Region: Augsburger Land

Ausgleichsmaßnahmen nehmen Formen an

Als StaZ-Reporter berichten Vereine, Organisationen und Privatpersonen. Jeder kann mitmachen.

Anhand der Pläne für die Ausgleichsmaßnahmen am Münsterbach erläuterten Bürgermeister Bernhard Walter (2.v.r.) und Andrea Fischer, Gemeindeverwaltung (3.v.r.) den Mitgliedern des Bauausschusses die erforderlichen Vorhaben. Mit dabei waren (v.l.) Peter Kempter, Tobias Wiedemann, Johann Stuhlenmiller, Klaus Kaifer, Monika Fritz und Günter Klaus.

Mitglieder des Bauausschusses des Gemeinderates Altenmünster informieren sich über den Baufortschritt

 

Der frühlingshafte Winter ermöglichte den Mitgliedern des Bauausschusses des Gemeinderates Altenmünster sich in einem Außentermin vom Baufortschritt der Ausgleichsmaßnahmen am Münsterbach und an der westlichen Flurgrenze zu Baiershofen zu informieren.

 

Die dynamische Entwicklung der Gemeinde mit der Erschließung von Gewerbe- und Baugebieten in der Vergangenheit erfordert einen entsprechenden Ausgleich in der Natur. Dafür wurden schon frühzeitig potentielle Flächen von der Kommune erworben, um bei Bedarf die Auflagen erfüllen zu können. Der Bereich des Münsterbaches, der nun durch umfangreiche Erdarbeiten eine ökologische Aufwertung erfährt, umfasst eine anrechenbare Fläche von circa 3,5 Hektar. Verbraucht wurden aus diesem Öko-Konto bereits 2,8 Hektar. Das Gewerbegebiet Unterschöneberg mit 1,8 Hektar beanspruchte zum Beispiel 0,9 Hektar an Ausgleichsfläche. Aktuell hat die Gemeinde somit noch 0,8 Hektar Überschuss auf dem „Grünen Konto“.

 

Kernpunkt der von Landschaftsarchitekt Gunnar Robbe geplanten Kompensationsmaßnahmen sind die Umlegung und damit Renaturierung eines Grabenteilstückes, die Anlage von Mulden, einem Kleingewässer sowie die Anpflanzung von Wege- und Grabenbegleitgrün. Die Wiedervernässung von bachnahen Bereichen wird durch die Zerstörung von Drainagen ermöglicht. Pflanzen und Tiere der „Rote-Liste-Arten", die in unserer dicht besiedelten und intensiv genutzten Landschaft keinen Lebensraum mehr haben, können in diesen naturbelassenen Feuchtgebieten wieder Rückzugsmöglichkeiten finden. Mit der Einbringung eines entsprechenden Kiesbettes könnte auch die natürliche Vermehrung von Fischen ermöglicht werden, regte Hobbyfischer und 2. Bgm. Klaus Kaifer an.

 

Mit dem Fortschritt der bereits von der „Firma Wiedemann Erdbewegungen“ durchgeführten Arbeiten, zeigten sich die Ratsmitglieder hoch zufrieden und stellten dem vom Unternehmen anwesenden Tobias Wiedemann größtes Lob aus. „Doch wir alle wissen, dass der Herstellungsabschnitt dieser Maßnahmen den geringeren Teil darstellt. Noch wichtiger sei jedoch die nachhaltige Bewirtschaftung und richtige Pflege dieser Flächen, sonst könnte der gesamte Aufwand bald vergebens gewesen sein!“ Naturschutz gibt es nicht umsonst“, ermahnte Bürgermeister Bernhard Walter das Gremium. Ob diese Pflegemaßnahmen durch eine Beweidung erfolgen könnte oder auf anderweitige schonende Arten, muss nach der für das Frühjahr geplanten Fertigstellung noch geklärt werden.

 

Weitere Bilder

Mehr zum Thema

Kommentare

Anmelden um Kommentare zu schreiben
 


X