Region: Augsburg Stadt

Neuer Vorstand beim BRK Augsburg-Stadt

LeserReporter Claudia Wohlhüter

Die neue Vorsitzende des BRK Augsburg-Stadt, Oberbürgermeisterin Eva Weber, hat bereits in den vergangenen Pandemie-Monaten zu den Augsburger Hilfsorganisationen eine intensive Beziehung entwickelt. Im Bild ist sie im Corona-Testzentrum mit einem BRK-Ehrenamtlichen und Kreisgeschäftsführer Michael Gebler (links) zu sehen. 

Das Bayerische Rote Kreuz, Kreisverband Augsburg-Stadt, hat eine neue Vorsitzende: Oberbürgermeisterin Eva Weber wurde ohne Gegenkandidat:in mit 91,7 % der abgegebenen Stimmen von den Verbandsmitgliedern gewählt. Weber löst Dr. Kurt Gribl ab, der den Vorsitz seit 2013 innehatte. „In dieser Position kann ich für die Stadt viel bewegen“, so die neue Vorsitzende. In den Monaten der Pandemie habe sie eine intensive Beziehung zu den Hilfsorganisationen entwickelt. Die Oberbürgermeisterin dankte insbesondere den Ehrenamtlichen beim BRK für ihre Unterstützung. “Durch ihr Engagement konnte das veränderte Leben in Augsburg gut stattfinden.“

Die weiteren Vorstandsmitglieder des BRK Augsburg wurden größtenteils in ihrem Amt bestätigt. Alle vier Jahre wählen die Mitglieder des BRK Augsburg-Stadt einen neuen Vorstand. Und da dies rechtlich so vorgeschrieben ist, ändert auch Corona daran nichts. Den großen organisatorischen Aufwand – Präsenz-Versammlung plus Online-Stream, drei UrnenwahlTermine – hat der Kreisverband gut bewältigt. Und hofft nun, dass der neue Vorstand den Kreisverband in „hoffentlich andere Zeiten“ führen kann, wie sich Kreisgeschäftsführer Michael Gebler ausdrückte. Denn auch für das krisengeübte BRK Augsburg bedeutet die Pandemie eine immense Belastungsprobe. Die letzten 4 Jahre waren zunächst geprägt von Erfolgen, Weiterentwicklung und gemeisterten Herausforderungen. Meilensteine waren unter anderem die Eröffnung des „Pferseer Käschtle“ (RotKreuz-Lädle) und der KITA Krümelzwerge, die Anmietung eines Kleiderlagers in Königsbrunn und ein Garagenneubau in Haunstetten für die Einsatzfahrzeuge der Wasserwacht. Eine Zahl, die für sich spricht:Seite 2 250 000 Einsatzstunden wurden in den letzten vier Jahren von Ehrenamtlichen beim BRK Augsburg-Stadt geleistet. Engagement im Schnelltest-Zentrum wird ausgeweitet Und dann kam Corona.

Seither hat sich die Arbeit des BRK grundlegend verändert. „Wir leben in dieser Pandemie von Tag zu Tag und von Lage zu Lage“, so Michael Gebler. Kaum mehr Sanitätsdienste wie etwa beim Plärrer oder bei FCA/AEV-Spielen, wichtige Einnahmen fallen dadurch weg. Dafür Einsätze an vorderster Pandemie-Front, etwa im Rettungsdienst oder in den Corona-TestZentren. Das Engagement des Kreisverbands im SchnelltestZentrum an der BRK-Plärrerwache wird auf Bitte der Stadt Augsburg sogar künftig noch ausgeweitet. Dr. Kurt. Gribl zeigte sich beeindruckt von der „stets ruhigen und gelassenen Grundhaltung, mit der die BRK-Kollegen auch in dieser schwierigen Zeit agieren und Verantwortung übernehmen.“ Gerade auch im Bereich der Ausbildung und der Nachwuchsförderung im Jugendrotkreuz bedeutet die Pandemie für die Gemeinschaften des BRK-Augsburg eine große Belastungsprobe. Trainings- und Übungsmöglichkeiten für die Rettungsschwimmer der Wasserwacht und die Einsatzkräfte der Bergwacht gab es die letzten Monate z.B. kaum. Die Wasserwacht konnte nicht ihre Schwimmkurse für Kinder anbieten. Marco Greiner, Vorsitzender der Kreis-Wasserwacht Augsburg, befürchtet dadurch einen weiteren sprunghaften Anstieg der Nichtschwimmer. Es gibt also viel zu tun. Digitalisierung und Modernisierung stehen auf der Agenda. Es sollen wieder mehr Menschen für ein Engagement beim BRK begeistert werden. Und der Zusammenhalt der Gemeinschaften soll weiter gestärkt werden. Er ist bereits eine der großen Stärken des Kreisverbands ist – und wird ihn auch durch diese Zeit tragen.

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