Region: Augsburg Stadt

Verkehrspolitik weiterdenken - Schiene, Rad und Reifen

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Landtagsabgeordneter Andreas Jäckel, Veronika Hintersberger, Staatsminister Christian Bernreiter und Stadtrat Bernd Zitzelsberger beim Verkehrsgespräch in der historischen Wagenhalle der Augsburger Straßenbahn

Auf Einladung des Augsburger Landtagsabgeordneten Andreas Jäckel war der Bayerische Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Christian Bernreiter, zum Fachgespräch „Verkehrspolitik weiterdenken - Schiene,  Rad und Reifen“ in die historische Wagenhalle der Freunde der Augsburger Straßenbahn nach Augsburg gekommen.

Der Augsburger Bundestagsabgeordnete Dr. Volker Ullrich, sein Landtagskollege und Stadtrat Andreas Jäckel und die JU-Kreisvorsitzende Veronika Hintersberger konnten dabei die Stadtrat Bernd Zitzelsberger, Mitglied im Aufsichtsrat der Stadtwerke Augsburg VerkehrsGmbH, seinen Statratskollegen Josef Hummel und die Vertreter verschiedener Interessengruppen begrüßen. Diese machten ihre jeweiligen Positionen in diesem breiten Themenfeld deutlich. Hausherr Herbert Wassner von den Freunden der Augsburger Straßenbahn freute sich über die zahlreichen hochrangigen Vertreter der Verkehrspolitik und viele Gäste.

Hintersberger: Miteinander der verschiedenen Verkehrsarten

Veronika Hintersberger erwähnte in ihrem Grußwort, dass es darauf ankomme, die verschiedenen Verkehrsarten zu integrieren und dabei auf die verschiedenen Bedürfnisse der Menschen einzugehen. Dazu seien der Austausch der verschiedenen Positionen, wie er bei dieser Veranstaltung erfolge, wichtig.

Ullrich fordert Elektrifizierung der Strecke Augsburg-Buchloe

Die Schließung der "Diesellücken" in der Region forderte Bundestagsabgeordneter Dr. Volker Ullrich in seinem Grußwort. Es sei wichtig, dass der Lückenschluss zwischen Augsburg und Buchloe erfolge, damit man von Augsburg auch nach Süden und bis in die Schweiz attraktive Zugverbindungen habe. Zudem sei das Offenhalten des Posttunnels am Augsburger Hauptbahnhof wichtig und eine ausreichende Überdachung der Bahnsteige. Ullrich betonte auch die Bedeutung der Neubaustrecke Augsburg-Ulm: "Das muss so kommen, weil wir als Augsburger nicht abgehängt werden wollen." Es könne nicht sein, dass man mit 250 - 300 km/h auf der Magistrale nach Paris reisen könne, aber es zwischen Augsburg und Ulm eine Langsamfahrstrecke gebe. "Da müssen wir klar machen, dass das auch für Bayern ein ganz wichtiges Infrastrukturprojekt ist", so Ullrich.

Seniorenbeirat und Behindertenbeirat fordern Barrierefreiheit und faire Preise im ÖPNV

Die beiden Vertreterinnen des Seniorenbeirats, Katharina Wieser, und des Behindertenbeirats, Claudia Nickl, machten deutlich, dass für sie vor allem Anstrengungen im Bereich Barrierefreiheit und auch eine faire Preisgestaltung wichtig seien. Katharina Wieser vom Seniorenbeirat der Stadt Augsburg machte sich dabei vor allem für ein Seniorenticket stark.

VCD möchte Priorisierung von Bahn und Rad - ADAC betont den richtigen Mix aller Verkehrsträger

Der Vertreter des VCD, Christian Ohlenroth, hob die Priorisierung von Bahn und Rad hervor, beim ADAC stehe der richtige Mix aller Verkehrsträger inklusive dem Auto im Vordergrund, wie Florian Hördegen vom ADAC Südbayern betonte. Der Vertreter von Pro Bahn stellte fest, dass Mobilität an der Haustüre beginne und deswegen die Verknüpfung der verschiedenen Verkehrsmittel mit intelligenten Konzepten entscheidend sei. Zu Wort kamen außerdem noch Arnulf Schuchmann von der Bayerischen Regiobahn und Fabian Amini von Go Ahead.

Bernreiter: Hohe Investitionen in Radwege - Kritik am 49-Euro-Ticket

Staatsminister Bernreiter skizzierte die verschiedenen Anstrengungen und Maßnahmen, die seitens des Freistaats unternommen werden. Auch das aktuelle Thema Betreiberwechsel auf verschiedenen Strecken in Schwaben im Dezember und die Umsetzungprobleme waren Gegenstand des Austausches. Er verwies auch auf die unzähligen Kilometer an Fahrradwegen, die im Freistaat entstanden sind und in den nächsten Jahren noch entstehen werden. Gleichzeitig kritisierte er das Agieren der Ampel beim 49-Euro-Ticket. Bernreiter erläuterte, dass man beim 49-Euro-Ticket mit der von der Bundesregierung vorgesehenen Finanzierung nicht hinkomme: "Jetzt wundert man sich, dass das Geld nicht reicht."

Die CSU Augsburg-Ost hatte die Veranstaltung, wo alle Gruppierungen ihr Podium bekamen, um ihre jeweilige Position darzustellen, zusammen mit der Jungen Union Augsburg-Ost organisiert. Als Fazit der Veranstaltung kann festgehalten werden, dass das Thema Mobilität uns alle betrifft und die Positionen dabei gar nicht so weit auseinander liegen. Hauptpunkte beim öffentlichen Nahverkehr sind immer der Tarif, der Fahrplan, die Vernetzung mit den Umsteigezeiten und die Infrastruktur.

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