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»Aufbruch« Die Spielzeit 2022/23 am Staatstheater Augsburg

André Bücker, Nicole Schneiderbauer, David Ortmann und Sabeth Braun (Leitungsteam Schauspiel) bei der Pressekonferenz

Augsburg, 11.5.22 In seiner heutigen Pressekonferenz hat das Staatstheater Augsburg den Spielplan für die Saison 2022/23 vorgestellt. Eröffnet wird die neue Spielzeit am Samstag, den 10.9.22 mit einer kleinen Sensation: Jez Butterworth‘s Erfolgsstück »Jerusalem«, das derzeit mit seiner Wiederaufnahme im Londoner Westend für Aufsehen sorgt, wird in Augsburg in der Regie von Staatsintendant André Bücker zur deutschsprachigen Erstaufführung gebracht.

 

Weitere Erst- und Uraufführungen sowie zahlreiche Klassiker prägen das Programm in den vier Sparten Schauspiel, Musiktheater, Ballett und Konzert. Die neu gegründete fünfte Sparte für Digitaltheater baut ihr Repertoire mit innovativen Projekten weiter aus. »Wir wollen die Entwicklung unseres Hauses als Ort für wegweisende Theaterarbeit, sowohl auf der Bühne als auch im Digitalen, weiter vorantreiben und setzen alles daran, unserem Publikum in der kommenden Saison unvergessliche Erlebnisse, kritische Beiträge und beste Unterhaltung zu bieten.«, so Intendant André Bücker. Das Spielzeitmotto »Aufbruch« stehe für einen hoffnungsvollen und dynamischen Start in eine neue Spielzeit. Dabei werde ebenfalls das Aufbrechen von vermeintlichen Gewissheiten und alten Mustern in diesen bewegten Zeiten thematisiert, so Bücker weiter.

 

Der Kartenvorverkauf für die neue Saison startet am 1.7.22 (online über www.staatstheater-augsburg.de/spielplan oder beim Besucherservice des Staatstheater Augsburg, Telefon 0821 324 49 00, Email tickets@staatstheater-augsburg.de).

 

Bereits am Sonntag, den 3.7.22 ist das Publikum eingeladen, sich beim großen Theaterfest im martini-Park auf die kommende Saison einzustimmen, in die es etwa bei der traditionellen Spielzeit-Show spannende Einblicke gibt.

 

Im Musiktheater gibt es in der neuen Spielzeit eine europäische Erstaufführung: Die mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Oper »Angel’s Bone« (Premiere 4.2.23) der chinesisch-amerikanischen Komponistin Du Yun, eine zeitkritische Parabel über heutigen Menschenhandel und Sklaverei. Auch die Monooper »Das Tagebuch der Anne Frank« (Premiere 3.2.23) von Grigori Frid widmet sich einem gesellschaftlich heute noch äußerst brisanten Stoff. Für unvergessliche Abende sorgen außerdem legendäre Opernklassiker wie etwa Verdis »La Traviata« (Premiere 2.10.22) und Beethovens »Fidelio« (Premiere 21.5.23). Auf der Freilichtbühne zeigt das Staatstheater Augsburg vor historischer Kulisse diesmal das Musical »3 Musketiere« (Premiere 17.6.23) von Rob und Ferdi Bolland, nach dem Roman von Alexandre Dumas.

 

Mit bekannten Titeln, aktuellen thematischen Bezügen und echten Entdeckungen wartet der Spielplan der Sparte Schauspiel auf. Ein Höhepunkt wird die Uraufführung im Rahmen des diesjährigen Kleist-Förderpreises (Premiere 24.6.23), einem der renommiertesten Preise für Junge Dramatik in Deutschland, den das Staatstheater Augsburg erstmals ausrichtet. Eine weitere Uraufführung ist »Unruhe um einen Friedfertigen« (Premiere 4.3.23) nach dem bekannten Roman von Oskar Maria Graf. Regisseur Andreas Merz Raykov kehrt mit »Drei Schwestern in Moskau« (Premiere 29.4.23), einer um einen realen Kriminalfall erweiterten Bearbeitung von Anton Tschechows »Drei Schwestern«, nach Augsburg zurück. Klassiker wie das Familienstück »Alice im Wunderland« (Premiere 11.11.22) oder Ibsens »Ein Volksfeind« (Premiere 12.11.22) runden das Programm der Schauspielsparte ab.

 

Die Begegnungsplattform Plan A ruft dazu auf, »1000 Pläne für Augsburg« einzureichen und bietet darüber hinaus ein umfangreiches Programm an Beteiligungsformaten und Vernetzungsprojekten.

 

Das Ballett am Staatstheater holt große Namen nach Augsburg und macht seinem Ruf als im zeitgenössischen Tanz versierter Kompanie alle Ehre, so auch bei der ersten Premiere der neuen Saison mit Choreografien von Jacopo Godani und Marco Goecke (Premiere 22.10.22) oder beim Kammertanzabend »Kontraste« (Premiere 22.12.22), bei dem Uraufführungen von Michael Ostenrath und Didy Veldman gezeigt werden. Mit der spartenübergreifenden Ballettoper »The Fairy Queen« (Premiere 2.4.23) steht aber auch ein großes, klassisches Ballett auf dem Programm. Nach zwei Jahren Pause soll im April wieder die Internationale Ballett- und Tanzgala (9. & 10.4.23) stattfinden.

 

Die Konzertsaison bereichert die junge, bereits mit bedeutenden Preisen ausgezeichnete Cellistin Raphaela Gromes als Artist in Residence. Neben einem vielschichtigen sinfonischen Programm bietet die Konzertsparte außerdem interessante Sonderkonzerte – wenn etwa die Augsburger Philharmoniker den legendären Stummfilm »Metropolis« (22.10.22) live begleiten oder in der Reihe »Zukunft(s)musik« ukrainische Komponistinnen zu Gehör gebracht werden (13.11.22).

 

Die Digitalsparte bietet mit »Unser Leben in den Wäldern« (Premiere Winter 22/23) eine neue, klassische Virtual Reality-Theatererfahrung und entwickelt seine digitale Bühne »Elektrotheater« weiter. Ein Höhepunkt ist die Monooper »Erwartung« von Arnold Schönberg als Single Player VR-Game in einer Inszenierung von André Bücker. Daneben stehen zahlreiche Kooperationen und Projekte auf dem Programm der innovativen Sparte.

 

Die Theatervermittlung am Staatstheater Augsburg lädt auch in dieser Saison dazu ein, die Welt des Theaters über den Vorstellungsbesuch hinaus zu entdecken und in eine künstlerische, kreative und reflektierende Auseinandersetzung mit Musik und Darstellenden Künsten zu treten.

 

Das Spielzeitblatt mit allen Premierenterminen und Informationen zur Saison 2022/23 ist online unter www.staatstheater-augsburg.de/aufbruch verfügbar und liegt an allen Spielstätten des Staatstheater Augsburg aus.

                       

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