Region: Augsburg Stadt

Internationalisierung als Lerninhalt in der Berufsausbildung

Frau OStD Karin Landgraf bei der Überreichung der Europässe und Zertifikate

Die kaufmännische Berufsschule IV Augsburg hat seit 2012 begonnen, Auszubildende ins europäische Ausland zu entsenden, damit diese interkulturelle Erfahrungen sammeln und diese auch wieder im Beruf einsetzen können. Da unsere Gesellschaft und auch die Wirtschaft vermehrt Fachkräfte brauchen, die transnationale Kompetenzen haben, sieht es die Berufsschule IV als ihre Pflicht an, diese von Gesellschaft und Wirtschaft geforderten Internationalisierungsprozesse frühzeitig mit in die Ausbildung aufzunehmen.
Die europäischen Programme,wie „Erasmus+“ von der Nationalen Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung, oder „Protandem“, von der Deutsch-Französischen Agentur für den Austausch in der beruflichen Bildung, helfen dabei finanziell und liefern Beratung.
Im Jahr 2015 bekam die Schule als Qualitätssiegel die „Mobility Charter“ durch die Nationale Agentur verliehen, was es der Schule erlaubte, in verstärkter und verkürzter Form Mobilitätsanträge zu stellen und damit auch großzügige finanzielle Unterstützung zu bekommen.
Dadurch hat sich die Berufsschule IV in den letzten Jahren zu einem Zentrum für Auslandsprojekte entwickelt, so dass in den bisherigen Projektjahren zehn Projekte gleichzeitig liefen und allein in diesem Schuljahr 98 Azubis sowie Lehrpersonal an diesen Auslandsmaßnahmen teilnehmen konnten.
Im Gegenzug entwickelt sich die BS IV immer mehr zu einer aufnehmenden Einrichtung, die in Zusammenarbeit mit den Firmen, dem Europabüro der Stadt Augsburg wie auch anderen Schulen der Stadt Azubis aus den ausländischen Partnerschulen aufnimmt oder in Arbeit vermittelt. Dies erhöht die Anstellungsmöglichkeiten unserer Auszubildenden und derjenigen des Auslandes. Man hofft, dadurch den jungen Leuten bessere Chancen für die Zukunft auf dem Arbeitsmarkt zu geben.
Als äußerer Ausdruck dieser Entwicklung fand deshalb am 9. Juli 2019 an der Berufsschule IV Augsburg die Verleihung der Europässe sowie der Zertifikate, erteilt von den ausländischen Partnerinstitutionen, durch die Schulleiterin, Frau Karin Landgraf, statt. Dies geschah in Anwesenheit der Abgeordneten des Deutschen Bundestages, Frau Ulrike Bahr (SPD), eines Vertreters des Europabüros Augsburg, Herrn Felix Feldbaum, sowie vielen Ausbildern der das Mobilitätsprogramm unterstützenden Firmen.
Die Anwesenden unterstrichen in ihren Reden die Wichtigkeit und Relevanz der EU- geförderten Erasmus+ Programme und die internationalen und interkulturellen Erfahrungen der jungen Auszubildenden. Auch durch die aus Straßburg und Brüssel gesandten Grußworte des Europaabgeordneten Markus Ferber wurde unterstrichen, wie wichtig die Arbeit für ein geeintes Europa in der Ausbildung, insbesondere an Berufsschulen, ist.
Frau Suzana Lazarevic, Personalleiterin der Firma WAFA, hob in ihrer Rede die Notwendigkeit der Auslandserfahrung während der dreijährigen Ausbildungszeit wie auch die Zusammen-arbeit von Schule und Firma hervor.
36 Auszubildende aus den Bereichen Büromanagement, Spedition, Großhandel, Automobilverkauf, Dialogmarketing, Industrie und Mechatronik erhielten die Auszeichnung. 16 Auszubildende waren in Spanien,10 in Nordirland,3 in den Niederlanden und
7 Auszubildende mit Protandem in Argenteuil/Paris.
Das Urteil der Partizipierenden war äußerst positiv. Eine Teilnahme an Auslandsmobilitäten würden alle empfehlen.

Gertrud Schilcher-Fuhrig

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