Region: Augsburg Stadt

Zwischen Bahnpark und Messe: Weg frei für neue Wohnungen im Hochfeld?

Neue Wohnungen neben dem Bahnpark: Die denkmalgeschützte Dampflokhalle entlang der Firnhaberstraße (rechts) sowie das "Rundhaus Europa" (hinten links) gehören zum Bahnpark Augsburg. Die Stadt Augsburg wollte die Fläche daneben (vorne links) und südlich Richtung Messe für die Instandhaltung von Zügen oder als Abstellflächen freihalten. Nun könnten dort bis zu 700 Wohnungen entstehen.

Auf einem alten Bahngelände zwischen dem historischen Augsburger Bahnpark und der Messe könnten in Zukunft bis zu 700 Wohnungen entstehen. Ursprünglich wollte die Stadtverwaltung die Fläche für bahnaffines Gewerbe reservieren. Das Eisenbahnbundesamt (EBA) hat nun allerdings entschieden, das Areal südlich des Bahnparks im Augsburger Stadtteil Hochfeld vom Eisenbahnbetrieb freizustellen.

Diese Entscheidung erfolgte auf einen Widerspruch des Immobilieninvestors Solidas, der sich nicht mit der negativen Stellungnahme der Stadt Augsburg an das EBA vom 25. Juli 2019 abfinden wollte, das Gelände weiterhin für Eisenbahnbetriebszwecke zu reservieren. Durch die revidierte Entscheidung, dass das Gelände keine Potenzialflächen für bahnaffines Gewerbe darstellt, besteht nun die Möglichkeit, das Gelände am alten Bahnpark für Wohnungen und Gewerbeansiedlungen zu nutzen.

„Es war mir völlig unverständlich, dass eine wachsende Stadt wie Augsburg, in der dringend Wohnungen gebraucht werden, den Bau von bis zu 700 Wohnungen in bester innenstadtnaher Lage verhindert hat. Bei seiner Einschätzung, dass das Gelände im Hochfeld für den Eisenbahnbetrieb benötigt würde, hat Baureferent Gerd Merkle außer Acht gelassen, dass die Bahngesellschaft Go-Ahead, die ab 2022 das Regionalbahnnetz im Großraum Augsburg übernehmen wird, bereits ein neues Betriebswerk bei Langweid errichtet", sagt dazu FDP-Stadtrat und stellvertretender Vorsitzender der FDP Augsburg, Lars Vollmar.

Die Stadt habe an dieser Auffassung auch dann festgehalten, als der Investor Solidas offiziell Widerspruch gegen die ablehnende Entscheidung des EBA eingelegt hatte. "Wir brauchen deshalb vollständige Transparenz – gerade auf dem Immobilienmarkt", betont Vollmar und kündigt an, das Thema im Stadtrat erneut zur Sprache zu bringen, warum "ein Baureferent kein Interesse hat, Wohnungen zu bauen."(pb/pm)

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