Region: Augsburg Stadt

David T. Littles Oper »JFK«: Zwischen Mythos und Realität

(c) Jan-Pieter Fuhr

David T. Littles Oper »JFK« feiert Europäische Erstaufführung am Staatstheater Augsburg

Oper in 31 Momenten und einem Prolog von David T. Little
Libretto von Royce Vavrek
In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln
John F. Kennedy wurde spätestens durch das tödliche Attentat am 22. November 1963 in Dallas zum Mythos. Als ewig jung, charismatisch und glamourös ging der damalige Präsident in die Geschichte Amerikas ein.
Mit seiner 2016 in Texas uraufgeführten Oper schuf der Komponist David T. Little ein Werk, das keine dokumentarische Aufarbeitung der historischen Ereignisse zeigt, sondern einen Blick hinter die inszenierte Fassade wirft. In einer traumähnlichen Struktur wird das Publikum in die emotionalen und düsteren Momente von Kennedys politischem wie privatem Leben hineingezogen.
Am 24. März feiert die Oper »JFK« in einer Inszenierung von Roman Hovenbitzer seine Europäische Erstaufführung im martini-Park.

Der Mythos Kennedy ist bis heute ungebrochen. David T. Littles in Fort Worth uraufgeführte Oper spürt den letzten Lebensstunden dieses amerikanischen Präsidenten nach. Der Komponist schreibt selbst dazu: »Wir projizieren unsere Sorgen, Ängste und Hoffnungen in seinen Mythos. […] Und obwohl sich die Oper emotional mit dem Präsidenten und Frau Kennedy identifiziert, ist es auch unsere Geschichte.« Daher ist diese Oper keine dokumentarische Aufarbeitung der historischen Ereignisse, zeigt nicht das Attentat selbst, sondern in einer traumähnlichen Struktur erscheinen Nikita Chruschtschow, der Regierungschef der Sowjetunion, Lyndon B. Johnson, der US-Vizepräsident, und weitere Politiker im Hotelzimmer von Jackie und John F. Kennedy in der Nacht vor seiner Ermordung. Der Zuschauer wird in ein Kaleidoskop der Ereignisse und Themen hineingezogen, die teils vom Heldenmythos überformt sind.
Das Volk, das aus Opernchor, Extrachor und den Augsburger Domsingknaben besteht, kommentiert die Geschehnisse im Stil eines antiken Tragödienchors, während das Ehe-paar Kennedy seine Gefühle und Gedanken verhandelt.
Ein faszinierender Stoff in einer mitreißenden Musiksprache, das zur Auseinandersetzung mit der Historie anregt. Die Europäische Erstaufführung in Augsburg wird von Roman Hovenbitzer inszeniert, einem Spezialisten für die zeitgenössische amerikanische Oper.

Musikalische Leitung Lancelot Fuhry Inszenierung Roman Hovenbitzer Bühnenbild & Video Paul Zoller, Natalia Orendain del Castillo Kostüme Bernhard Niechotz Dramaturgie Sophie WalzEinstudierung der Chöre Carl Philipp Fromherz John F. »Jack« Kennedy Alejandro Marco-Buhrmester Jacqueline »Jackie« Bouvier Kennedy Kate Allen Clara Harris Sally du Randt Henry Rathbone Wolfgang Schwaninger Rosemary Kennedy, Jack`s Schwester Olena Sloia Nikita Chruschtschow, Premierminister der UdSSR Roman Poboinyi Lyndon Baines Johnson, Vize-Präsident der USA Irakli Gorgoshidze Jackie Onassis Natalya Boeva Orchester Augsburger Philharmoniker Chor Opernchor des Staatstheater Augsburg Extrachor des Staatstheater Augsburg Kinderchor Knabensolisten der Augsburger Domsingknaben

Werkstatt 13.3.2019 18:30 – ca.20:00 | Foyer martini-Park

Premiere 24.3.2019 18:00 | martini-Park Weitere Termine 28.3.2019 19:30 | martini-Park
9.4.2019 19:30 | martini-Park
14.4.2019 18:00 | martini-Park
27.4.2019 19:30 | martini-Park
8.5.2019 19:30 | martini-Park
18.5.2019 19:30 | martini-Park

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