreistages, für den nächsten Haushalt und die Folgejahre jeweils 150 000 Euro zu reservieren. Die Hälfte davon soll der Einstellung einer Vollzeitkraft dienen, die Maßnahmen anschieben und vor allen Dingen koordinieren soll. Sie soll quasi die Schnittstelle zu den Gemeinden bilden. Die andere Hälfte soll zur Finanzierung konkreter Maßnahmen verwendet werden. Bei Bedarf soll sogar über eine Mittelerhöhung diskutiert werden. Von „Aktivierungsenergie“ sprach Landrat Klaus Metzger, um endlich die Kräfte im Landkreis zu bündeln und schneller voranzukommen.

„Wir brauchen gleichmäßig im Landkreis ein qualitativ hochwertiges Radwegenetz“, betonte Klaus Metzger und erntete über die Parteigrenzen hinweg einhellig Zustimmung. Es sei der richtige Ansatz, um das vorhandene, riesige Potenzial zu heben, waren sich die Kreisräte einig. (roe)

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