Region: Donauwörth|Nördlingen

Zeit für Spargelgenuss

Spargel ist äußerst beliebt in Deutschland. Zum Saisonstart beantwortet Experte Ulrich Murr Fragen rund um das Stangengemüse.

Rund um den Spargel gibt es immer viele Fragen – unser Experte weiß die Antworten.

Die Spargelzeit hat begonnen, es ist wieder Zeit, dieses ganz besondere Gemüse in allen Variationen zu genießen. Zum Start in die Saison haben wir mit Ulrich Murr vom Sonnenhof in Rudelstetten gesprochen – ein Betrieb, der im Nördlinger Ries und darüber hinaus für seinen feinen Spargel bekannt ist. Der Experte beantwortet einige Fragen zur diesjährigen Spargelsaison und zum Spargel im Allgemeinen.

StaZ: Herr Murr, wann beginnt und endet die Spargelzeit 2021?

Ulrich Murr: Generell ist es das wetterabhängig – im Winter kann man keinen Spargel ernten. Offiziell geht die Saison von Anfang April bis zum 24. Juni, dem Johannitag. Am Montag, 12. April, hat die Bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber in Unterfranken die aktuelle Saison eröffnet. Es gibt Betriebe, die mit Folien arbeiten, bei denen geht es früher los, aber ich schätze die Haupternte beginnt heuer Ende April.

Rechnen Sie dieses Jahr mit einer guten Ernte?

Das ist immer schwierig zu sagen, es liegt immer ganz an den Wetterbedingungen. Der Start ist heuer wegen der Wetterkapriolen sehr holprig, es ist gerade sehr kalt, daher kann man schlecht Prognosen abgeben. Wie wird die Wärme, der Niederschlag, gibt es Frostnächte? Das alles wirkt sich auf die Ernte aus. Qualitativ gesehen ist es sogar positiv, wenn es nicht ganz so schnell warm wird.

Woran erkennt man frischen Spargel?

Frischen Spargel kann man wunderbar beim Bauern kaufen. Da weiß man, dass man frische Ware kriegt, weil die Transportwege nicht weit sind. Im Supermarkt kann man Glück haben, wenn der Spargel schnell vom Logistikzentrum kommt. Wenn man den Spargel hat, kann man fünf oder sechs Stangen aneinanderreiben – frischer Spargel quietscht dann. Wenn außerdem die Köpfe geschlossen und die Stangen knackig sind und man Feuchtigkeit unten in der Schale hat, ist der Spargel frisch. Violette Köpfe haben übrigens mit Frische nichts zu tun, das ist kein negatives Merkmal, die Stange hat dann nur die Sonne gesehen.

Wie kann man Spargel zu Hause am besten aufbewahren?

Am besten ist es, ihn ungeschält zu kaufen, dann kann man ihn länger aufbewahren. Die beste Methode ist es, ein Geschirrtuch mit Wasser zu benetzen, die Stangen einzuwickeln und in den Kühlschrank zu geben. So kann man frischen Spargel eine Dreiviertelwoche bis eine Woche aufbewahren.

Welches Spargelgericht können Sie unseren Leserinnen und Lesern besonders empfehlen?

Persönlich am liebsten mag ich den Klassiker: Frischer Spargel, geschält, mit Schinken und Sauce Hollandaise. Grünspargel ist sehr gut klein geschnitten, in der Pfanne angedünstet und in einem Nudelgericht, z.b. Sahnenudeln, das mag ich ganz gern. Grünspargel nimmt im Allgemeinen immer mehr Platz in der deutschen Küche ein, weil man ihn nicht schälen muss, man kann ihn wunderbar auch als Beilagengemüse machen. Wir haben in Deutschland mittlerweile sehr gute Sorten, die das Klima gut vertragen und sehr geschmackvoll sind. (mab)

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