Region: Augsburg Stadt

6. Sinfoniekonzert »Stilsynthesen«

Als StaZ-Reporter berichten Vereine, Organisationen und Privatpersonen. Jeder kann mitmachen.

 

+++ Corona-Virus +++

Absage aller Vorstellungen bis voraussichtlich 19. April 2020.

Der Besucherservice des Staatstheater Augsburg ist bis auf weiteres für Publikumsverkehr geschlossen und unter 0821 324-4900 oder staatstheater@augsburg.de zu erreichen.

 

Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791):

Sinfonie Nr. 41 C-Dur KV 551 ­(Jupiter)

 

Béla Bartók (1881 – 1945):

Herzog Blaubarts Burg – Oper in einem Akt

­(Libretto von Béla Balázs; konzertante Aufführung in ­ungarischer Sprache mit deutschen Übertiteln)

 

Judit Viktória Mester
Herzog Blaubart Levente Molnár
Augsburger Philharmoniker
Dirigent Domonkos Héja

Aller guten Dinge sind drei: Im 6. Sinfoniekonzert dieser Spielzeit vervollständigt sich die Trilogie von Bartóks Bühnenwerken, mit der die Augsburger Philharmoniker vor zwei Jahren begonnen haben. Nach »Der wunderbare Mandarin« und »Der holzgeschnitzte Prinz« steht nun Bartóks einzige Oper »Herzog Blaubarts Burg« auf dem Programm, in konzertanter Fassung und ungarischer Sprache, – mit dem rumänischen Bariton Levente Molnár und der ungarischen Mezzosopranistin Viktória Mester als Gesangsolisten.

Dass sein Landsmann Béla Bartók für GMD Domonkos Héja ein sogenannter »Leib- und Magen-Komponist« ist, lässt sich natürlich ahnen. Auch »Herzog Blaubarts Burg« hat Héja seit seinem 26. Lebensjahr schon unzählige Male dirigiert, mit wachsender Begeisterung für dieses psychologisch und musikalisch hochinteressante Werk. Umso gespannter war er, wie die Augsburger Philharmoniker den ungarischen Programmschwerpunkt, speziell mit diesen drei sehr groß besetzten Werken aufnehmen würden – und war begeistert: »Das Orchester hat diese Herausforderung unglaublich ernst genommen und sich so akribisch vorbereitet, dass die künstlerische Arbeit daran wirklich sehr in die Tiefe geht und großen Spaß macht.«

Als erstes Bühnenwerk Béla Bartóks erlebte »Herzog Blaubarts Burg« im Jahr 1918 in Budapest seine Uraufführung. Auf der Suche nach einer eigenen, neuen Musiksprache verwendete er dabei Elemente aus der französisch-impressionistischer Musik und verknüpfte ungarische Volksmusik mit atonalen Kompositionstechniken.

Das Libretto greift eine Sage – von Herzog Blaubart und seiner neuen Frau Judit – aus dem 17. Jahrhundert auf: In seiner Burg, einem verlassenen und dunklen Gemäuer, entdeckt Judit sieben verschlossene Türen und drängt Blaubart sie zu öffnen, was Schönes, aber auch Grausiges ans Licht bringt. Damit rührt die Oper an Grundfragen der Beziehung zwischen Mann und Frau und der Frage, was sie einander bedeuten können – eine Thematik, die auch Béla Bartók sehr beschäftigt haben muss, da sein Leben von schwierigen Beziehungen und oftmals unerwiderter Liebe geprägt war. Alle drei seiner großen Bühnenwerke, »Der wunderbare Mandarin«, »Der holzgeschnitzte Prinz« und »Herzog Blaubarts Burg« beleuchten jeweils auf andere Weise die Geschlechterbeziehungen. 

Dem Dunkel der Blaubart’schen Feste stehen die strahlenden C-Dur-Höhen der »Jupiter«-Sinfonie von Wolfgang Amadeus Mozart gegenüber. Hier zeigt sich in besonders konzentrierter Form Mozarts Vorliebe für die Synthese verschiedenster Stile. Die Sinfonie vereint auf engstem Raum nicht nur allerhand Gegensätze, sondern verknüpft im Finalsatz auch sämtliche Raffinessen der »barocken« Fuge mit dem klassischen Sonatensatz auf so geschickte Weise, dass die extreme kompositorische Dichte erstaunlich leichtfüßig daherkommt.

Mo 30.3.2020 20:00 | Kongress am Park
Di 31.3.2020 20:00 | Kongress am Park

Blick in die musikalische Werkstatt  jeweils 19:10 Uhr

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Absage aller Vorstellungen bis voraussichtlich 19. April 2020.

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