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Förderung schwäbischer Kultur: Unterstützung für das Festspielhaus Neuschwanstein

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Das Festspielhaus Füssen in Füssen kann aus den Corona-Finanzhilfen des Bayerischen Staatsministeriums mit bis zu 300.000 Euro pro Halbjahr gefördert werden. Dies bekräftigte Staatsminister Sibler bei einem Treffen mit Bezirkstagspräsident Martin Sailer, Johannes Hintersberger und Angelika Schorer. (v.l.n.r.: Johannes Hintersberger, MdL (CSU), Bernd Sibler, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst (CSU), Angelika Schorer, MdL (CSU) und Bezirkstagspräsident Martin Sailer (CSU).

Nachdem der Bezirk Schwaben eine jährliche Förderung des Festspielhauses Neuschwanstein zugesichert hatte, kann auch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst während der Pandemie mit einer Finanzhilfe aus den laufenden Corona-Hilfen von bis zu 300.000 Euro pro Halbjahr unterstützen.

Bereits im November vergangenen Jahres hat der Bezirk Schwaben eine jährliche Förderung von maximal 150.000 Euro für das Festspielhaus Neuschwanstein einstimmig beschlossen. „Das Ambiente des lichtdurchfluteten Hauses am Ufer des Forggensees ist einmalig und soll auch in Zukunft bestehen bleiben“, sagt Bezirkstagspräsident Martin Sailer. „Mit unserer Förderung setzen wir ein Zeichen für die Bedeutung von Kunst und Kultur in ganz Schwaben. Die Unterstützung der regionalen Kultur-Szene zählt zu den Kernaufgaben des Bezirks – eine Verantwortung, der ich mir gerade in diesen bewegten Zeiten besonders bewusst bin.“ 

Bei einem Treffen von Bezirkstagspräsident Martin Sailer mit Bernd Sibler, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Angelika Schorer (MdL) und Johannes Hintersberger (MdL) stellt nun auch Staatsminister Sibler eine Unterstützung aus dem bayerischen Spielstätten- und Veranstalterprogramm für das Festspielhaus Neuschwanstein in Füssen in Aussicht, wenn eine Hilfe zur Liquidität erforderlich ist. Während der Antragszeit kann diese Unterstützung bei bis zu 300.000 Euro pro Halbjahr liegen. Kunstminister Sibler betont: „Besucherinnen und Besucher des Festspielhauses Neuschwanstein erwarten unvergessliche Musikereignisse vor traumhafter Kulisse. Dafür sorgen eine abwechslungsreiche Programmpalette und die malerische Lage. Für mich und für viele weitere Menschen ist der Besuch von kulturellen Veranstaltungen gerade in diesen herausfordernden Zeiten von unschätzbarem Wert. Daher habe ich mich mit Nachdruck dafür eingesetzt, dass wir Kunst und Kultur wieder mehr Raum geben können. Seit Beginn der Krise habe ich mich zudem mit unserem Rettungsschirm für finanzielle Hilfen stark gemacht. Ich freue mich sehr, dass wir mit diesen Finanzhilfen aus dem Spielstättenprogramm vor allem kleine und mittlere Spielstätten und Kulturveranstalter unterstützen können und kann daher nur ermutigen, für das Festspielhaus Neuschwanstein einen entsprechenden Antrag zu stellen.“ 

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie liegt auch Johannes Hintersberger eine Förderung der Kultur besonders am Herzen. „Der Freistaat ist ein verlässlicher Partner und unterstützt die Spielstätte Festspielhaus Neuschwanstein, um planungssicher durch die herausfordernde Corona-Zeit zu kommen“, erklärt Hintersberger (MdL), zuständiger Berichterstatter für Wissenschaft und Kunst im Ausschuss für Staatshaushalt und Finanzfragen des Bayerischen Landtages.

Das Festspielhaus Neuschwanstein ist ein privates Musiktheater am Ufer des Forggensees in Füssen. Nachdem Manfred Rietzler das insolvente Haus 2016 kaufte und im Jahr darauf wiedereröffnete, entwickelte es sich zu einem kulturellen Zentrum. Nun finden im Festspielhaus wieder Veranstaltungen statt und in der Musical-Academy werden Talente gefördert und ausgebildet. „Das Festspielhaus Neuschwanstein ist von überregionaler Bedeutung“, sagt Landtagsabgeordnete Angelika Schorer. „Daher freue ich mich über die Unterstützung des Freistaats Bayern, des Bezirks Schwaben, des Landkreises Ostallgäu und der Stadt Füssen. Durch Manfred Rietzler erfährt das Festspielhaus eine großartige Unterstützung, mit seinem langjährigen Engagement leistet er einen maßgeblichen Beitrag zum erfolgreichen Betrieb.“ 
Mit der Förderung für kulturelle Ausgaben von maximal 150.000 Euro jährlich reiht sich der Bezirk in die Förderungen durch die Stadt Füssen und den Landkreis Ostallgäu ein. Der Defizitausgleich des Bezirks Schwaben soll zunächst auf vier Jahre festgesetzt werden. 

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