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Heimstrecke beschert den Einheimischen einen super Start beim Slalom-Weltcup in Prag!

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Elena Lilik / Kanu Schwaben im K 1 Damen im Halbfinale

Heimstrecke beschert den Einheimischen einen super Start beim Slalom-Weltcup in Prag!

Am ersten Tag des ICF-Kanuslalom-Weltcups in Prag erwies sich die Kenntnis der heimischen Strecke als entscheidend:

Die tschechischen Athleten qualifizierten sich in beiden Frauenrennen als Schnellste und waren auch in den beiden Männerrennen ganz vorne mit dabei.

Die Tschechinnen Tereza Fiserova und Gabriela Satkova waren die Schnellsten im K1 bzw. C1 der Frauen, während der Italiener Giovanni De Gennaro im K1 der Männer und der Pole Kacper Sztuba im C1 der Männer ganz oben auf der Rangliste standen.

Die C1-Spezialistin Fiserova war der Star des Heimteams und überraschte sogar sich selbst, indem sie sich im K1 der Frauen als Schnellste qualifizierte und dann im C1 der Frauen die viertschnellste Zeit fuhr. "Ich verstehe nicht, wie ich im K1 Erste werden konnte", sagte Fiserova. "Aber mein Lauf war gut, und mein C1-Lauf war gut. In Troja sind wir zu Hause, also ist es ein schöner Tag."Bei den Slalom - Europameisterschaften habe ich mich gut gefühlt, und ich fühle mich auch hier gut. Im K1 bin ich noch ein Kind. Ich liebe die K1 Disziplin, weil ich im K1 mit dem Paddeln angefangen habe, also liegt mir das am Herzen."

Die Italienerin Stefanie Horn ließ ihrem Doppelsieg bei den Europameisterschaften eine drittschnellste Zeit im K1 der Frauen folgen. Sie sagte, der Einzug ins Halbfinale in Prag sei eine große Erleichterung.
"Letztes Jahr bei der Weltmeisterschaft habe ich die Qualifikation nicht geschafft, deshalb hatte ich heute ein bisschen Angst, weil die Strecke ziemlich einfach war", sagte Horn."Ich fühlte mich durch das Training etwas müde, also habe ich einen harten Endspurt hingelegt, weil ich mir meiner Zeit nicht sicher war. Mit dem dritten Platz bin ich sehr zufrieden."

Die Tschechin Satkova war im C1 der Damen die Schnellste auf dem Wasser und sicherte sich damit einen Platz im Halbfinale am Sonntag.

Im K1 der Herren zeigte der Italiener De Gennaro den besten Lauf des Tages und überquerte die Ziellinie ohne Strafpunkte und fast 1,7 Sekunden vor dem Österreicher Felix Oschmautz.

Oschmautz kassierte allerdings eine Zwei-Sekunden-Strafe für eine Torberührung, die ihn von der besten Qualifikationsposition abhielt. "Ich habe mich gut gefühlt, ich hatte eine Berührung am Anfang, also wusste ich, dass ich für den Rest des Laufs gut sein musste, und es stellte sich heraus, dass ich wirklich solide und schnell war", sagte Oschmautz.
"Die Europameisterschaften waren mit zwei Medaillen sehr erfolgreich für mich. Mit meinem Paddeln bin ich im Moment sehr zufrieden."Wenn man bei einem Weltcup antritt und sich zusammen mit seinem Idol aufwärmt, ist das ziemlich cool, aber ich mag das."

Der Pole Sztuba war der Überraschungssieger im C1 der Männer. Der 23-Jährige lag am Ende nur 0,08 Sekunden vor dem Deutschen Franz Anton. Sztuba sagte, dass die Ähnlichkeiten zwischen der Prager Strecke und seiner Heimstrecke in Krakau ihm einen Vorteil verschafften. "Ich habe immer ein sehr gutes Gefühl auf dieser Strecke, sie gefällt mir sehr", sagte Sztuba. "Ich habe das Gefühl, dass es wie eine Heimstrecke ist, und die Atmosphäre mit den Zuschauern ist wirklich besonders. Ich habe mich vom Start weg gut gefühlt, ich wusste, was ich zu tun hatte, und die Strecke ist nicht so schwer."

Am ersten Tag gab es nur wenige Überraschungen, denn fast alle favorisierten Athleten zogen in die Halbfinals des Wochenendes ein. Die slowenische K1-Weltmeisterin von 2019, Eva Tercelj, war ein prominentes Opfer, da sie in ihrem zweiten Lauf eine 50-Sekunden-Strafe kassierte, die sie vom Wochenende ausschloss.

Alle Deutschen konnten sich am heutigen Qualifikationstag in das Weltcup Halbfinale fahren. Die vier Kanuten Hannes Aigner, Stefan Hengst, Jasmin Schornberg sowie Nele Bayn benötigten dazu zwar den zweiten Lauf, aber es klappte erwartungsgemäß. Die Strecke wird ja heute umgehängt für die Halbfinal/Finalläufe am morgigen Samstag.

Die Kajaks sind morgen ab 9.00 Uhr am Start, bei den Damen sind dies Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach)*, Elena Lilik (Kanu Schwaben Augsburg), Jasmin Schornberg (KR Hamm)*. Bei den K 1 Herren gehen Hannes Aigner (AKV Augsburg), Noah Hegge (Kanu Schwaben Augsburg) und Stefan Hengst vom KR Hamm im Halbfinale an den Start.

Am Samstag finden nicht nur die Halbfinal Wettkämpfe und Final Wettkämpfe im Slalom der K 1 Damen und K 1 Herren, sondern auch die Qualifikationsläufe für den Extremslalom statt. Alle deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Ausnahme Jasmin Schornberg), werden an den Time Trials teilnehmen. Außerdem Caroline Trompeter  PM ICF International Canoe Federation, 10.06.2022, *zudem KSA Mitglieder

Live-Ergebnisse: https://www.canoeicf.com/canoe-slalom-world-cup/prague-2022/results

Live-Streaming: https://www.canoeicf.com/canoe-slalom-world-cup/prague-2022

Fotos von Uta Büttner/DKV Media Managerin

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