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Kanu Schwaben Athletin Elena Apel holt sich eine Medaille in La Reunion – insgesamt drei Medaillen für das Deutsche Slalomteam in La Reunion! - Super Start!

Siegerehrung der Canadier Einer Damen, 1. Nuria Villarubla, 2.Andrea Herzog, 3. Elena Apel Kanu Schwaben

Kanu Schwaben Athletin Elena Apel holt sich eine Medaille in La Reunion – insgesamt drei Medaillen für das Deutsche Slalomteam in La Reunion! - Super Start!

Martin Dougoud

Der 29-jährige Kanuslalom Sportler ist nunmehr seit vorigem Jahr auch ein Mitglied bei den Kanu Schwaben. Wir sind deshalb auch sehr stolz, dass der Schweizer vom Swiss Olympic / Team Genève / Stadt Genf den Sieg in La Reunion bei der Reunion Open bei den Kajak Einer Herren herausfuhr.

Seine Freundin, Ricarda Funk / Deutschland / KSV Bad Kreuznach siegte sogar mit 6 Sekunden Vorsprung vor den beiden Polinnen Pacierpnik und Zwolinska, welche exakt die selbe Fahrtzeit aufwiesen. Unsere Schwabenkanutin Elena Apel startete wieder in zwei Disziplinen und bei den Kajak Einer Damen holte sie sich den fünften Platz und in C 1 Damen eine Medaille!

Bei den Canadier Einer Damen siegte die Spanierin Nuria Villarubla aus La Seu d’Urgell knapp vor zwei Deutschen. Andrea Herzog vom LKC Leipzig mit 0,07 Sekunden hinter ihr fuhr sich auf den zweiten Platz, Elena Apel, stark wie immer in ihren Doppelstarts, handelte sich leider zwei Strafsekunden ein, ohne diesen Fauxpas hätte sie sich mit Bestzeit den Titel herausgefahren. Eine tolle Leistung der Schwabenkanutin, die ja erst einige Tage mit dem deutschen Team vor Ort ist, und die erste Woche ganz dem Wildwassertraining gewidmet war.

Seit langer Zeit war die Reunion Open 2021 endlich wieder ein internationaler Wettkampf für die deutschen Slalomkanuten,Innen, zudem mussten sie sich in der Kürze der Zeit auf die anderen Temperaturen umstellen, denn vor Ort es sind 35 Grad Luft- und Wassertemperatur. Wie schon aus der DKV Pressemeldung zu lesen, sind die Deutschen Slalomkanuten mit der Wildwasserstrecke sehr zufrieden, bei den Kajak Einer Herren und Canadier Einer Herren fehlte zwar ein Medaillenplatz, aber dieser internationale Slalomwettkampf war mit neun Nationen aus den 15 Top-Nationen vor Ort bestzt und die Bedingungen waren optimal.

Das Trainingsgelände sei abgeriegelt, Zuschauer sind nicht zugelassen, Masken werden von allen getragen und die Abstände werden eingehalten. Und ein Tag vor dem Wettkampf wurden PCR-Tests vorgenommen.

Im Canadier Einer Herren fuhr sich der Leipziger Franz Anton auf den siebten Platz. Unser Canadier Einer Spezialist Sideris Tasiadis hat aus bestimmten Gründen nicht an diesem Trainingslehrgang teilgenommen, er trainiert mit seinem Trainer Sören Kaufmann gerade intensiv am Eiskanal.

Im Kajak Einer Herren fuhr sich Hannes Aigner vom AKV auf den siebten Platz und der Wiesbadener Tim Maxeiner handelte sich leider zwei Strafsekunden ein und landete dadurch auf den 15. Platz ( Tim wohnt und trainiert in Augsburg, genauso wie Ricarda Funk). Alle weiteren Informationen DKV PM Uta Büttner

Ergebnisse La Réunion Open am 6. Februar 2021

Kajak Einer Damen

1. Funk, Ricarda GER 87,4 (0)

2. Pacierpnik, Natila POL 93,6 (0)

3. Zwolinska, Klaudia POL 93,6 (0)

5. Apel, Elena GER 94,7 (0)

Canadier Einer Damen

1. Vilarrubla, Nuria ESP 99,16 (0)

2. Herzog, Andrea GER 99,23 (0)

3. Apel, Elena GER 99,3 (2)

Kajak Einer Herren

1. Dougoud, Martin SUI 81,26 (0)

2. Quemeneur, Malo FRA 82, 34 (0)

3. Degennaro, Giovanni FRA 82,43 (0)

7. Aigner, Hannes GER 83,48 (0)

15.  Maxeiner, Tim GER 83,18 (4)

Canadier Einer Herren

1.Jegou, Liam  IRE 87,76 (0)

2. Thomas, Martin FRA 87,91 (2)

3. Elosegi, Ander ESP 89,55 (0)

7. Anton, Franz GER 93,22 (2)

Ricarda Funk weiter in bestechender Form

Die Slalomkanuten haben während ihres Warmwasser-Lehrganges auf La Réunion an einem internationalen Open teilgenommen.

