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Schnitterfest im Museum KulturLand Ries in Maihingen

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StaZ-Reporter Bezirk Schwaben
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Jedes Jahr, am ersten Sonntag im August, erfahren die Gäste auf dem Schnitterfest des Museums KulturLand Ries, wie eine Getreideernte früher ablief.

Sensen, Dreschflegel, historische Gerätschaften und Oldtimer-Traktoren sind am Sonntag, den 7. August, beim 23. Schnitterfest des Museums KulturLand Ries im Einsatz. Besucherinnen und Besucher erwartet ein vielfältiges Programm mit Ausstellungsbesuch und gemütlichem Austausch.
 
In Zusammenarbeit mit dem Gartenbauverein Maihingen-Utzwingen zeigt das Museum KulturLand Ries von 11 bis 17 Uhr eindrucksvoll, wie früher Getreide geerntet wurde. Ein interessantes Programm unterhält Groß und Klein und vermittelt mit unterschiedlichen Vorführungen auf dem weitläufigen Areal des Museums Wissen rund ums Thema Getreide. Ab 10 Uhr sind die Dauer- und Sonderausstellungen kostenfrei zugänglich, im Museumshof laden Tische und Bänke unter alten Obstbäumen ab   11 Uhr zur gemütlichen Einkehr ein. Angeboten wird den Tag über eine Auswahl an herzhaften Brotzeiten, Getränken sowie Kaffee und hausgemachter Kuchen. Rahmfleck und Brote kommen aus dem museumseigenen Holzbackofen. Mittags wählen Besucherinnen und Besucher zwischen Schweinebraten mit Spätzle und Schnitzel mit Kartoffelsalat. 
 
Gaukel und Mandeln
Zweimal, um 13 Uhr und um 15 Uhr, startet die Getreideernte auf dem Museumsfeld, wie sie in der Zeit vor dem Mähdrescher durchgeführt wurde. Bei der Handmahd wird das Getreide mit der Sense geschnitten, der „Gaukel“ bindet es zu Garben und stellt es  zum  Trocknen zu sogenannten „Mandeln“ auf. Den technischen Fortschritt führt der vom Traktor gezogene Bindemäher vor Augen. Eine Moderation erklärt die Arbeitsvorgänge auf dem Feld sowie die verschiedenen Getreidearten. Am späten Nachmittag pflügt ein Lanz-Bulldog das abgeerntete Stoppelfeld.
 
Dreschen, Goißlschnalzen und Seegrasbänder
Auch beim Dreschen im Museumshof kann ein Vergleich zwischen der Handarbeit mit den Flegeln und dem Einsatz der Dreschmaschine gezogen werden. Akustische Unterstützung liefern dabei die „Original Riasr Goißlschnalzr“ mit ihrem lautstarken Peitschen-Knallen und ihrem Gesang. Die Oldtimerfreunde Nordries aus Belzheim präsentieren nicht nur ihre historischen Traktoren, sondern fertigen mit einer Strohbändermaschine Garbenbänder aus Seegras.
Kinder dürfen ihr Geschick mit speziell angefertigten kleinen Dreschflegeln testen und kleine Strohpuppen basteln. Das in Bergen anfallende Stroh liefert ohnehin zahlreiche Spielmöglichkeiten.
 
100 Jahre alte Ölmühle in Betrieb
Von 13 bis 16 Uhr lädt das benachbarte Mühlenmuseum des Rieser Bauernmuseums- und Mühlenvereins zur Besichtigung ein. Hier wird eine über 100 Jahre alte Ölmühle in Betrieb genommen. Ihr Kollergang besteht aus tonnenschweren Mahlsteinen, die senkrecht um eine Mittelachse laufen und die ölhaltigen Früchte zerquetschen. Dabei erzeugt er eine beachtliche Geräuschkulisse. Einen Besuch wert sind zudem die originalen Mahlgänge der Klostermühle. 
 
Gelegenheit zum Ausstellungsbesuch
Die Ausstellungshäuser und das Freigelände des Museums KulturLand Ries sind an diesem Tag von 10 bis 18 Uhr durchgängig und kostenfrei geöffnet. Neben den Dauerausstellungen „Rieser Landwirtschaft im Wandel“ und „300 Jahre Alltagskultur im Ries“ lohnt sich ein Besuch der aktuellen Jahresausstellung „Lauter alte Schachteln? Kisten, Koffer, Kästchen packen aus“ sowie der Begleitausstellung „Gezeichnet B. Fischer. Ein Nachlass Rieser Bilder“.

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