Region: Augsburg Stadt

FIP bei Katzen

* Tonia Olson ist Tierärztin im Augsburger Tierheim an der Holzbachstraße

Wissen, Fakten, Tipps / Nachgefragt beim Tierarzt*

Das Feline Corona-Virus ist unter Katzen weit verbreitet. Infizierte Tiere scheiden es mit dem Kot aus, es überträgt sich dann über die verunreinigte Umgebung (etwa Katzentoilette). Das Virus selbst ist eher harmlos, kann aber in seltenen Fällen (Stress!) mutieren und dann zu einer tödlichen Infektionskrankheit führen, der FIP = Feline infektiöse Peritonitis.

Betroffen sind meist junge Katzen. Oft treten Fieber, Apathie und Fressunlust auf, teils auch Flüssigkeitsansammlungen im Bauch- oder Brustraum. Die Diagnose einer FIP-Erkrankung ist sehr schwierig, da es keinen einzelnen Test darauf gibt. Der Virus-Nachweis zum Beispiel stellt lediglich fest, dass eine Katze das Virus ausscheidet. Sie muss aber im Laufe ihres Lebens nicht unbedingt an FIP erkranken. Eine FIP-Infektion liegt ziemlich sicher vor, wenn ein junges Tier typische Symptome zeigt und diagnostische Tests etwa zu Blutwerten oder die Untersuchung des Ergusses darauf hinweisen.

FIP galt lange als unheilbar und führte fast immer zum Tod des erkrankten Tieres. Seit Kurzem gibt es jedoch ein neues antivirales Medikament dagegen. Bis es in der EU zugelassen ist kann man den Infektionsdruck senken, indem man Katzen in Kleingruppen hält, Stress reduziert, mehrere Katzentoiletten aufstellt und diese häufig reinigt.

Tierschutzverein Augsburg und Umgebung e.V., Holzbachstr. 4c, 86152 Augsburg, Tel. 08 21 / 45 52 90-0, www.tierschutzverein-augsburg.de

Spendenkonto bei der SSK Augsburg: IBAN DE 73 7205 0000 0000 6011 46, BIC AUGSDE77XXX

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