Region: Augsburg Stadt

WM Sommermärchen in Augsburg am Eiskanal - da herrschte eine Wahnsinns tolle Stimmung - unglaublich!

Als StaZ-Reporter berichten Vereine, Organisationen und Privatpersonen. Jeder kann mitmachen.
Sideris Tasiadis holt sich die WM Goldmedaille im Canadier Einer im Einzelwettbewerb bei der Weltmeisterschaft in Augsburg 2022

Kanuslalom Weltmeisterschaft in Augsburg vom 26.07.2022 bis 31.07.2022 – ein Sommermärchen für die Stadt, die Vereine und die begeisterten Zuschauerinnen und

WM Sommermärchen 2022 in Augsburg - unglaublich!

Sommermärchen - Sideris Tasiadis holt WM Gold

Kanuslalom Weltmeisterschaft in Augsburg vom 26.07.2022 bis 31.07.2022 – ein Sommermärchen für die Stadt, die Vereine und die begeisterten Zuschauerinnen und Zuschauer und besonders für die Sportler!

Alle WM Tage hier zusammengefasst aus sportlicher Sicht – weitere WM Berichte folgen – Gratulation an die frischgebackenen Medaillengewinnerinnen und Gewinner!

Sideris Tasiadis wird auf seinem geliebten Eiskanal in Augsburg Kanuslalom Weltmeister im Canadier Einer und im C 1 Team hatte er bereits den Weltmeistertitel am ersten Tag der Slalom WM geholt. Elena Lilik gewann einen Satz WM Medaillen in den Farben Gold-Silber und Bronze. Die Schwabenkanutin ist mit drei WM Medaillen damit das erfolgreichste deutsche Nationaltmannschafts - Mitglied. Glückwunsch auch an Andrea Herzog für ihre Goldmedaille im Canadier Einer und für WM Silber im Team. Ricarda Funk krönte die WM mit der Goldmedaille im Einzel und im Team der Kajak Einer Damen.

Insgesamt 3 x Gold und 3 x Bronze im Einzel – ein tolles Ergebnis, im Team 2 x Gold und 1 x Silber!

Deutschland gewinnt auch die Nationenwertung - welch eine Freude für Klaus Pohlen und sein Trainerteam!

Die Kanuslalom-Weltmeisterschaften sind ein Sommermärchen. Das deutsche Team feierte sechs Weltmeistertitel im Einzelwettbewerb, darunter drei Einzel-Goldmedaillen. Zudem kamen noch die Team Medaillen mit 2 x Gold und 1 x Silber. Damit gewinnt Deutschland die Nationenwertung bei der Heim-WM in Augsburg. „Es ist ein Riesending, dass wir hier vor heimischem Publikum die Nationenwertung verteidigen konnten. Riesenkompliment an meine Mannschaft, insbesondere an die Trainer Thomas Apel, Felix Michel, Paul Böckelmann und Thorsten Funk. Dank auch an die Physiotherapeuten und unsere beiden Trainingswissenschaftler, die hier die Analysen gemacht haben. Und an unseren Doc, der uns durch die superschwere Coronazeit mit Rat und Tat durchgesteuert hat.“

Hengst holt WM-Bronze im Extremslalom

Zum Abschluss der Kanuslalom-Weltmeisterschaften in Augsburg gibt es noch einmal Edelmetall für das deutsche Team. Stefan Hengst (KR Hamm) paddelt sich im Extremslalom bis in das Finale mit vier Athleten vor und holt in einem hochdramatischen Kampf Bronze. Nach dem frühzeitigen Ausscheiden im Kajak-Einer der Männer, ist diese Medaille jetzt Versöhnung für den 28-Jährigen. „Das gibt jetzt Selbstvertrauen. Es ist mehr als ein Trost für den gestrigen Tag“, sagt Hengst unmittelbar nach dem Finale. „Es war gerade ein harter Fight. Ich bin super happy, dass es noch Bronze wurde. Denn zum Schluss war es knapp“, denn Hengst wäre am letzten Tor von dem Vierten fast noch überholt worden. Gold und Silber gingen an den Briten Joseph Clarke und den Franzosen Anatole Delassus.

