Region: Augsburg Stadt

Heiß geliebt und oft vernachlässigt

Istredd kam im Frühling im Tierheim Augsburg zur Welt. Sie hat überlebt, weil ein Gartenpächter sich ein Herz fasste und ihre Mutter, die verwildert und verwahrlost in einer Kleingartenanlage lebte zum Tierschutzverein Augsburg brachte. Dort konnte sie geborgen ihren Nachwuchs zur Welt bringen und aufziehen. Sie wird geimpft, kastriert und gekennzeichnet wieder in die Freiheit entlassen, zum Beispiel auf einen Bauernhof mit Futterstelle.

Die Katze ist mir etwa 15 Millionen Einzeltieren in deutschen Haushalten das beliebteste aller Haustiere. Kein Wunder: Katzen sind sehr reinlich, angenehme Hausgenossen, liebenswürdige Sozialpartner und einfach elegante Erscheinungen – wenn sie gut behandelt werden. Dem Liebling Katze wurde deshalb sogar ein eigener Welttag gewidmet, dem Weltkatzentag, der jedes Jahr am 8. August stattfindet.

Leider gibt es aber auch sehr viel leicht vermeidbares Katzenleid, auch in Deutschland und Bayern. Wir nehmen diesen Jahrestag zum Anlass auf die rund zwei Millionen Katzen hinzuweisen, die als verwilderte Streuner auf der Straße leben müssen und Hunger, Hitze, Kälte und Krankheiten hilflos ausgesetzt sind. Die meisten dieser Streunerkatzen sind entlaufen oder werden einfach zurückgelassen. Sie sind meist nicht geimpft, weder kastriert noch gekennzeichnet, geschweige denn bei einem Haustierregister gemeldet! Leider gibt es noch immer viel zu viele Katzenhalter:innen, die ihre Tiere nicht kastrieren lassen und dadurch erheblich zum Elend der Streunerkatzen beitragen. Durch unkontrollierte Vermehrung wächst das Katzenleid exponentiell. Das muss wirklich nicht sein. Mit der Kampagne: "Die Straße ist grausam. Kastration harmlos" weist der Deutsche Tierschutzbund e.V. auf das unbeschreibliche Leid der Straßenkatzen hin. Der Tierschutzverein Augsburg und Umgebung e. V. kümmert sich jährlich um mehrere Hundert in der Stadt und im Umkreis hilflos aufgefundene Katzen. Meist sind sie verwahrlost oder krank und oft auch verletzt. Niemand vermisst sie.

Dank aufmerksamer Tierfreund:innen wird ihr Leid aber bemerkt und für fast alle Stubentiger gibt es nach einem Tierheimaufenthalt ein Happy End. Bezahlt werden Arztkosten, Futter, Pflege und Vermittlung ganz überwiegend durch Spenden. Der Tierschutzverein Augsburg bedankt sich sehr herzlich und bittet darum hier nicht nachzulassen.

Der dringende Appell aller Tierschützer:innen richtet sich jedoch an Katzenhalter.

Übernehmen Sie Verantwortung für Ihr Tier und

Lassen Sie ihre Katze impfen und kennzeichnen!
Melden Sie Ihre Katze bei einem kostenlosen Register an, z. B. Findefix!
Lassen Sie vor allem Ihre Kätzin kastrieren!

Mit sehr geringem Aufwand lässt sich großes Leid leicht verhindern.

Sabina Gaßner, Geschäftsführerin des Augsburger Tierschutzvereins bittet: „Schauen Sie nicht weg, wenn ein Tier leidet. Bringen Sie es zum Tierarzt oder zum nächsten Tierheim und unterstützen Sie bitte weiterhin regionale Tierschutzorganisationen wie den Tierschutzverein Augsburg und Umgebung e. V.“

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