Region: Augsburg Stadt

Faszinierende Musik aus Spanien und Südamerika: 4. Sinfoniekonzert »Castellano«

Foto: Christian Gerber

Augsburg, 04.01.22 Das Bandoneon verbindet in diesem Konzert drei Länder miteinander: Spanien, Südamerika und das Land seiner Herkunft: Deutschland. Als Solist zieht hier der Bandoneon-Virtuose Christian Gerber alle Register und sorgt im Sinfoniekonzert am 10. und 11. Januar gemeinsam mit Gastdirigent Marcus Bosch für eine faszinierende Mischung zwischen der klassischen Musik und den Sphären des Tangos.  

Das Bandoneon ist eigentlich deutschen Ursprungs, so sehr wir es auch mit Amerika verbinden: Sein Namensgeber war Heinrich Band, ein Musiklehrer aus Krefeld. Vielleicht ist es daher auch kein Zufall, dass einer der gefragtesten und vielseitigsten Bandoneonisten aus Deutschland stammt. Christian Gerber ist ein Virtuose auf seinem Instrument und spürt den Sphären des Tangos bis ins kleinste Detail nach.

Darüber hinaus ist er an vielen musikalischen Formationen, auch federführend, beteiligt: Er gastiert mit seinem Quinteto Ángel in ganz Europa, widmet sich außerdem auch der zeitgenössischen Musik, Film- und Theatermusiken und ist Mitglied im Isabelle Keulen Ensemble, das sich der Musik um Astor Piazzolla verschrieben hat.  

Im 4. Sinfoniekonzert wird Gerber gemeinsam mit den Augsburger Philharmonikern unter der Leitung von Marcus Bosch Piazzollas Bandoneon-Konzert interpretieren, das zu den eindrucksvollsten seiner Art gehört.

Als Künstler mit italienisch-brasilianischen Wurzeln gilt Marcus Bosch heute als einer der profiliertesten und innovativsten Köpfe der deutschen Dirigentenszene. Er ist seit 2020/21 Chefdirigent der Norddeutschen Philharmonie Rostock und seit 2010 künstlerischer Leiter der Opernfestspiele Heidenheim.

Zum Programm:
Das Konzert schlägt musikalisch gesehen eine Brücke zwischen Spanien und Südamerika. Der sinfonische Tango wird von einem Programm umrahmt, das den Bogen von der hispanischen Musik Frankreichs bis hin zum spanischen Neoklassizismus spannt. Pionierwerk dieser Strömung ist Ernesto Halffters »Sinfonietta« von 1925, die der Komponist als 20-Jähriger zu Papier brachte – ein Geniestreich, der ihm nicht nur den Premio Nacional einbrachte, sondern auch die Bewunderung von Falla und Strawinsky. Folklorismen sucht man in dieser kleinen, charmanten und äußerst gewitzten Sinfonie vergeblich. Diese sind im zweiten Teil des Programms zu entdecken – mit einer Trilogie von Ravel, dem Komponisten, der wohl noch spanischer als die Spanier selbst komponierte. Seine sinfonischen Klassiker »Rapsodie Espagnol« und »Alborada del gracioso« werden gekrönt vom immer wieder aufs Neue faszinierenden »Boléro«.

Ernesto Halffter (1905 – 1989): Sinfonietta
Astor Piazzolla (1921 – 1992): Concierto para bandoneón
Maurice Ravel (1875 – 1937):
Rapsodie Espagnol
Alborada del gracioso
Boléro – Ballet pour orchestreundefined

»Castellano« | 4. Sinfoniekonzert | Mo 10.1.22 & Di 11.1., jeweils 20 Uhr | Kongress am Park

Konzerteinführung mit Dr. Christine Faist, jeweils 19:10 Uhr

Bandoneon: Christian Gerber
Musikalische Leitung: Marcus Bosch
Augsburger Philharmoniker          

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