Teamkollege Hannes Aigner (Augsburger KV) war bereits im Heat ausgeschieden, in dem er gegen auch Hengst kämpfen musste. „Ich glaube, ich war vielleicht ein bisschen zu freundlich zum Stefan heute, habe ihn nicht an die Wand gepresst. Und dann war ich am Ende derjenige, der ein bisschen abgedrängt wurde, mit den zwei anderen Athleten aus Slowenien. Und da gab es dann ein kleines Gemenge, in dem ich dann der Letzte war, der aus diesem Wirrwarr ausgespuckt wurde.“ Ein Nachteil, wenn Teamkollegen gegeneinander antreten müssen. „Es ist ein bisschen ein Zwiespalt, zumal Stefan und ich uns einigermaßen mögen“, sagte der 32-Jährige mit einem Lächeln, „da fällt es dann noch ein bisschen schwerer, drauf zu halten.“ Aigner legt inzwischen genauso viel Wert auf Extremslalom wie auf den Kajak-Einer. „Es ist schön, den Extremslalom zu fahren, aber auch anzuschauen. Es wäre natürlich super, wenn er auch im Deutschen Kanu-Verband in der Sportförderung entsprechend gewürdigt wird und auch die Infrastrukturen aufgebaut werden, was zum Beispiel Sportwissenschaft und Trainingsplanung angeht. Da hoffe ich, dass wir bis Olympia auf dem richtigen Weg sind und dort entsprechende Ergebnisse dann einfahren können.“ Extremslalom ist 2024 in Paris erstmals olympisch.

Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach) hatte es als einzige Frau bis in die Heats geschafft und war im Halbfinale ausgeschieden. Zwar war die 30-Jährige dort die mit Abstand Schnellste, doch eine nicht korrekt ausgeführte Eskimorolle disqualifizierte sie auf den letzten Rang.

In Qualifikationsläufen ausgeschieden

Die anderen Deutschen waren alle an den Einzelzeitläufen gescheitert. Noah Hegge (Kanu Schwaben Augsburg) und Vinzenz Hartl (Augsburger KV) wären am Samstag von ihrer Laufzeit her gut unter den Top 20 gewesen, leider unterlief beiden ein Fehler. Hegge befuhr ein Aufwärtstor nicht korrekt und Hartl zeigte keine korrekte Eskimorolle.

Ganz knapp verpasst hatte Caroline Trompeter (SKG Hanau) den Einzug in die Heats – um drei Hundertstelsekunden. Sie paddelte im Einzelzeitfahren auf den 21. Rang und hatte damit keine Chance. Denn nur die 20 Zeit Schnellsten qualifizieren sich direkt. Hinzu kommen zwölf weitere Startplätze für die Heats, die zunächst an die besten jeder Nation gehen. Sind damit noch nicht die 32 Startplätze voll, rutschen dann weitere Sportler entsprechend ihrer Rennzeit nach. Deshalb waren ebenso Elena Lilik (Kanu Schwaben Augsburg) und Jasmin Schornberg (KR Hamm) als 29. und 31. ausgeschieden.

Zweimal WM-Gold und einmal WM-Bronze in Canadier-Entscheidungen

Es sind die Kanuslalom-Weltmeisterschaften der Superlative für die Deutschen in Augsburg. „Es ist unsere WM auf unserem Kanal hier in Augsburg. Es ist unser Wasser“, hatte Cheftrainer Klaus Pohlen sein Team am Abend vor den Wettkämpfen angefeuert. Heute ging das Sommermärchen im Canadier-Einer der Damen und Herren weiter. Andrea Herzog (Leipziger KC), Tokio-Olympiadritte und Weltmeisterin 2019, paddelt im Eiskanal zu Gold. Der Augsburger Kanu-Schwabe Sideris Tasiadis macht seinen Traum wahr, wird Weltmeister vor einem tobenden heimischen Publikum und Teamkollege Franz Anton, Weltmeister 2018, vom Leipziger KC paddelt zu Bronze.

