Region: Augsburg Stadt

Keimbelastete Wasserleitungen bremsen Fahrbahnsanierung in Augsburg-Inningen aus

Die Fahrbahnsanierung in Inningen muss warten. Weil sich die Arbeiten an den Trinkwasserleitungen verzögerten, können die Asphaltarbeiten nicht mehr in den Sommerferien abgeschlossen werden und werden auf nächstes Jahr verschoben, um den Schulbusverkehr nicht zu stören. (Symbolbild)

Schulstart geht vor: Straßenbauarbeiten in Inningen werden verschoben.

Nachdem die Sanierung der Wasserleitungen an der Kreuzung Bobinger Straße/ Bergheimer Straße in Inningen massiv ins Stocken gerät, muss das Tiefbauamt der Stadt Augsburg die geplante Fahrbahnsanierung in diesem Bereich verschieben. Das teilte nun die Stadt in einer Presseerklärung mit.

Ursprünglich war demnach vorgesehen, die Asphaltarbeiten noch vor Schulstart fertigzustellen. Die vorangehende Sanierung der Wasserleitungen durch die Stadtwerke Augsburg verzögert sich allerdings um mindestens drei Wochen. Da die neuen Wasserleitungen trotz mehrmaliger Spülung nach wie vor nicht keimfrei sind, können die Stadtwerke sie nicht in Betrieb nehmen. Durch diese Verzögerung ist es dem Tiefbauamt leider nicht mehr möglich, die Fahrbahnsanierung bis zum Ende der Sommerferien abzuschließen.

„Die Dauer von Arbeiten an Trinkwasserleitungen lässt sich oft schwer vorhersagen“, erläutert Stadtwerke-Sprecher Jürgen Fergg. Das liege weniger an den tatsächlichen Bauarbeiten, als vielmehr an den notwendigen Proben der Wasserqualität in der Leitung. „Denn bevor eine neue Leitung nicht zu Einhundertprozent unseren hohen Anforderungen entspricht, schließen wir diese nicht an unser Leitungsnetz an.“

Jede neu gebaute Trinkwasserleitung muss laut einer Pressemitteilung der Stadtwerke vor der Inbetriebnahme eine einwandfreie Hygiene aufweisen. Zur Beurteilung der Hygiene in der neu gebauten Leitung werde diese nach der Spülung und Desinfektion mit frischem Trinkwasser gefüllt. Da das Bakterienwachstum zeitabhängig sei, werde erst nach 24 Stunden, in denen das Wasser in der Leitung gestanden ist, eine Wasserprobe entnommen. Diese Probe werde auf eine Reihe von Bakterien untersucht. Dabei werde der Untersuchungsumfang so groß gewählt, dass eine zusätzliche Sicherheit gewährleistet sei. "Nur bei einem einwandfreien Ergebnis, das nach frühestens zwei Tagen vorliegt, darf die Inbetriebnahme erfolgen", so die Stadtwerke.

Bauarbeiten zu Gunsten des Schulbusverkehrs ausgesetzt

Die Ergebnisse einer siebten Wasserprobe am Montag, 31. August, abzuwarten und dann im Falle eines keimfreien Ergebnisses die Arbeiten fortzusetzen, würde zum Schulbeginn im September zu erheblichen Behinderungen für Verkehrsteilnehmende führen, insbesondere für den Schulbusverkehr. Daher hat die Bauverwaltung entschieden, die Maßnahme auf das kommende Jahr zu verschieben. Die Asphaltarbeiten werden dann voraussichtlich in den Oster- oder Pfingstferien stattfinden. (pm)

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