Region: Augsburg Stadt

Hier wird in der Region Augsburg an einer CO2-neutralen Zukunft gearbeitet

LeserReporter Landkreis Augsburg

Bildtext: Der Geschäftsführer von H-TEC Systems, Dr. Joachim Herrmann (von links), Landrat Martin Sailer, 
Dr. Markus Forstmeier, Matthias Volk und Herwig Leiter, Wirtschaftsförderung Landratsamt 
Augsburg, bei der Betriebsbesichtigung. 
(Bildquelle: Christoph Bellmann) 

 

Landrat Martin Sailer besucht Firma H-TEC Systems GmbH

Seit über 20 Jahren entwickelt und testet das Augsburger Unternehmen H-TEC Systems Technologien zur Bereitstellung von ökologisch nachhaltigem Wasserstoff. Diese umweltschonende Energiequelle findet beispielsweise im Bereich der Mobilität Anwendung und wird unter anderem für den Antrieb von Bussen und Lastkraftwägen verwendet. „Im Gegensatz zu elektrischem Strom lässt sich die Energie im Wasserstoff mittlerweile sehr effizient speichern und transportieren“, erklärte Geschäftsführer Dr. Joachim Herrmann bei einem Rundgang mit Landrat Martin Sailer über das Firmengelände. Da die Verwendung von Wasserstoff anders als fossile Energielieferanten keine CO2-Emissionen verursache, müsse laut Herrmann ein Energiewandel und Trend zur „Kohle der Zukunft“ – dem Wasserstoff – einsetzen.

H-TEC Systems und der Landkreis sind Netzwerkpartner

Der Landkreis Augsburg und Firma H-TEC Systems sind über den Förderverein KUMAS - Kompetenzzentrum Umwelt e. V.  miteinander vernetzt. Konkret ging es während des Firmenbesuchs um gemeinsame Projekte, durch die sich Wasserstoff als besonders nachhaltige Energiequelle auch im Landkreisgebiet einsetzen und fördern ließe. Bei der Verbrennung wird die im Wasserstoff gespeicherte Energie in Form von Wärme frei, in der Brennstoffzelle in Form von Strom und Wärme. Wasserstoff ist als komprimiertes Gas oder als tiefgekühlte Flüssigkeit in großen Mengen speicherbar. „Dank seiner vielen Vorzüge ist Wasserstoff eine der Alternativen, die in der Zukunft eine wesentlich zentralere Rolle einnehmen wird“, sagte Landrat Martin Sailer bei seinem Besuch des Unternehmens, das aktuell 40 Mitarbeiter beschäftigt und von den Unternehmen MAN Energy Solutions und GP Joule mitgetragen wird. Besonders angetan zeigte sich der Landrat angesichts der Verfahrenstechnik, die bei den Elektrolyseuren von H-TEC Systems Anwendung findet: Die Elektrolyse – also die Aufspaltung des Wassers in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff –  wird durch ein Membranverfahren mit einem Katalysator erreicht. Zur Zielgruppe des Unternehmens gehören momentan vorwiegend Kunden, deren gesicherte Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz abläuft. Entscheidend für eine noch wirtschaftlichere Produktion der Elektrolyse-Anlagen wären laut Geschäftsführer Herrmann die entsprechenden staatlichen Rahmenbedingungen, die einen stärkeren Fokus auf den Wasserstoff als Energieressource richten. „Die Rolle von Wasserstoff als Ressource muss vor allem in technischer und politischer Hinsicht vorangetragen werden“, sagte Landrat Martin Sailer. „Daher muss es künftig auch unsere Aufgabe sein, konkrete Ansatzpunkte für das Thema in der Kreispolitik zu definieren.“

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