Für Tasiadis ist es der Titel, der in seiner großen Sammlung noch fehlte. „Geil, jetzt ist er da und das auch noch daheim. Das ist in Worte zu fassen, ist nicht so einfach.“, sagte der 32-Jährige jubelnd. Dabei war es schwer, sich vor dem Start überhaupt zu konzentrieren: „Drei Sekunden vor meinen Start haben die Leute mich schon angefeuert, da war ich kurz aus meinem Konzept“, erzählte er. „Ich habe versucht, bei mir zu bleiben. Das war ein bissel anstrengend. Mich hat es fast zerrissen da oben.“ Tasiadis war als Drittletzter auf die Strecke gegangen, beim Überfahren der Ziellinie war klar, eine Medaille ist es. Teamkollege Franz Anton war als Halbfinal Schnellster zuletzt am Start. Er hatte einen fabelhaften Lauf im Semifinale gezeigt, nahezu perfekt. Im Endlauf etwas verhaltener paddelte der 32-Jährige dann zu Bronze. Im Vorfeld der WM hatte er im Spaß gesagt, „vielleicht nehme ich mir mal vor, Sideris auf seiner Heimstrecke zu schlagen, das ist mir bisher noch nie gelungen.“ Voller Freude über den dritten Platz sagte er dann lachend, „ich kann schneller fahren als Sideris. Im Halbfinale war ich schneller. Ich habe es nur nicht im Finale gemacht. Aber mit Sidi auf dem Podium, was will man mehr.“ Tasiadis ergänzte noch: „jetzt haben wir uns abgewechselt. 2018 war Franz Weltmeister und ich Dritter.“ Silber ging an Alexander Slavkovsky aus der Slowakei.

Kurz vor dem Männerrennen raste Andrea Herzog zu Gold. Trotz einer Torstab Berührung, verbunden mit zwei Strafsekunden, konnte sich die 22-Jährige vor Jessica Fox aus Australien schieben. Bronze ging an die Britin Mallory Franklin. Die Leipzigerin musste als zwischenzeitlich Führende noch zwei weitere Starterinnen abwarten. Das Warten in der Leaderbox, so sagte sie, seien harte Minuten gewesen. „Mein Einstieg von Tor eins zu zwei war nicht so perfekt. Ich hatte einfach keine Welle, die mir geholfen hat. Jess ist dann genau das Gleiche passiert und hat sich dann aber super gefangen. Und an Tor 14 hatte ich eine blöde Berührung, die einfach hätte nicht sein müssen. Aber den letzten Abschnitt bin ich richtig gut gefahren.“ Der Sieg, so meinte sie, „vor dem mehr oder weniger heimischen Publikum ist natürlich unfassbar.“

Lilik und Trummer im Halbfinale ausgeschieden

Die beiden anderen deutschen Halbfinalisten Elena Lilik (KS Augsburg) und Timo Trummer (KV Zeitz) konnten sich nicht für den Endlauf der besten Zehn qualifizieren. Trummer schied als Halbfinal-26. bei acht Strafsekunden aus. Zunächst gut in den Lauf gekommen und mit einer sehr guten Geschwindigkeit unterwegs, touchierte der 26-Jährige Torstab Nummer zwölf und verlor etwas die Linie dabei. Es folgten zwei weitere Strafsekunden drei Tore weiter – und damit war dem Zeitzer klar, das wird wahrscheinlich nicht mehr reichen. „Die Torkombination 15, 16, 17 hat nicht geklappt wie geplant. Und danach war so ein bisschen der Flow raus. Ich war leider nicht mehr auf der Linie und kam auch nicht mehr zurück.“ Die C1-Weltmeisterin von 2021, Elena Lilik (KS Augsburg),  konnte ihren Titel nicht verteidigen, da sie als Halbfinal-16. den Endlauf verpasste. „Ein bisschen enttäuscht bin ich. Nach dem Weltmeistertitel letztes Jahr hätte ich gern noch im Finale performed. Aber es ist überhaupt nicht schlimm. Ich hatte meinen magischen Moment gestern und auch über die ganze Woche“, sagte sie. Die Strecke war im Canadierboot definitiv schwerer zu fahren als im Kajak Boot, „man musste mehr taktische Rückschlüsse ziehen. Es ist mir nicht ganz so gut gelungen, den Plan umzusetzen. Nach dem Tag gestern hatte einfach die Konzentration nachgelassen.“

Die dritte deutsche Canadierfahrerin, Nele Bayn (Leipziger KC), war bereits in den Qualifikationsläufen am Freitag gescheitert. Die 22-Jährige verpasste im Hoffnungslauf um zwei Plätze den Halbfinal-Einzug. Am letzten Tor, einem Aufwärtstor, dass noch einmal viel Kraft abverlangte, touchierte sie kaum merklich einen Torstab. Doch selbst ohne den Zweier hätte es nicht gereicht, das kostete sie nur einen Platz. Die besten zehn der Hoffnungsrunde sind weitergekommen. „Ich hatte an zwei Stellen ein paar Probleme. Dann gingen mir auch langsam die Kräfte aus“, sagte sie nach ihrem Rennen am Freitag.

