Region: Augsburger Land

Grundschule Altenmünster erhält Besuch von der Staatssekretärin

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Zur Nachbesprechung des Besuchstermines versammelten sich im Lehrerzimmer die Gastgeber und Gäste. (von links) Schulleiterin Ute Wiedemann, Ministeralrätin Maria Wilhelm, Schulrat Stefan Bader, Abgeordneter Johann Häusler, stellvertr. Schulleiterin Andrea Frank, Referent Peter Grab, Elternbeiratsvors. Beate Baur, Bürgermeister Florian Mair, Medienexperte Ottmar Wiedemann und Staatssekretärin Anna Stolz.

Staatssekretärin Anna Stolz informiert sich vor Ort

Wie sieht das Schulsystem im nächsten Jahrzehnt aus, wie kann eine Unterrichtsplanung im Krankheitsfall ohne Ausfall von Unterrichtsstunden stattfinden, wenn keine mobile Reserve verfügbar ist? Fragen, mit denen sich die Verantwortlichen aller Schulen fast täglich auseinanderzusetzen haben.

In Altenmünster hat die Grundschule in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde schon in der Vergangenheit unter Beweis gestellt, dass mit viel Eigeninitiative Lösungsmöglichkeiten geboten sind. Unter anderem erstellte das Schulentwicklungsteam während der Beeinträchtigungen der Corona-Krise ein Konzept des hybriden Unterrichts, die seit Jahren integrierte digitale Unterrichtsweise, zusammen mit der digitalen Medienausstattung. Durch die Unterstützung von ehrenamtlichen Helfern aus der Gemeinde konnte dadurch in diesen schwierigen Monaten ganz auf Wechselunterricht verzichtet werden. Als Anerkennung für dieses Engagement erhielt die Schule im Frühjahr vom Kultusministerium hierfür eine Auszeichnung und einen Geldpreis von 1000 Euro überreicht.

Als weitere Belohnung kann auch der Besuch der politisch Verantwortlichen gesehen werden. Auf Initiative des Landtagsabgeordneten und stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Freien Wähler, Johann Häusler, durfte Schulleiterin Ute Wiedemann die Staatssekretärin des Kultusministeriums, Anna Stolz und die für die Grundschulen zuständige Ministerialrätin Maria Wilhelm an ihrer Schule begrüßen.

„Es freut mich, dass wir Ihnen die Möglichkeit geben können, sich mitten in den Unterrichtsalltag hineinzuversetzen, um zu erleben, wie die neuen Unterrichtsformen mit den Schülern funktionieren“, bestärkte die Schulleiterin die Gäste für ihren Entschluss zu dem Vor-Ort-Besuch.

Wie kann der Weg von einer analogen Grundschule zu einer medienorientierten digitalen Grundschule gelingen, und ein Unterricht gestaltet werden, falls eine Lehrkraft ausfällt? Darüber setzte der Medienexperte der Schule, Ottmar Wiedemann, die Besucher ins Bilde. Zwei Konzepte bilden hier die Schwerpunkte, erklärte er. Zum einen sollen die Kinder vermehrt eigenständig in sogenannten „Peergroups“ zusammenarbeiten. Immer vier Kinder sollen sich hier ein Thema vornehmen und die wichtigen Punkte herausarbeiten. Der Lehrer gibt nur Hinweise und steht für Fragen zur Verfügung. Die Lehrkräfte können so entlastet werden.

Zum anderen hat die Schule einen Medienraum eingerichtet, wo der Lehrer über eine Dokumentenkamera in zwei Klassen gleichzeitig eine Hinführung zu einem Thema oder einen Arbeitsauftrag geben kann. So kann ein Lehrer den Unterricht für mehr Schüler gleichzeitig organisieren. Zudem will die Schule auf die Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer als Aufsichtspersonen zurückgreifen, die hierfür von der Gemeinde eine Aufwandsentschädigung erhalten. 

Nach diesen Aufklärungen wurden die Staatssekretärin und der Landtagsabgeordnete als Helfer engagiert. Sie durften die Aufsicht bei den Klassen 2 a und 2 b übernehmen und konnten so die Form der „Digitalen Doppelführung“ in Echtzeit erleben. Den Schülern der Klasse 4 a konnten die Besucher bei ihren Gruppenarbeiten über die Schulter schauen.

Im abschließenden Erfahrungsaustausch bezeichnete Anna Stolz diesen Schulbesuch als ihren interessantesten in den letzten vier Jahren. Sie ist dankbar für die realistischen Eindrücke, die sie erleben konnte und wird diese Ergebnisse und Erfahrungen auch in ihrem Ministerium besprechen, betonte sie. Der Schulleitung und der Gemeinde sprach sie ein großes Lob für die Lösungen im „Krisenmodus“ und der Entwicklung der digitalen Ausstattung aus.

Bürgermeister Florian Mair gab der Staatssekretärin mit auf den Weg, dass die Kommune aus voller Überzeugung zu ihrer Grundschule steht. „Hierfür übernehmen wir auch bewusst Aufgaben, welche originär nicht die einer Gemeinde wären und tragen auch die daraus entstehenden finanziellen Aufwände. In diesem Punkt wünschen wir uns vom Freistaat mehr Unterstützung“, appellierte er an die Politikerin, die diese Auffassung ebenso betrachtet und sich für eine Verbesserung einsetzen will.

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Kommentare

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Beitrag von StaZ-Reporter: Ottmar Wiedemann
11. Oktober 2022 - 19:58

Zitat: „Auch wenn nicht immer alles rund läuft, so zeigen doch die positiven Rückmeldungen von Schülern und Lehrkräften, dass wir mit diesen Methoden auf dem richtigen Weg sind“, erklärte der Experte die zukunftsweisenden Konzepte. Das habe ich zum keinem Zeitpunkt an dieser Veranstaltung gesagt. Warum auch - diese Aussage ist einfach falsch.

Beitrag von: Profilbild von Markus HöckMarkus Höck
12. Oktober 2022 - 12:09

Wir haben die entsprechende Passage aus dem Text entfernt. 

 


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