Region: Augsburg Stadt

10 Jahre Herzkissen für Brustkrebspatientinnen.

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Freier Mitarbeiter Hans Blöchl aus Augsburg-Lechhausen
Fleißige Näherinnen! Hinten links Annerose Niederhammer, 2.v.l. Claudia Wickenburg, rechts Brigitte Kurz. Foto Blöchl

Es gibt Dinge und Schicksale, die im öffentlichen Bewusstsein stark wahrgenommen werden. Sie erhalten dann viel Aufmerksamkeit und Unterstützung. Und es gibt andere, die eher verbogen bleiben und wenig Beachtung erhalten. Sie sind beinahe alltäglich und brauchen trotzdem Hilfe und Unterstützung, weil auch dahinter Schicksale und Lebenskrisen stehen.

Kleine Hilfen die viel bewirken.

Brustoperationen bei Frauen sidn für die Betroffenen oft tiefe Einschnitte im Leben, bringen Krisen und Ängste mit sich. Sie zu meistern und zu bestehen ist nicht einfach. Jede kleine Hilfe kann dabei Unterstützung sein, die schwierige Lebenssituation zu bewältigen. Hier setzt das Projekt des Mehrgenerationentreffs Firnhaberau – Hammerschmiede an. Ganz praktisch und an den Bedürfnissen der betroffenen Frauen orientiert. Es werden spezielle Kissen gefertigt, die „Herzkissen“ eben, die helfen nach der OP gut und schmerzfrei liegen zu können. Die Kissen wurden und werden an das Klinikum Josefinum geliefert. Unter der Ägide der damaligen MGT – Leiterin Annerose Niederhammer wurde vor 10 Jahren im Rahmen des Kreativworkshops mit der Fertigung begonnen. Am 15. Dezember 2009 wurde das erste Herzkissen an den damaligen Chefarzt Dr. Helmut Streng übergeben. Ihre Nachfolgerin Gitti Kurz hat das Projekt weitergeführt. Zusammen mit Ärztinnen des Josefines und vielen fleißigen Näherinnen wurde nun im MGT das kleine Jubiläum gefeiert. In einer Ecke hängen Briefe und Karten von Patientinnen, die die tiefe Dankbarkeit ausdrücken, die die Frauen für diese kleine Aufmerksamkeit empfunden haben. Bei Kaffee und Kuchen wird gefeiert. Es werden aber auch schon Pläne gemacht wie es weitergehen soll. „Fleißige Hände, die helfen werden immer gebraucht!“ bittet Kurz um Unterstützung aus der Nachbarschaft.

Jährlich würden zwischen 160 und 200 Kissen hergestellt, eine Aufgabe die gar nicht so leicht zu bewältigen war. Viele Frauen hatten den Stoff für die Kissen auch nach Hause mitgenommen und dort weitergearbeitet. Nur im Rahmen des Kreativworkshops wäre es gar nicht bewältigen gewesen. Deshalb war bei der Feier auch Claudia Wickenburg zu Gast. Sie hatte bereits früher in Bobingen ein ähnliches Projekt gestartet. Als im MGT einmal ein Engpass bei Hüllen für die Kissen bestand haben die Bobinger ausgefallen, eine Zusammenarbeit, die sich bis heute erhalten hat.

Nun hoffen alle Beteiligten, dass es auch in Zukunft gelingt, kleine Hilfen für schwere Schicksale zu leisten. Die große öffentliche Aufmerksamkeit ist Ihnen dabei gar nicht ´wichtig, Der Dank der Frauen ist ihnen Dank genug. Wer sich für das Projekt interessiert kann sich gerne im MGT Firnhaberau – Hammerschmiede Schillstraße 208 im AWO – Sozialzentrum melden. Tel. 0821 - 45535921 oder 0157 76201007.

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