Nach den Kanuslalom-Disziplinen zog Cheftrainer Klaus Pohlen eine erste Bilanz. „Ich bin komplett geplättet. Ich kann es gar nicht so ganz fassen und einordnen. Aber ich möchte diese Erfolge vor allem diesem fantastischen Publikum widmen. Wie die unsere Leute hier runtergeschrien, runtergetragen haben, das war sensationell. Und dann ein Riesendank an mein Trainerteam Felix Michel, Thomas Apel, Thorsten Funk, Paul Böckelmann. Das haben die Jungs super gut gemacht. Das Team lebt. Wir haben auch gute Trainingswissenschaftler und Physiotherapeuten. Und noch einmal einen ganz großen Dank an unseren Doc, der in den schweren Coronazeiten uns immer mit Rat und Tat zur Seite stand. Riesenkompliment auch die Organisation hier, das war nicht so einfach in den letzten 14 Tagen, was hier geleistet werden musste.“

Funk erneut Weltmeisterin – Lilik holt Bronze im Kajak Einer am 30.07.2022

Was für ein Sommermärchen. Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach) rast als letzte Finalisten bei den Weltmeisterschaften in Augsburg zu Gold auf dem ausverkauften Eiskanal am Samstag. Teamkollegin Elena Lilik (Kanu Schwaben Augsburg) holt WM-Bronze. Silber gewinnt Jessica Fox aus Australien. Die deutschen Kajak-Halbfinalisten Hannes Aigner (Augsburger KV) und Stefan Hengst (KR Hamm) verpassten den WM-Finallauf.

Mit dem Sieg vor heimischen Publikum holt Olympiasiegerin Funk nach 2021 im tschechischen Bratislava erneut den Weltmeistertitel. „Die Zuschauer waren unglaublich. Sie haben schon angefangen zu jubeln, da war ich noch gar nicht gestartet“, sagte die 30-Jährige. Dabei war es teilweise schwierig für die Deutschen, sich bei den vielen Fans mit gutem Zureden und Autogrammwünschen auf ihren Wettkampf zu konzentrieren. „Aber am Ende haben sie uns beflügelt. Sie haben uns mit runtergetragen“, sagte Funk. Klar war, dass sie ihre Halbfinalzeit toppen mussten, denn die Australierin Fox hatte diese bereits unterboten und führte bis zum Start von Funk, die als Halbfinal Schnellste zuletzt startete. „Ich hatte sowas am Start gehört. Aber ich dachte dann, das ist mir egal, ich konzentriere mich auf meinen Lauf.“ Zwischenzeitlich und auch noch beim Zieleinlauf war nicht sicher, ob vielleicht noch zwei Strafsekunden wegen einer Torstabberührung auf die Endzeit addiert werden. Angezeigt an der Tafel wurde das durch ein Sternchen. Aber davon ließ sich die Deutsche nicht beeindrucken, „das hatte ich gar nicht mitgekriegt“, sagte sie lachend und außerdem, so ergänzte sie, „war ich mir sicher, dass ich save war.“

Mit einem Jubelschrei nach der Ziellinie konnte es Elena Lilik kaum fassen. Hinter Fox eingereiht, wusste sie, es war auf jeden Fall eine Medaille, denn mit Teamkollegin Funk stand nur noch eine Paddlerin am Start. Doch eigentlich, do erzählte sie, „wollte ich das Finale einfach nur genießen. Hier bei dieser Stimmung, das ist so viel mehr wert. Aber jetzt mit der Medaille, die nehme ich natürlich gerne und ich freue mich, dass die deutsche Hymne auch irgendwie für mich gespielt wird. Die ersten Interviews konnte die 23-Jährige vor Freudentränen gar nicht führen, sie brachte kaum einen Ton heraus. Auf der Strecke schon es zunächst nicht optimal zu laufen, eine Torstabberührung kostete die Augsburgerin wichtige zwei Sekunden. Doch im unteren Abschnitt gab sie noch einmal richtig Gas, wobei die Zuschauer den Eiskanal regelrecht hinunter peitschten.

