Region: Augsburg Stadt

Sitzenbleiben ist ein Vorteil

Kein Mensch kann sich so gut um junge Blaumeisen kümmern, wie die Elterntiere

Tierschutz / Jungvögel nur in Ausnahmefällen aufnehmen

Augsburg. Ein junges Vögelchen, ganz allein? Viele Menschen vermuten, das tschilpende Jungtier im Gras sei aus dem Nest gefallen oder der aufgeplusterte kleine Piepmatz im Busch sei krank. Sie meinen es gut, wenn sie das Tier aufnehmen und ins Tierheim bringen. Doch das erweist sich oft als unnötig.

„Nur wenige Jungvögel brauchen menschliche Hilfe“, weiß Tierpflegerin Andrea Strauß, wobei sie verletzte Tiere ausdrücklich ausnimmt. Doch jetzt im Frühjahr erhält sie oft junge Amseln, Meisen oder Finken zur Pflege, „allesamt Nesthocker“. Wenn diese Nestlinge flügge werden, landen sie zunächst oft auf dem Boden. Oder auf dem nächsten Ast, wo sie als sogenannte Ästlinge ruhig verharren. Hier wie dort stehen sie mit ihren Eltern über Lock- und Bettelrufen in Kontakt und werden auch gefüttert.

„Einen solchen Jungvogel“, rät Strauß, „sollte man am besten in Ruhe lassen“ und nur bei akuter Gefahr behutsam an einen geschützten Ort in unmittelbarer Nähe umsetzen. Der menschliche Geruch stört die Altvögel nicht. Im Zweifel empfiehlt Strauß, das junge Tier über ein, zwei Stunden aus größerer Entfernung zu beobachten.

Tierheim Augsburg, Holzbachstr. 4c, 86152 Augsburg, Tel. 08 21/45 52 90-13, www.tierschutzverein-augsburg.de

Spendenkonto bei der SSK Augsburg: IBAN DE73 7205 0000 0000 6011 46, BIC AUGSDE77XX

 

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