Region: Aichach|Friedberg

Polizei warnt vor E-Mails mit Computerviren im Raum Aichach-Friedberg

Seit Dienstag werden im Landkreis Aichach-Friedberg vermehrt Schad-E-Mails mit gefährlichen Computerviren verschickt.

Seit Dienstag, so informiert die Polizei in einer Mitteilung, seien bei diversen Schulen im Landkreis Aichach-Friedberg und anliegenden Landkreisen E-Mails mit Schadsoftware im Anhang eingegangen.

Es handle sich hierbei zumeist um Anhänge wie .ZIP- oder .DOC-Dateien. Die schadhaften E-Mails werden hierbei augenscheinlich von mit den Schulen verbundenen Stellen oder Personen verschickt. Zum Beispiel mit dem Anzeigename "Schule …". Allerdings stehen die verwendeten Absender-E-Mail-Adressen in keinerlei Zusammenhang zu den besagten E-Mails. Der Inhalt und Betreff solcher Mails stammt laut Polizei von in der Vergangenheit tatsächlich verschickten Mails aus dem Umkreis von Schulen, die teilweise durch zusätzliche Textbausteine ergänzt werden. Im Anhang befindet sich dann eine oder mehrere schadhafte Dateien mit passendem Namen. Wird der Anhang geöffnet und je nach eingesetztem System weitere Sicherheitswarnungen bestätigt, erfolgt die Infizierung des Computers. Dies könne unter anderem zur Folge haben, dass wiederum E-Mails auf dem infizierten Rechner zum Versenden weiterer Schad-Software hergenommen werden.

Wenn es zu einer Infizierung komme, bleibe als einzig sicherer Weg, das Neuaufsetzen des betreffenden Systems. Eine Weiterverbreitung auf andere sich im gleichen Netzwerk befindende Geräte und gegebenenfalls verbundene Netzwerkspeicher könne laut Polizei zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden. Bekannt ist, dass in den verschickten E-Mails als sogenannter "Return-Path", also als Antwort-Adresse die originalen E-Mail-Adressen vorhanden bleiben. Das bedeutet, dass im Fall einer Infizierung und eines dann folgenden Versands Unzustellbarkeitsmitteilungen (z.B. weil eine als Ziel angegebene E-Mail-Adresse nicht mehr existiert) an die originalen E-Mail-Adressen verschickt werden. Es werde daher um erhöhte Aufmerksamkeit in Bezug auf eingehende E-Mails gebeten. Das Öffnen von Anhängen (insbesondere .ZIP-, .DOC-, .DOCM- und .PDF-Dateien) sollte erst nach Prüfung der E-Mail - gegebenenfalls erst nach telefonischer Rückversicherung beim Absender - erfolgen.(pm)

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