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Strafvollstreckungskammer des Landgerichts Augsburg erlässt Reststrafe für Uli Hoeneß

Uli Hoeneß auf der VIP-Tribüne, mit (links) Jörg Wacker (Vorstandsmitglied FCB) und (rechts) Martin Winterkorn (Ex-VW-Vorstandsvoritzender und FCB-Aufsichtsrats-Mitglied), beim Spiel des FC Augsburg gegen den FC Bayern München 2016.

Es sei ein Routinevorgang bei Gericht, erklärt Claus Pätzel. Dennoch teilt der Sprecher des Landgerichts am Freitag mit, dass die "erste auswärtige Strafvollstreckungskammer des Landgerichts Augsburg" mit Sitz in Landsberg am Lech nun die zur Bewährung ausgesetzte Reststrafe von Uli Hoeneß erlassen habe. Die Entscheidung sei rechtskräftig.

Zur Begründung führt das Gericht aus, dass der Verurteilte die Ende Januar 2019 abgelaufene, dreijährige Bewährungszeit ohne Beanstandungen durchgestanden hat.

Eine solche Entscheidung ist die normale Folge einer abgelaufenen Bewährungszeit, wenn weder gegen gerichtliche Auflagen verstoßen noch neue Straftaten begangen wurden. § 56g Absatz 1 Satz 1 StGB lautet: „Widerruft das Gericht die Strafaussetzung nicht, so erlässt es die Strafe nach Ablauf der Bewährungszeit.“

Nach seiner Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung verurteilte das Landgericht München II Hoeneß 2014 zu dreieinhalb Jahren Haft. Wegen guter Führung wurde er 2016 vorzeitig entlassen.(pm/jaf)

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