Region: Augsburger Land

Corona-Mutationen: Aktuell sieben Fälle mutierter Virusformen im Landkreis Augsburg

Bislang sind im Landkreis Augsburg sieben Corona-Fälle registriert worden, bei denen sich die Betroffenen nachweislich mit einer Mutante des SARS-CoV-2-Virus infiziert haben.

Im Landkreis Augsburg sind inzwischen insgesamt sieben Fälle von Corona-Mutationen bekannt.

Während die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Landkreis kontinuierlich zurückgeht, geben die Mutations-Fälle nun Anlass zur Sorge. Man "nehmen die Fälle ernst“, sagt Landrat Martin Sailer. Grundsätzlich müsse die Ausbreitung mutierter Coronaviren aber in erster Linie mit den gleichen Methoden eingedämmt werden, die bisher angewandt wurden und noch immer angewendet werden: „Das Aufkommen von Virusmutanten, die ersten Forschungserkenntnissen zufolge teils ansteckender als das originäre Coronavirus sein könnten, sollte uns alle dringend motivieren, die Pandemie trotz insgesamt sinkender Fallzahlen im momentanen Stadium auf keinen Fall zu unterschätzen“, so der Landrat. Sailer fordert alle auf, sich konsequent an die Kontaktbeschränkungen, die Maskenpflicht und die Abstandsregeln zu halten.

Um welche Virusvariante es sich handelt, ist noch unklar

Bislang wurden im Landkreis Augsburg sieben Corona-Fälle behördlich registriert, bei denen sich die Betroffenen nachweislich mit einer Mutante des SARS-CoV-2-Virus infiziert haben. Bei diesen Befunden handelt es sich laut Landratsamt um Zufallsentdeckungen oder deren Kontaktpersonen, da die Labore die positiven Testergebnisse stichprobenartig auf Virusmutationen hin überprüfen. Um welche konkreten Varianten des Virus es sich in den besagten Fällen im Augsburger Land handelt, sei noch unklar.

Für die genaue Identifikation des Erregers sei die Sequenzierung der Erbinformation in den jeweiligen Proben erforderlich, die bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen könne, so das Landratsamt.

Anders als bei Infektionen mit der bisher bekannten Form des Virus, müssen Personen, bei denen eine Infektion mit einer Mutation nachgewiesen wurde, zum Abschluss der Isolation einen Negativbefund ablegen, betont die Behörde. „Zur Vermeidung einer denkbaren Ausbreitung der Mutation wird dieser abschließende Test weder in einer Arztpraxis noch in einem Testzentrum vorgenommen, sondern vom mobilen Abstreichteam des Gesundheitsamts bei den Betroffenen zuhause“, erklärt dazu Landrat Sailer. Ein weiterer Unterschied betreffe die engen Kontaktpersonen eines nachgewiesenen Infektionsfalls mit einer mutierten Corona-Variante: Auch bei durchgehender Symptomfreiheit sei es in diesen Fällen nicht möglich, die Quarantäne nach zehn Tagen durch einen Negativbefund zu verkürzen. (pm)

Kommentare

Anmelden um Kommentare zu schreiben

 


X