Aigner und Hengst verpassen WM-Finallauf

Der Halbfinallauf der Kajak-Herren lief aus deutscher Sicht nicht wie gewünscht. Olympia-Dritter von Tokio Hannes Aigner (Augsburger KV) verpasste als Halbfinal-14. ebenso das Finalfeld der besten Zehn wie Teamkollegen Stafan Hengst vom KR Hamm auf Rang 17. Aigner kam zwar ohne Torstabberührung durch den Stangenparcours, doch ab dem zweiten Drittel lief es nicht rund, verlor Zehntel um Zehntel. „Es war eine anspruchsvolle Strecke. Und da waren ein paar Ecken bei mir drin. Grundsätzlich war es kein schlechter Lauf, reichte aber nicht, um unter den besten Zehn dabei zu sein.“ Viel größere Probleme hatte Stefan Hengst. Er konnte nicht den optimalen Weg auf dem wilden Wasser halten, touchierte zudem zwei Torstäbe.

Damit fand das Kajak-Herren-Finale heute ohne deutsche Beteiligung statt. Gold, Silber und Bronze gingen an Vit Prindis (Tschechien), Giovanni de Gennaro (Italien) und Boris Neveu (Frankreich). Denn der Traum vom WM-Endlauf war für den Augsburger Kanu-Schwaben Noah Hegge bereits in den Qualifikationsläufen am Donnerstag geplatzt. Der 23-jährige Augsburger konnten auch den Hoffnungslauf nicht für den Halbfinaleinzug am heutigen Samstag nutzen. Zunächst schien alles sicher, als relativ spät zwei Strafsekunden wegen einer umstrittenen Torstabberührung auf seine Laufzeit addiert wurden und ihn damit aus den besten Zehn im zweiten Lauf auf Rang zwölf rutschen ließen.

Kajak-Bundestrainter Thomas Apel resümierte: „Hut ab vor der Leistung der Mädels. Man hat die Spannung und den Druck auf der Heimstrecke gemerkt. Wie sie das geleistet haben, das war a la bonheur.“

Zu dem Ausscheiden der Männer sagte er, „ich kann ihnen keinen richtigen Vorwurf machen. Das Geschäft in der internationalen Spitze ist sehr hart. Man hat gesehen, wie eng die ersten zehn Finalplätze weggegangen sind. Man muss das Risiko gehen.“ Die Strecke selbst, so sagte er, sei super ausgehängt, „aber man darf sich nichts erlauben. Man muss das Risiko gehen, man muss das Risiko unter Kontrolle halten.“ So könne es ganz schnell passieren, einen Torstab zu berühren. „Das ist natürlich schade für die beiden, denn sie haben gezeigt, dass sie mithalten können. Aber in dem Weltklassefeld war es heute leider zu wenig.“

Schornberg in der Qualifikation ausgeschieden

Jasmin Schornberg vom KR Hamm hatte den Einzug in das Finale nicht geschafft. „Wahrscheinlich bin ich einfach zu vorsichtig gefahren und dann haben mich die Kräfte verlassen.“ Wie kräftezehrend es für die 36-jährige Mutter war, zeigte, dass sie kurz vor Ziel kenterte, eine sogenannte Eskimorolle drehte, „das ist mir nur einmal in meinem Leben passiert. Ich war am Ende einfach nur noch kraftlos.“ Enttäuscht ist die Hammerin, auch wenn eine Teilnahme an der WM selbst für sie bereits überraschend war. „Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal beim Kanuslalom reingefallen bin. Mir haben einfach die Körner gefehlt. Die letzten drei Tore noch einmal zu treffen, war superhart für mich.“ 25 Tore mussten fehlerfrei auf der 280 langen Strecke gemeistert werden.

Zusammenfassung aller WM Tage – als Hinweis darf gestattet sein, dass folgende Sportlerinnen auch Mitglied bei den Kanu Schwaben sind, auch wenn sie für andere Vereine oder Länder starten.

Ricarda Funk, Jasmin Schornberg, Stefanie Horn

Ein großes Lob an die Stadt Augsburg, die vielen Mitarbeiter des AKV und der Kanu Schwaben sowie weitere Volunteers zu fairen Begeisterungsstürmen animiert wurden. Ein absolutes Highlight der letzten Jahre, unsere in Augsburg letztmalig ausgerichtete WM im Kanuslalom liegt schon 19 Jahre zurück

Text von Marianne Stenglein und Uta Büttner.

Weitere Bilder

Kommentare

Anmelden um Kommentare zu schreiben
 


X