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Olympische Sommerspiele in Tokio vom 23.07. bis 09.08.2021 – Vorstellung der Athleten der Bayerischen Polizei

von links LPD Gerd Enkling, POR Andreas Luxem, Frau Erina Goto, POM Sideris Tasiadis und Udo Skrzypczak / Präsident der Bayerischen Bereitschaftspolizei in Dachau

​Olympische Sommerspiele in Tokio vom 23.07. bis 09.08.2021 – Vorstellung der Athleten der Bayerischen Polizei

Drei Olympioniken der Bayerischen Polizei konnten sich für die olympischen Sommerspiele in Tokio/Japan qualifizieren. Alle drei sind in der Spitzensportfördergruppe und live vor Ort war der Topkanute Sideris Tasiadis, dessen dritte Olympiateilnahme nunmehr ansteht.

Die offizielle Vorstellung der drei Athleten im Rahmen eines Pressegesprächs übernahm mit Freude Udo Skrzypczak / Präsident der Bayerischen Bereitschaftspolizei in Dachau bei der VI. Bereitschaftspolizei Abteilung. Er lobte in seiner Ansprache vor allem die herausragende Entwicklung des Spitzensportförderprogramms und die bisher herausragenden Erfolge und es erfüllte ihn mit Stolz, dass sich die Sportlerinnen und Sportler der Bayerischen Polizei für die olympischen Sommerspiele qualifizieren konnten und sich mit der Weltelite in den jeweiligen Disziplinen messen können. Er wünschte den drei Athleten alles Gute und viel Erfolg.

Live aus Talinn/Estland zugeschaltet wurde die Ringerin Anna Schell. In Tokio geht sie im Freistilringen in der Klasse bis 72 kg auf die Matte. Ein Video brachte Eindrücke von ihrem Trainingsaufwand. Ihre Vorfreude ist für die fertig ausgebildete Polizeimeisterin auf Tokio riesengroß, die Konkurrenz derzeit einzuschätzen ist schwierig, da es Pandemie bedingt, nicht allzu viele Wettkämpfe gab. Ihr Ziel ist, dort ihre besten Leistungen abzurufen und daraufhin hat sie auch immens trainiert. Leider glaubt sie nicht, Sideris Tasiadis in Tokio persönlich zu treffen, da ihre Wettkämpfe erst im August stattfinden und Sideris hat nur ein bestimmtes Zeitfenster zur Verfügung, bevor er nach seinem Wettkampf mit den Slalomkanuten Tokio wieder verlassen muss.

Als Nächstes wurde der Judoka Sebastian Seidl zugeschaltet, der derzeit in Kienbaum zum Training bzw. Wettkampf weilt. Seine Disziplin ist Judo bis 66 kg, daran knabbert er noch, denn momentan hat er noch ein paar Kilo zu viel, aber bis zu seinem Flug am 17.7.2021 bekommt er das schon hin, er war jedenfalls frohen Mutes. Dies sind seine zweiten olympischen Spiele ( Rio de Janeiro 2016). Dort schied er leider – gegen den späteren Olympiasieger – relativ bald aus. Sein erster Wettkampf ist für den Polizeihauptmeister am 25.7.2021 und seine Devise lautet: „Jetzt erst recht!“. Er hatte im Anschluss an die Video Zuschaltung auch gleich wieder einen Wettkampf anstehen.

Der Erfahrenste der drei Teilnehmer Sideris Tasiadis konnte – genau wie die beiden anderen – seine Sportart in einem kurzen Trainings - Video vorstellen.

Die Fragen des Moderators Andreas Luxem nach den Trainingsmöglichkeiten in Tokio waren schnell beantwortet, das deutsche Team war einmal vor Ort und konnte im Herbst 2019 die Strecke testen. Aber sie fliegen am 6.7.2021 von Frankfurt aus nach Tokio und können dort die wichtigen Trainingseinheiten ableisten.Als erster in den Wettkampf geht am 25.7.2021 Sideris Tasiadis im Einercanadier der Herren.

In London paddelte er 2012 mit gerade einmal 22 Jahren überraschend zu Olympia-Silber, das freute ihn damals so sehr, dass er sich die olympischen Ringe eintätowieren ließ.

In Rio de Janeiro 2016 verpasste Tasiadis als Fünfter eine weitere olympische Medaille wegen einer sachten Torstabberührung.

Die Frage kam nach den Unterschieden zu der Slalomstrecke in London 2012: Es waren viele Zuschauer vor Ort, außerdem ein großer Trupp Fans die ihn anfeuerten und das ganze war einfach „super“, natürlich auch wegen der Silbermedaille. In Rio de Janeiro dagegen waren zwar viele Tickets verkauft worden, aber es waren beim Wettkampf selbst waren relativ wenige Zuschauer vor Ort. Tokio kann er noch nicht beurteilen.

Bei der Frage nach der Wasserqualität hatte Tokio für Sideris eindeutig die bessere Beurteilung, denn das Wasser wird anscheinend öfter ausgetauscht auf der künstlichen Strecke als seinerzeit in Rio de Janeiro, da war es zu warm und dadurch zu weich, das härtere Wasser ist er gewohnt und deshalb ist ihm das auch lieber.

Er freut sich jetzt auf die Herausforderung in Japan und er wird gezielt auf seinen Körper hören und die eine oder andere Schraube noch drehen, damit er dann beim Wettkampf voll angreifen kann.

Über der Frage nach Paris 2024, „da macht er sich heute noch keine Gedanken, jetzt steht erst einmal Tokio an und da will er sein Bestes geben“.

Der Verantwortliche für den Spitzensport LPD Gerd Enkling gab den Athleten noch ein paar Worte mit auf den Weg nach Tokio und die Japanerin Erina Goto vom Polizeiorchester Bayern, gab den Olympioniken Tipps für die Gepflogenheiten und Besonderheiten in Japan.

Vom Innenministerium war außerdem als Gast anwesend Frau Monika Linseisen, sowie Frau Sacher vom OSP München.

Eine gelungene Verabschiedung, die auch per Livestream übertragen wurde für die Kollegen und Kolleginnen der drei Olympioniken.

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