Region: Augsburg Stadt

Beethoven – Mozart – Schumann: Programmänderung für das 3. Sinfoniekonzert

Foto: Augsburger Philharmoniker

Augsburg, 10.12.21 Unter dem Titel »Neuland« findet das 3. Sinfoniekonzert am 19., 20. und 21. Dezember mit einem geänderten Programm statt. Ursprünglich war für dieses Konzert ein Auftritt der Bratscherin Tabea Zimmermann geplant, der nun voraussichtlich in die Spielzeit 22/23 verlegt wird.

 

Bereits zum zweiten Mal muss das gemeinsame Konzert mit der weltweit gefragten Solistin Tabea Zimmermann aus dem Spielplan genommen werden. Nachdem es im Juli wegen der Corona-Beschränkungen entfiel, kann nun auch der Dezember-Termin nicht realisiert werden, da aufgrund staatlicher Bestimmungen nur 25% der Tickets verkauft werden dürfen. Denn: »Den Auftritt einer Ausnahme-Künstlerin wie Tabea Zimmermann können wir nicht guten Gewissens vor nur 350 Zuschauern stattfinden lassen, wenn eigentlich vier Mal so viele sie stattdessen hören könnten und auch wollen«, erklärt Generalmusikdirektor Domonkos Héja. Nachdem die Ticket-Nachfrage für dieses Konzert extrem groß gewesen war, war er sich mit Tabea Zimmermann darin einig, dass es besser sei, abermals zu warten und auf eine künstlerische Begegnung in der Spielzeit 22/23 zu hoffen.

 

Doch natürlich muss das Augsburger Publikum nicht komplett auf sein Sinfoniekonzert im Dezember verzichten, denn das Staatstheater Augsburg hat das Programm dafür umgestellt und auch noch einen zusätzlichen Termin, für Sonntag, den 19.12., anberaumen können.

 

In diesem Konzert sind exzellente Holzbläser der Augsburger Philharmoniker solistisch zu hören (»Sinfonia concertante« von W. A. Mozart), in einem Programm, das kurz vor Weihnachten noch einmal drei absolute Meisterwerke der Klassik und Romantik Revue passieren lässt.  

                                                                                                       

Neuland       

 

Ludwig van Beethoven (1771‒1827): Ouvertüre Nr. 2 zur Oper »Leonore« op. 72

Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791): Sinfonia concertante KV 297b

Robert Schumann (1810-1856): Sinfonie Nr. 4 d-Moll op. 120

 

Zum Programm

Mit seiner 4. Sinfonie betrat Robert Schumann neues Terrain. War er bereits bei den vorangehenden Orchesterwerken experimentierfreudig unterwegs, ließ er sich für seine neue Sinfonie in d-Moll aus dem Jahr 1841 etwas Besonderes einfallen: Schumann verknüpfte alle vier Sätze zu einem großen Ganzen miteinander. Dabei verwendete er lediglich zwei melodische Bausteine, um das gesamte musikalische Material zu entwickeln und formte es zyklisch aus. Damit schuf Schumann ein Musterbeispiel organischer Komposition. Auch Wolfgang Amadeus Mozart betrat Neuland, als er die Sinfonia concertante KV 297B für vier Solobläser schuf. Sie scheint wohl die einzige Konzert-Sinfonie für mehrere Blasinstrumente zu sein, die Mozart geschaffen hat. Komponiert hat er sie 1778 in Paris für die »Concert Spirituel«. Zur Aufführung kam die Sinfonia concertante allerdings nicht. Sie gilt als verschollen und ist uns in einer Fassung aus dem 19. Jahrhundert und modernen Rekonstruktionen überliefert – und wie oft, bei mangelnder Quellenlage, stets mit der Diskussion um die Echtheitsfrage behaftet.

Beethoven betrat sein eigenes neues kompositorisches Land, als er sich an die Konzeption seiner ersten und einzigen Oper machte. Der Weg von »Leonore« zu »Fidelio« ist weit und so vielfältig sind auch seine Ouvertüren. Beethoven rang stets um die optimale Formlösung – seine 2. Leonore-Ouvertüre ist wohl die formal avancierteste.

Neuland | 3. Sinfoniekonzert | So 19.12.21 19 Uhr | Kongress am Park

Blick in die musikalische Werkstatt 18:10 Uhr

Neuland | 3. Sinfoniekonzert | Mo 20.12. & Di 21.12.21, 20 Uhr | Kongress am Park

Blick in die musikalische Werkstatt jeweils 19:10 Uhr

Oboe: Sergio Sánchez

Klarinette: Julia Puls

Fagott: Wolfgang Fritzen

Horn: Felix Winker

 

Augsburger Philharmoniker

Musikalische Leitung: Domonkos Héja

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