Region: Aichach|Friedberg

Katastrophenfall endet: 265 Treffen der Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landkreis Aichach-Friedberg

Die Führungsgruppe Katastrophenschutz in Aichach-Friedberg kam während der Corona-Pandemie mindestens einmal wöchentlich zusammen. Nun, da der Katastrophenfall aufgehoben ist, werden die Aufgaben wieder dezentral organisiert.

Seit Kurzem ist der Katastrophenfall für Bayern aufgehoben, zum dritten Mal seit Beginn der Coronapandemie. Damit stellt die Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt Aichach-Friedberg ihre Tätigkeit ein, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes.

Seit Kurzem ist der Katastrophenfall beendet, genauer gesagt sowohl der Ukraine-, als auch der Corona-Katastrophenfall. Insgesamt bestand der seit März 2020 für zusammengezählt 15 Monate, nämlich vom 16. März bis 16. Juni 2020, vom 9. Dezember 2020 bis 7. Juni 2021 und vom 11. November 2021 bis 11. Mai 2022. Am 10. März wurde nach dem Angriff von Russland auf die Ukraine und der damit einsetzenden Fluchtbewegung auch diese Lage mit einbezogen.

In der sogenannten Führungsgruppe Katastrophenschutz laufen die Fäden zur Bewältigung einer Katastrophe zusammen. Mindestens einmal wöchentlich kamen seit Anfang 2020, insgesamt 265 Mal, entsprechende Fachbereiche des Landratsamts zusammen, darunter Öffentliche Sicherheit, Gesundheitsamt, Ausländeramt, Altenhilfe, Ehrenamt und Integration sowie der Landrat selbst. Als externe Fachstellen wurden unter anderem Vertreter der Ärzte im Landkreis, der Kliniken an der Paar, der Polizei, der Bundeswehr, des BRK und des THW zu den regelmäßigen Sitzungen hinzugezogen, wie das Landratsamt resümiert.

Seit Pandemiebeginn war die Gruppe bezüglich Corona mit der Organisation und dem Betrieb der Impfzentren, der zentralen Teststation am Kreisgut in Aichach sowie der Einrichtung und Materialversorgung von Schnelltest-Stationen in mehreren Gemeinden beschäftigt. Es wurden aber auch „enorme Stückzahlen von Selbsttests an Schulen und Kitas sowie FFP2-Masken an Bedürftige verteilt“, heißt es vonseiten der Behörde. Die Bundeswehr habe die Kliniken an der Paar unterstützt, eine Task-Force habe sich um Saisonarbeitskräfte und Einreisende gekümmert, in Alten- und Pflegeheimen sowie Asylbewerberunterkünften wurden „Vorsorgemaßnahmen getroffen, um das Risiko großer Corona-Ausbrüche möglichst zu reduzieren“, schreibt das Landratsamt. Auch wurden eine Ansprechpartnerin für die Psycho-Soziale-Notfallversorgung installiert und ein Bürgertelefon eingerichtet. Für die Flüchtenden aus der Ukraine organisierte der Stab zuletzt Notunterkünfte, kümmerte sich um Verteilung und Erfassung, erstellte und koordinierte Unterstützungsangebote. Landrat Dr. Klaus Metzger und Stellvertreter Manfred Losinger dankten allen, die sich über Monate und Jahre für den Landkreis eingesetzt haben.

Natürlich werde man sich nun, nach Beendigung des Katastrophenfalls, nach wie vor mit gleicher Intensität um alle Themen im Zusammenhang mit Ukraine und Corona kümmern, versichert das Landratsamt. Allerdings anders organisiert: nicht mehr zentral, sondern innerhalb der jeweiligen Zuständigkeit der betroffenen Sachgebiete in der Kreisverwaltungsbehörde. (pm)

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