Region: Augsburg Stadt

Drei schwere Badeunfälle: Schwimmer reanimiert - Kanute verstorben

Am Eiskanal geriet ein Kanute in Not. Er musste reanimiert werden.

Augsburg/Aindling: Drei schwere Badeunfälle binnen zwei Stunden beschäftigten die Wasserwacht in Augsburg und Aichach-Friedberg am Pfingstsonntag.  

Kanute aus Bolsterlang stirbt

Gegen 14.45 Uhr verunglückte ein 57-jähriger Kanufahrer im Eiskanal. Die Hintergründe sind noch unbekannt. Vermutlich hatte der Mann, der aus Bolsterlang im Allgäu stammt, ein medizinisches Problem und geriet dadurch in Not. Das klärt nun die Kripo. Passanten wurden auf die Situation aufmerksam und brachten den Mann ans Ufer, setzten einen Notruf ab und begannen sofort mit der Reanimation. Dann trafen Mitglieder der Wasserwacht am Kuhsee und der Rettungsdienst ein. Zudem befanden sich zu dieser Zeit einige Mitglieder der Wasserwacht Augsburg unterhalb des Hochablasses für eine Ausbildung. Auch sie eilten sofort zur Unglücksstelle. Wasserwachtler und Rettungsdienstler lösten die Passanten ab und übernahmen die weitere Reanimation. Wie die Polizei soeben mitteilt, verstarb der Mann. Seine Lebensgefährtin, eine Augsburgerin, war vor Ort und wurde betreut. 

Schwimmerin bei Todtenweis in Not

Um 15.15 Uhr alarmierten die ehrenamtlichen Wasserwachtler am Aindlinger Badesee in Todtenweis weitere Rettungskräfte nach, nachdem eine 56-jährige Schwimmerin untergegangen war. Die Frau durchquerte den See, doch auf dem Rückweg verließen sie die Kräfte und sie ging unter. Passanten und Wasserwacht gelang es, sie auf die Schwimminsel zu ziehen. Dort musste sie ebenfalls reanimiert werden. Um die Schwimmerin nun von der Insel an das Ufer transportieren zu können und sie dort dem Rettungsdienst zu übergeben, wurden die mobilen Wasserwachteinheiten aus Aindling, Derching und Aichach alarmiert. Mit einem Rettungsboot konnte die Frau dann ans Ufer gebracht werden.

Rettung am Autobahnsee

Nur wenig später, gegen 16.30 Uhr, wurde die Wasserwacht am Autobahnsee vom Tauchclub alarmiert. Ein 30 Jahre alter Mann, wie sich später herausstellte, ein Iraker aus Augsburg,  war aus bislang unbekannten Gründen untergegangen. Eine 16-Jährige beobachtete das und rief die Polizei. Der Ertrinkende wurde ans rettende Ufer gebracht. Als die Wasserwacht an den Unglücksort kam, war er bedingt ansprechbar. Eine Notärztin der Wasserwacht Autobahnsee übernahm die Erstversorgung, bis der Rettungsdienst kam.
Die Wasserwacht erinnert an wichtige Baderegeln: Man solte nie alleine schwimmen, vor allem keine weiteren Strecken. Man muss sich vor dem Schwimmen immer abkühlen und darf nicht unter Alkohol-, Medikamenten- oder Drogeneinfluss ins Wasser. 

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