Region: Augsburg Stadt

Lechhauser Wahrzeichen feierte Jubiläum.

Profilbild vonFreier Mitarbeiter Hans Blöchl aus Augsburg-Lechhausen
Eine lange Geschichte in Lechhausen. Foto Blöchl

Wenn es ein Wahrzeichen für den Lechhausen gibt – dann ist es sicher die Pfarrkirche von St. Pankratius. Mitten im Stadtzentrum zeigt ihr markanter Zwiebelturm das Zentrum an, um das sich früher da Leben drehte. Damals, als Lechhausen ein kleines, später ein ziemlich großes Dorf war genauso, wie zu den Zeiten wo es zur Stadt wurde und dann nach Augsburg eingemeindet wurde. Im Jahre 1143 wurde die Kirche erstmals urkundlich erwähnt, damals gab es weniger als 20 Häuser am Ort.

Mindestens 875 Jahre gibt es eine Kirche an dem Ort.

Mit einer großen Ausstellung im Pfarrgemeindesaal und vor allem einem großen Körnerteppich zum Erntedankfest hatte die Pfarrei der Geschichte gedacht. Natürlich hatte die Kirche nicht immer so ausgesehen wie heute, sie hat Größe und Aussehen verändert. Mehrmals – so im 30 – jährigen Krieg, beim Lechhochwasser 1910 und im 2. Weltkrieg – wurde sie zerstört und immer wieder aufgebaut. Sie wurde im 19. Jahrhundert aber auch abgerissen und neu gebaut, weil die Zahl der Gläubigen im Zuge der Industrialisierung sehr stark anstieg und die Kirche zu klein geworden war. Das führte im letzten Jahrhundert auch zur Gründung der Pfarrei Unsere Liebe Frau, die das 90 – jährige Gründungsjubiläum feierte. Heute ist man in einer Pfarreiengemeinschaft (fast) wieder vereint. Auch der Friedhof wurde von der Kirche nach außen an den Rand des Stadtteils verlegt und so der Alte Ostfriedhof begründet.
Der große Körnerteppich zum Erntedank, der im Herbst vergangenen Jahres in der Kirche zu sehen war zeigte fünf Epochen der Entwicklung der Kirche. Vom kleinen Dorfkirchlein bis hin zum heutigen Aussehen, das maßgeblich aus dem letzten Jahrhundert stammt. Unzählige Naturmaterialien wie Steinchen, Körner, Samen und andere Materialien fügten sich zu einem wunderbaren Mosaik.
Heute liegt sie zwischen der viel befahrenen Blücherstraße und der Brunnenstraße, ein ruhender Pol im pulsierenden Leben des Stadtteils. Und obwohl die Zahl der Kirchenmitglieder angenommen hat ist sie auch heute noch ein Zentrum nicht nur der katholischen Kirche sondern auch des Stadtteillebens. So wie am morgigen Sonntag, wenn sich zum rationellen Beujahrsempfang die mehr oder minder wichtigen Menschen aus dem Stadtteil treffen, um geneinsam den Jahresbeginn zu feiern.

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