Seit langer Zeit wieder ein internationaler Wettkampf für die deutschen Slalomkanuten, zumindest für die meisten. Möglich wurde es während des ersten Warmwasser-Lehrganges auf der Insel La Réunion, ein französisches Übersee-Département im Indischen Ozean. Viele europäische Nationen haben sich den Trainingsort herausgesucht. Die Deutschen sind das erste Mal dort. „Wir waren äußerst überrascht über die Trainingsbedingungen hier. Es ist herausragend“, sagte Chef-Bundestrainer Klaus Pohlen.

Selbst Wettkämpfe wurden am Samstag organisiert. „Die Maßnahmen hygienischen Bedingungen sind so gut, dass wir uns hier sicher fühlen.“ Das Trainingsgelände sei abgeriegelt, Zuschauer sind nicht zugelassen, Masken werden von allen getragen und die Abstände werden eingehalten. Und ein Tag vor dem Wettkampf wurden PCR-Tests vorgenommen.

Speziell im K1-Herrenbereich war der Wettkampf sehr interessant, da von den Top-15-Nationen neun anwesend sind, sagte Pohlen. In den anderen Disziplinen war die Konkurrenz insbesondere in der Breite zwar nicht vergleichbar, dennoch waren Top-Leute am Start.

Herausragend war einmal mehr die Leistung von Ricarda Funk. Die Kajakfahrerin von Bad Kreuznach deklassierte das Feld mit sechs Sekunden Vorsprung. „Ich bin superzufrieden, dass ich nach so langer Zeit so einen tollen Finallauf hatte. Der Einstieg war ein bisschen holprig, nicht ganz so wie ich es mir vorgestellt habe. Da gab es einen kleinen Fehler, den ich aber im Finale beseitigen konnte. Ich bin megahappy, mein Finallauf war für meine Fähigkeiten nahezu perfekt“, sagte die 28-Jährige.

Zwei Podestplätze gab es für die C1-Damen. Weltmeisterin Andrea Herzog aus Leipzig wurde Zweite, musste sich der Spanierin Nuria Vilarrubla knapp geschlagen geben. Doppelstarterin Elena Apel aus Augsburg landete auf Rang drei.

Den Herren ist eine Fahrt auf ein Treppchen nicht gelungen. Der Augsburger Hannes-Aigner, Olympia-Starter im K1, und C1-Spezialist Franz Anton aus Leipzig paddelten auf den siebten Platz. Hannes Aigner: „Nachdem ich jetzt schon einige Wochen bei sehr niedrigen Temperaturen in Augsburg trainiert habe, genieße ich hier im Trainingslager in La Reunion das warme Klima. Die Kanustrecke ist anspruchsvoll genug, um hier anständig trainieren zu können. Die internationale Konkurrenz ist auch größtenteils hier, weil es in Europa momentan für die meisten keine sinnvolleren Alternativen gibt. Der Wettkampf heute war für mich in Ordnung. Er hat aber auch gezeigt, dass es noch einiges zu tun gibt. Daran wird die nächsten Wochen und Monate gearbeitet.“

Auch Franz Anton ist mit seinem Abschneiden zufrieden. „Der Finallauf war in großen Teilen okay, weil ich sehr sicher war. Ich hatte zwar trotzdem eine Berührung dabei, aber die Richtung stimmte,  ich muss jetzt noch ein bisschen mehr in die Schnelligkeit gehen.“ Und weil es der erste Wettkampf seit Langem war, „finde ich meinen Lauf ganz in Ordnung. Auch, dass die Puste gereicht hat, ohne dass ich zwischendrin schon gemerkt hätte: Oh, jetzt wird es wirklich hart. Das bestärkt mich darin, dass wir alles richtig gemacht haben. Jetzt freue ich mich auf die echten Wettkämpfe.“

Kajakfahrer Tim Maxeiner (Wiesbaden) hatte Pech und landete wegen zwei Torstabberührungen auf Rang 15. „Wir sind den Wettkampf nach einer harten Trainingswoche komplett aus der Belastung und ohne entsprechende Vorbereitung gefahren. Unter diesen Umständen bin ich vor allem mit meinen reinen Fahrzeiten zufrieden. Wir sind auf dem richtigen Weg und werden diesen in den kommenden Wochen fortsetzen.“

Die Sportler sind auch mit dem Training sehr zufrieden. So sagte Tim Maxeiner: „Bisher läuft das Trainingslager sehr gut. Die Bedingungen sind hervorragend. Wir können hier sehr gut in das spezifische Wildwassertraining einsteigen, nachdem die vergangenen Monate das Grundlagentraining im Vordergrund stand.“ Zudem, so Franz Anton, habe die Strecke internationales Niveau. Lediglich „die klimatischen können einem natürlich manchmal zu schaffen machen, wenn man eine anstrengende Einheit macht.“ Denn, es sind 35 Grad Luft- und Wassertemperatur. Eines ist sich der Leipziger sicher, „ich finde es aber sehr gut hier und es wird auch etwas für die Saison bringen.“

Chef-Bundestrainer Klaus Pohlen ist mit dem bisherigen Verlauf in La Réunion zufrieden. Gemeinsam mit den Trainingswissenschaftlern soll nun auch eine Wettkampfanalyse vorgenommen werden. Die Probleme wurden erkannt, „wir wissen, woran wir noch arbeiten müssen.“ Aber, so betonte er, „wir sind im Plan.“

Uta Büttner
Media Manager im Kanu-Slalom

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