Region: Augsburg Stadt

Veränderung & Begegnung: Das Programm von Plan A am Staatstheater Augsburg in der Spielzeit 21/22

Augsburg, 10.11.21 Nicht nur große Premieren stehen auf dem Programm des Staatstheater Augsburg. Die transdisziplinäre und diversitätsorientierte Begegnungsplattform Plan A entwickelt auch in der Spielzeit 21/22 gemeinsam mit der freien Kulturszene neue Formate, Veranstaltungen und Interventionen. Durch intensive Vernetzung und Zusammenarbeit entstehen vielfältige Kooperations-Projekte, die zum Experimentieren, Nachdenken und Selbst-aktiv-werden anregen. Inhaltliche Schwerpunkte von Plan A bilden in dieser Saison die Themen Wohnen, Erinnerung und Nachhaltigkeit. Beginnend mit der performativen Lesung »SUCHEN. SEX. SPRECHEN« (13.11.) und dem »Empowerment Festival« (25. bis 28.11.) über eine erste Projekt-Präsentation von »Corona schreibt Geschichten« (Frühjahr 22) bis hin zum länderübergreifenden Vermittlungsprojekt »600 m² Glück« wird gesellschaftlich relevanten Fragestellungen mit innovativen künstlerischen Ausdrucksformen nachgespürt. Alle Veranstaltungen entstehen auf der Basis von Kooperationen mit lokalen Initiativen, freien Theatern und Vereinen. Gleichermaßen auf Austausch und Vernetzung setzen die spielzeitübergreifenden Projekte von Plan A, zum Beispiel das serielle Format »Raumvielfalt« oder die gemeinsame Ertüchtigung eines Leerstands zum partizipativen Begegnungsort, an der seit fast zwei Jahren ein breites Bündnis aus Augsburger Kulturakteur:innen arbeitet. Alle Partner:innen und Projekte sowie das gesamte Programm und Konzept von Plan A finden sich auf der neu gestalteten Homepage des Staatstheater unter https://staatstheater-augsburg.de/plan_a. Die beiden Projektleiterinnen und Kuratorinnen Maria Trump und Nicole Schneiderbauer sind jederzeit für Ideen, Anregungen und Projektvorschläge ansprechbar unter plan_a@staatstheater-augsburg.de.

 

»Zukunft der Erinnerung«: Anlässlich der Uraufführung »Frauen der Unterwelt« von Tine Rahel Völcker bietet Plan A mit »Zukunft der Erinnerung« und in Kooperation mit diversen Partner:innen ein vielfältiges Begleitprogramm. Dabei wird die multimediale Auseinandersetzung einer Vielzahl von Fragestellungen nachgehen: Was ist der Augsburger Umgang mit Erinnerungskultur? Wo sind die Orte des Erinnerns in unserem Stadtbild? Und wie könnte zukünftiges Erinnern aussehen?

 

»600 m² Glück«: Eine Datscha ist ein großes Versprechen. Ein 600 m² großes Versprechen, um genau zu sein. So hat es der Zar bestimmt, damals. 600 m² Freiraum für alle, 600 m² voll Sorglosigkeit und Glück. Und Gurken aus eigenem Anbau. Das länder- und raumübergreifende Vernetzungs- und Vermittlungsprojekt »600 m² Glück« wird initiiert vom Institut für bewegende Künste und Plan A. Wir forschen gemeinsam mit unseren Partner:innenorganisationen und mit Akteur:innen der Zivilgesellschaft in Russland und Augsburg nach individuellen und gesellschaftlichen Freiräumen in der strukturellen Misere, in der wir uns nun einmal immer befinden – ob unter Zarenherrschaft, Diktatur oder in Demokratie. So viele Fragen. Die Datscha kennt die Lösung.

 

»Raumvielfalt« – Vernetzungsformat: Räume neu und anders zu denken, dafür stehen zahlreiche Initiativen in Augsburg. Der Arbeitskreis Wohnen hat im Sommer 2019 das erste Tiny-House gebaut. Mithilfe des Mietshäusersyndikats ist Unser Haus e. V. entstanden, das bezahlbaren Wohn- und Lebensraum auf der Grundlage von Selbstverwaltung und Solidarität schafft. Im contact-Dorf sollen 150 bis 200 Menschen unabhängig von Alter, Herkunft, sozialem Status und Religion Platz finden. Der Raumpflegekultur e. V. und der Stadtraum e. V. nutzen städtische Flächen und Leerstand um und verwandeln diese Orte in Kulturzentren auf Zeit. Im seriellen Vernetzungsformat »Raumvielfalt« öffnen Augsburger Initiativen ihre Räume und geben Einblicke in ihre alternativen Raum-, Stadt- und Kulturkonzepte. Den Auftakt bildet eine Veranstaltung im Januar 2022 in Kooperation mit dem Kaufhaus der Bildung und bauwärts im Stadtteil Oberhausen.

Begegnungsort statt Leerstand: Ein breites Bündnis aus Kunst- und Kulturpraktiker:innen hat sich in den letzten Jahren beständig mit der Frage auseinandergesetzt, wie es gelingt, mit den unterschiedlichsten Augsburger Akteur:innen innovative, kulturelle Räume zu erschaffen, gleichzeitig neue strukturelle und künstlerische Formen des Zusammenarbeitens zu erproben und diese für eine urbane, multiperspektivische Stadtgesellschaft zugänglich zu machen. Mit der Zeit ist eine Vision entstanden: Die Vision von einem partizipativen Prozess, der einen Leerstand zu einem vitalen, vielfältigen und vernetzten KunstBegegnungsRaum werden lässt. Zu einem Ort von Augsburger:innen für Augsburger:innen.

»Empowerment Festival« | Kooperationsprojekt des Grandhotel Cosmopolis, Open Afro Aux und Plan A/Staatstheater Augsburg | Do 25.11.21 bis So 28.11.21 | verschiedene Orte, u.a. martini-Park, Grandhotel u.v.m.

Alle Informationen zum Nachlesen hier: https://staatstheater-augsburg.de/pm_empowerment

 

»SUCHEN.SEX.SPRECHEN« | Lesung von und mit Christina Jung und Luana Velis | Sa 13.11.21 19:30 Uhr | brechtbühne im Gaswerk

Im Anschluss: Austausch im Foyer der brechtbühne mit den Leserinnen und dem Frauen*streikkomittee. Zu sehen sind ebenfalls Bilder der Augsburger Künstlerin Jungfer. Alle Informationen zum Nachlesen hier: https://staatstheater-augsburg.de/pm_Suchen_Sex_Sprechen

 

 

 

 

 

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