Region: Aichach|Friedberg

Aktuelle Herausforderungen der Landwirtschaft im Wittelsbacher Land

StaZ-Reporter Peter Tomaschko, MdL aus Mering
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Von links nach rechts: Reinhard Herb, Peter Tomaschko, Sabine Asum, Martin Schöffel.

Der Landtagsabgeordneter Peter Tomaschko und der agrarpolitische Sprecher der CSU, Martin Schöffel machten sich im Wittelsbacher Land ein Bild von den aktuellen Herausforderungen in der Landwirtschaft. Eine Petition hatte nun Erfolg: Es soll mehr Messstellen für rote Gebiete geben   

Die Bedeutung der heimischen Landwirtschaft wird aktuell deutlicher denn je: Die großen Getreideexporteure Russland und die Ukraine fallen aufgrund des Krieges nahezu komplett aus. Eine Entwicklung, die auch in Deutschland vor allem durch gestiegene Preise deutlich erkennbar ist. Umso wichtiger ist es daher, die Landwirte vor Ort zu stärken und ihnen gute Rahmenbedingungen für eine ökonomisch und auch ökologisch effiziente Lebensmittelerzeugung zu bieten. Deshalb besuchte Landtagsabgeordneter Peter Tomaschko zusammen mit dem agrarpolitischen Sprecher der CSU-Landtagsfraktion, Martin Schöffel, Landwirte im Wittelsbacher Land, um sich vor Ort selbst ein Bild von den aktuellen Herausforderungen in der Landwirtschaft zu machen.

Kreisbäuerin Sabine Asum und Kreisobmann Reinhard Herb führten die beiden Abgeordneten zu unterschiedlichen Betrieben. Bereits vor dem Ukraine-Krieg ging in der Gesellschaft der Trend in die Richtung wieder verstärkt regional erzeugte Lebensmittel zu kaufen. Der Krieg verstärkt diese Entwicklung weiter. „Deshalb ist es wichtig, den Landwirten nicht unnötig Steine in den Weg zu legen und sie auch politisch bestmöglich zu unterstützen. In diesem Jahr stehen über 1,8 Milliarden Euro im Agrarhaushalt zur Verfügung, um die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirte zu gewährleisten“, erinnerte Tomaschko an den diesjährigen Haushalt und appellierte auch an die Bürgerinnen und Bürger, dass jeder Einzelne die Landwirte unterstützen könne. Der Kauf regionaler Produkte stärke die heimische Wirtschaftsregion und schütze das Klima durch den Wegfall unnötiger Transportkosten um die ganze Welt.

Probleme bereiten den Landwirten die Ausweisung roter Gebiete, in denen die Nitratbelastung des Grundwassers zu hoch sei und somit beispielsweise weniger gedüngt werden darf. Die Landwirte im Wittelsbacher Land kritisieren hier vielerorts ungeeignete und zu wenige Messstellen und haben deshalb eine Petition beim Bayerischen Landtag eingereicht, die nun Erfolg hatte: Es sollen weitere Messstellen im Wittelsbacher Land errichtet werden, um die Transparenz zu verbessern.

„Ich begrüße diese Entscheidung, in ganz Bayern bauen wir bereits hunderte neue Messstellen, überprüfen die einzelnen Messstellen auf ihre Qualität und sind hier im ständigen Dialog mit den Landwirten und dem zuständigen Wasserwirtschaftsamt. Fakt ist aber auch, dass der Schutz des Grundwassers ein wichtiges Anliegen ist und nicht vernachlässigt werden darf“, machte Tomaschko deutlich.

Eine weitere Station führte die Abgeordneten zu einer Biogasanlage, die auf dem Hof eines Landwirts betrieben wird. Diese Anlagen sind ein wichtiger Bestandteil der bayerischen Energiewende und leisten einen großen Beitrag für die Energieversorgung in Bayern. Circa 3700 Biomasse-Anlagen existieren in Bayern, sie decken den Strombedarf von etwa 2,6 Millionen Haushalten und machen somit knapp ein Viertel des aus erneuerbaren Energien gewonnen Stroms in Bayern aus.

Tomaschko und Schöffel unterstrichen abschließend nochmals die große Bedeutung der Landwirte: „Die Bayerische Landwirtschaft ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, das Rückgrat für den ländlichen Raum und für die Lebensmittel- und Energieversorgung unverzichtbar.“

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