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Musikalische Experimentierfreude »Ligeti-Gegensätze« in der Reihe Zukunft(s)musik

Augsburg, 30.09.21  Das erste Konzert in der Reihe »Zukunft(s)musik« in dieser Spielzeit ist eine Hommage an György Ligeti, der heute als einer der ganz großen Klassiker der zeitgenössischen Musik gilt, sich aber gleichzeitig stilistisch nie festlegen ließ und sich seine ganz große Offenheit immer bewahrt hat. Die Augsburger Philharmoniker spielen seine Werke am Sa., 9. Oktober im MAN-Museum.  

Wer den 2006 verstorbenen Komponist György Ligeti noch erleben durfte, konnte sich bei ihm vor allem in zweierlei sicher sein: Dass er mit viel Witz und Humor die oft ernste Verbissenheit der Avantgarde-Szene aufzubrechen wusste und dass er sich, bei seinen vielseitigen Interessen, auch offen hielt, was und wie er als nächstes komponieren würde. Der Augsburger Generalmusikdirektor Domonkos Héja schätzt an seinem Landsmann denn auch die Verknüpfung von Avantgarde und Tradition – beides kommt zum Ausdruck in den vier Werken des ersten »Zukunft(s)musik«-Konzertes dieser Spielzeit.

 

György Ligeti experimentierte gerne mit der suggestiven, kontinuierlichen Entfaltung von Klangflächen wie etwa in »Melodien für Orchester« oder in »Ramifications«. Die scherzhaften »Sechs Bagatellen« für Bläserquintett und die »Fünf Stücke für Klavier« in einer Bearbeitung für Orchester hingegen stehen für Ligetis weniger bekannte traditionelle Schreibart.

 

Programm:
György Ligeti (1923 – 2006):

»Melodien« für Orchester
Sechs Bagatellen für Bläserquintett
Ramifications für 12 Solostreicher
»Fünf Stücke« für Klavier zu vier Händen
(bearbeitet für Kammerorchester von Frank Lippe)

 

Musikalische Leitung: Domonkos Héja

Augsburger Philharmoniker

Moderation: Dr. Christine Faist

 

 

Sa 9.10.2021 19:30 | MAN-Museum

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