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Schwäbisches Kulturerbe wird digital: Museum Oberschönenfeld stellt Sammlungen online

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StaZ-Reporter Bezirk Schwaben
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Kartoffeldaempfkolonne

Vom Virtual-Reality-Vorläufer aus dem 19. Jahrhundert über den Wirtshausausleger mit Sieben-Schwaben-Motiv bis hin zum „Nikolausschiffchen“: Interessierte können jetzt online jederzeit kostenlos auf ausgesuchte Objekte aus Oberschönenfeld zugreifen.

Das Museum Oberschönenfeld des Bezirks Schwaben öffnet die Schatzkammer: 1.000 Objekte aus seinem Bestand lassen sich ab sofort frei in Bild und Text auf dem Kulturportal bavarikon abrufen. „Mit diesem Projekt schaffen wir einen demokratischen Zugang zu unserem Kulturerbe“, sagt Bezirkstagspräsident Martin Sailer. „Interessierte können so noch einfacher in die Lebenswelt unserer Vorfahrinnen und Vorfahren eintauchen“. 

Die Online-Präsentation des Museums auf bavarikon legt den Fokus auf dem Alltag der ländlichen Bevölkerung (Mittel-)Schwabens zwischen 1800 bis heute. Weitere Facetten Schwabens beleuchten Sammlungen zu den Themen Freizeitgestaltung, schwäbische Identität und Stereotype, Krisenzeiten, Arbeitswelten in Handwerk und Industrie, Kunst und Kunsthandwerk sowie Frömmigkeit, Feste und Bräuche. Dieses Angebot ergänzen die Spezialsammlungen „Erinnerungen aus Haaren“, die „Kriegssammlung“ zum Ersten Weltkrieg von Wilhelm Beck und der Teilnachlass der Münchener Volkskundlerin Gislind M. Ritz.
Auf dem Portal bavarikon findet sich eine Vielzahl unterschiedlicher Objekte aus Oberschönfelder Bestand: angefangen vom Wirtshausausleger mit Sieben-Schwaben-Motiv über farbenfrohe Damenmode aus Mickhausen bis hin zu landwirtschaftlichem Gerät wie eine Kartoffel-Dämpfkolonne aus Bobingen. Zu sehen sind auch Aufnahmen von Schloss Neuschwanstein aus dem Jahr 1887, die mittels Stereofotografie entstanden – einer Technik, die zweidimensionalen Bildern räumliche Tiefe verleiht und als einer der Vorläufer von Virtual Reality gilt. Interessierte, die mehr über die Geschichte dieser und weiterer Gegenstände erfahren wollen, können online den Menüpunkt „Erweiterte Beschreibung“ wählen. 

bavarikon ist ein Gemeinschaftsprojekt des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst, des Staatsministeriums für Digitales und der Bayerischen Staatsbibliothek. Die Digitalisierung der Oberschönenfelder Sammlungen wurde durch den Freistaat gefördert. Die Sammlungen des Museums Oberschönenfeld lassen sich aufrufen unter: 
www.bavarikon.de/museum-oberschoenenfeld .

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