Region: Augsburger Land

Kripo nimmt Drogendealer im Landkreis Augsburg fest

Eine große Menge an Drogen hat die Augsburger Polizei kürzlich sichergestellt.

Mehrere Kilogramm unterschiedlicher Drogen hat die Augsburger Polizei sichergestellt.

Drogenfahnder der Kriminalpolizei haben einen 25-Jährigen ermittelt, der eine größere Menge Amphetamin im sogenannten Darknet bestellt haben soll. Wie die Polizei in Absprache mit der Staatsanwaltschaft mitteilt, sollte die Ware dem Augsburger per Post zugestellt werden. Mit richterlichem Beschluss beschlagnahmten die Kripobeamten dann ein verdächtiges Paket, das nach Vorliegen einer richterlichen Beschlagnahmeanordnung geöffnet wurde. Zum Vorschein kam schließlich ein Kilogramm Amphetamin.

Als der 25-Jährige das Päckchen am 2. November in seiner Mittagspause abholen wollte, nahmen die Polizisten ihn fest. Am Folgetag wurde er dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Augsburg vorgeführt, der Haftbefehl unter anderem wegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge erließ und in Vollzug setzte. "Der 25-Jährige sitzt seitdem in Untersuchungshaft", teilt die Polizei mit.

Das sichergestellte Amphetamin habe einen Schwarzmarktwert von bis zu 10.000 Euro. Die noch andauernden Ermittlungen gegen ihn werden von der Kripo Augsburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft geführt.

Mehr als sieben Kilo Cannabis und 800 Gramm Kokain entdeckt

Einen beträchtlichen Drogenfund machten Beamten der Fahndungskontrollgruppe der Augsburger Verkehrspolizei bereits am 22. Oktober, als die Polizisten einen BMW-Fahrer in Göggingen kontrollierten.

Zunächst bemerkten sie, dass der 34-Jährige derzeit keinen gültigen Führerschein besitzt. Dieser wurde ihm laut Polizei wegen "mangelnder Eignung und Neigung zur Rauschgiftsucht" bereits entzogen. Darüber hinaus brachte der Mann an seinem Fahrzeug Kennzeichen an, die eigentlich für einen Fiat zugeteilt worden sind.

Als die Polizei im Anschluss die Wohnung des 34-Jährigen im Landkreis Augsburg durchsuchte, stellten die Beamten mehr als 7,1 Kilogramm Cannabis, über 800 Gramm Kokain und knapp 1,1 Kilogramm Amphetamin sowie eine größere Menge Bargeld sicher.

"Der 34-Jährige wurde daraufhin festgenommen und dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Augsburg vorgeführt", so die Polizei in ihrem Bericht. Der Richter erließ am 23. Oktober Haftbefehl wegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge und setzte ihn in Vollzug. Seither sitzt auch der 34-Jährige in Untersuchungshaft.

Drogenfahnder machten sich zudem auf den Weg zur Wohnung des 36-jährigen Freundes des 34-Jährigen. Nahezu zeitgleich mit dem Mann trafen die Beamten vor Ort ein. Ein Alkoholtest ergab über 0,7 Promille. Außerdem verlief ein Urintest positiv auf Opiate, THC und Amphetamin. Polizisten der Inspektion Zusmarshausen stellten dann auch noch fest, dass der in Polen ausgestellte Führerschein gefälscht ist.

Doch damit nicht genug: Der 36-Jährige wurde per Haftbefehl gesucht. Da der Mann nicht genug Geld besitzt, wurde er in die Justizvollzugsanstalt nach Gablingen eingeliefert, wo er stattdessen über 100 Tage absitzen muss. Die weiteren Ermittlungen dauern noch an. (pm)

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