Region: Augsburg Stadt

Heizpilze als Energiefresser

Foto von Helmut Meier - Bewirtung ohne Heizpilze

Der Bund Naturschutz appelliert: „Heizpilze sind Energieschleudern!“ und ruft zum Verzicht von Heizpilzen auf: Lieber im Anorak als unter einem Heizpilz!

Wer weiß das: Zwei Heizpilze, in der Außengastronomie eingesetzt, setzen in 4 Monaten mehr CO2 frei als ein Mittelklassewagen im ganzen Jahr. Oder: Mit der Energie, die ein einziger Heizpilz verbraucht, könnte man auch gut eine 100 bis 150 m² große Wohnung beheizen.

„Da Heizpilze wahre Energiefresser sind, müssten sie aus Klimaschutzgründen unter normalen Bedingungen verboten werden.“, meint Christine Kamm, die 1. Vorsitzende der Ortsgruppe vom Bund Naturschutz in Bayern e.V. (BN).

Doch in diesem Corona - Winter wird vieles anderes sein, befürchten die Klimaschutz-Engagierten des BN. Da Gastwirte

auch auf Außengastronomie angewiesen sind, weil sie in den Räumen weniger Gäste aufnehmen dürfen, möchten einige Gastronomen Heizpilze einsetzen.

Der BN appelliert, so lange es möglich ist, Heizstrahler und Heizpilze nicht

einzusetzen, und an die Gäste, wenn sie sich mit Freunden draußen auf ein Bier treffen wollen, dies lieber im Winteranorak zu tun. Der

BN appelliert auch an Gastronomen, für ihre Heizstrahler einen CO2 Ausgleich

zu schaffen, und CO2 andernorts einzusparen, durch Energiesanierung ihrer

Immobilie, eine Solaranlage auf dem Dach, einen energieeffizienten Fuhrpark

oder das Pflanzen von Bäumen. „Das Klimabewusstsein der Bürgerinnen und Bürger

steigt in Coronazeiten stark an, die Gastronomie sollte dies berücksichtigen

und für energiesparende Außengastronomie sorgen.“, meint Christine Kamm.

Kommentare

Anmelden um Kommentare zu schreiben
 


X