Region: Augsburger Land

Solarpark in Baiershofen nimmt weitere Hürde – Baugebiet in Zusamzell auf der Zielgeraden Gemeinderat Altenmünster fasst wichtige Beschlüsse

Sieht es im Norden von Baiershofen bald ähnlich wie hier im benachbarten Rechbergreuthen aus? Hier entstand vor kurzem dieser Solarpark, in Baiershofen soll bald eine Freiflächenanlage mit circa 7 Megawatt-Einspeiseleistung zum Klimaschutz beitragen.

Auf einer Fläche von neun Hektar will die Firma vento ludens aus Jettingen- Scheppach im Norden von Baiershofen einen Solarpark errichten. Geplant ist eine Freiflächenanlage mit einer Einspeiseleistung von 6 bis 7 Megawatt, was in etwa 1000 privaten Dachanlagen und  einer CO 2 Einsparung von 2400 Tonnen entspricht.

Im Sommer vorigen Jahres hat hierzu die Gemeinde bereits die Aufstellung des Bebauungsplanes beschlossen, im Anschluss daran fand die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Behörden und Träger öffentlicher Belange statt. Nunmehr musste sich der Gemeinderat mit den daraus eingegangenen Stellungnahmen befassen. Patricia Goj vom Planungsbüro OPLA erläuterte die wichtigsten Passagen der Einwände und Anregungen. So sieht der Bund Naturschutz zwar die Notwendigkeit, den Ausbau der regenerativen Energien voranzutreiben, die Größenordnung der geplanten Anlage und die Lage am Waldrand  jedoch entspräche nicht den Vorstellungen der Behörde. Den betroffenen Stellen des Landratsamtes ist von Bedeutung, dass die erforderlichen Ausgleichsmaßnahmen geschaffen werden und die Eingrünung als Sichtschutz erfolgt. Keine Einwände gibt es hinsichtlich des Immissionsschutzes. Weder ist mit einer Lärmbelästigung noch mit einer Blendwirkung der Anlage zu rechnen, vermerkte das Amt. Die Größe und Lage des geplanten Energieparks wurde von Bürgerinnen und Bürgern in ihren eingereichten Einwänden bemängelt. Als Alternative für den Standort Baiershofen wurde beispielsweise das Gewerbegebiet Hennhofen vorgeschlagen, was sich allerdings laut Gemeinde aus grundstücksrechtlicher Sicht nicht verwirklichen lässt. In einem Schreiben fassten 41 Unterzeichner ihre Anregungen zusammen. Unter anderem wünschen sie sich, dass sich auch Privatanleger an der Investition beteiligen könnten. Bürgermeister Florian Mair bemerkte, dass dies zwar kein Thema des Verfahrens ist, aber von Seiten des Betreibers durchaus die Möglichkeit dazu besteht. Bis zu einem Anteil von 20 Prozent lässt die Firma eine Beteiligung zu, wobei dies allerdings nur in Form einer Beteiligungsgesellschaft erfolgen kann. Über die Details wird die Gemeinde noch rechtzeitig und umfangreich informieren, versprach der Bürgermeister. Nach der Zustimmung des Gemeinderates erfolgt nun die erneute Auslegung des Bebauungsplanes.

Zusamzell bekommt ein neues Baugebiet

Lange mussten die Zusamzeller warten, bis wieder ein größeres und zusammenhängendes Baugebiet in ihrem Ort ausgewiesen wurde. Jetzt besteht die Aussicht, dass es im nächsten Jahr mit der Erschließung „Am Kellerberg“ losgehen wird. 21 Wohnhäuser und ein Mehrfamilienhaus könnten dann in der Zukunft das Ortsbild im Bereich des Friedhofes und des Kindergartens abrunden. Nach der erneuten Auslegung des Bebauungsplanes hatte der Gemeinderat die daraus resultierenden Stellungnahmen abzuwägen. Aufgrund der abhängenden Geländeform werden manche Bauherren zur Eingrenzung ihres Grundstückes eine Stützmauer mit einplanen. Um mögliche Diskussionen hierüber auszuschließen, wird die Gestaltung dieser Maßnahmen mit entsprechenden Höhenbegrenzungen in den Bebauungsplan mit aufgenommen. Ebenso wird darin für die Anbindung des Kindergartens zum nahegelegenen Wald ein Geh- und Wegerecht mit verankert.

 

Planungen zur Radwegeverbindung in den Nachbarlandkreis macht Fortschritte

 

„Der Baubeginn des geplanten Radweges von Neumünster nach Landensberg rückt näher“, informierte Bürgermeister Mair den Gemeinderat über den aktuellen Sachstand dieses weiteren Bauprojektes der Kommune. Nachdem die Zufahrten und der Grunderwerb geregelt sind, konnten die staatlichen Förderungen beantragt werden. Nach deren Bewilligung können die Ausschreibungen erfolgen, so dass ein Baubeginn laut Floiran Mair im kommenden Frühjahr möglich erscheint.

 

Jugendrat bringt sich in die Planungen zum Mehrgenerationenplatz ein

 

Zu dem nördlich der Schule geplanten Mehrgenerationenplatz wurde auch der kürzlich gewählte Jugendrat in die Diskussionen mit einbezogen. Karin Berchtold und Bürgermeister Florian Mair informierten den Gemeinderat über die konstruktiven Gespräche mit den Jugendlichen. „Es ist erfreulich zu sehen, wie aktiv dieses Gremium hier mitwirkt und ihre Anregungen mit einbringt“, betonte Mair. Die Planungen für diese Sport- und Bewegungsfläche obliegen den Landschaftsarchitekten Eger & Partner, die unter anderem die Neugestaltung des Flößerparks in Lechhausen in ihren Referenzen mit ausweist.

 

Sozialstation erhält Unterstützung

 

Wie schon in den vergangenen Jahren, gewährt die Gemeinde der Sozialstation Augsburger Land West eine Zuwendung für ihren anerkennenswerten Dienst in der Kommune. Gewährt wird der Institution ein Zuschuss von einem Euro je Einwohner, der bewilligte Betrag beläuft sich somit im kommendenJahr auf 4347 Euro.

 

Weitere Bilder

Kommentare

Anmelden um Kommentare zu schreiben

 


X