Region: Augsburger Land

Den Bildungslandkreis stärken: CSU setzt sich für Förderschulen ein

LeserReporter Ludwig Lenzgeiger aus Adelsried

Machen sich für Förderschulen stark: Staatsministerin Carolina Trautner und der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Kreis-CSU Stephan Dölle

Mit einem Antrag setzt sich die CSU-Fraktion im Kreistag für die Förderschulen im Landkreis ein und fordert die Aufstellung einer Strategie für die Weiterentwicklung dieser Schulform. Ministerin Trautner betont das klare Bekenntnis zum erfolgreichen mehrgliedrigen Schulsystem in Bayern.

Auf das Profil des Augsburger Landes als Bildungslandkreis könne man zurecht stolz sein und man habe in der Vergangenheit eindrücklich gezeigt, dass man es mit diesem Titel ernst meine, betont der stellvertretende CSU-Fraktionsvorsitzende Stephan Dölle mit Blick auf den Antrag, den die CSU-Kreistagsfraktion ausgearbeitet hat. „Wir haben über 150 Millionen Euro in die Bildungsinfrastruktur in Form unserer Gymnasien in Diedorf, Gersthofen und Neusäß investiert beziehungsweise investieren weiterhin. Auch andere Schulformen dürfen wir aber nicht vergessen“, betont der Schwabmünchner.

„Das Erfolgsgeheimnis des Bildungssystems in Bayern ist die Mehrgliedrigkeit. Wir erkennen jede Schülerin und jeden Schüler als Individuum an und bieten deshalb möglichst differenzierte Wege zu verschiedenen Abschlüssen, die die persönlichen Talente und individuellen Bedarfe berücksichtigen“, erläutert Sozialministerin Carolina Trautner, die zuvor bereits das Amt der Kultusstaatssekretärin innehatte und mit der Materie bestens vertraut ist. Die Förderzentren des Landkreises stellten innerhalb des Bildungssystems einen zentralen Bestandteil dar, der sich nicht nur steigenden Zuspruchs der Eltern erfreue, was die Schülerzahlen belegten. Die Arbeit der Förderzentren werde auch weithin immer höher wertgeschätzt, da hier spezifisch auf Probleme der Kinder eingegangen werde, ein niedriger Betreuungsschlüssel intensive Zusammenarbeit ermögliche und den Kindern damit bestmögliche Förderung garantiert werde, so die Landtagsabgeordnete weiter. Trautner führt weiter aus, dass die Förderschulen echte Kompetenzzentren für Sonderpädagogik seien.

Die CSU-Kreistagsfraktion fordert deshalb in ihrem Antrag, dass ein Entwicklungskonzept für die drei Förderschulen in der Zuständigkeit des Landkreises (Helen-Keller-Schule Dinkelscherben, Franziskusschule Gersthofen, Christophorus-Schule Königsbrunn) im Rahmen der mittelfristigen Bildungsplanung des Landkreises entsteht. Dieses hat zum Ziel, die räumliche Situation ergebnisoffen in den Blick zu nehmen sowie hierauf sowie auf pädagogischen Bedarfen basierend Handlungsoptionen zu entwickeln. Am Ende soll ein Ertüchtigungsprogramm für die Förderschulen ausgearbeitet werden. „Wir haben für unsere Gymnasien zurecht viel Geld in die Hand genommen. Jetzt gilt es auch an die anderen Schularten zu denken und die Förderschulen nehmen in unserer Region eine wichtige Rolle in der Schullandschaft ein “, erläutert Fraktionsvorsitzender Lorenz Müller.

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