Region: Augsburg Stadt

Wortschätzle 108 - Manche megad da Bäradregg

Lakritzschnecken

An deam schwarza Zuig scheidad sich d’Goischdr ond Gschmäggr.

Stefan Gruber

dagdeer in dr StadtZeitung ja faschd glasige Auga griagd, als mr vrgangene Woch bledzlich ibr da Bäradregg gred ham, den Begriff „Bäradregg“ ham se ja ned alle kennad, dia in unserm Bläddle schaffed, aber als Lakritz schon, des bebbige schwarze Zuig, des ma aus Siaßholz gwonna hod ond friar bloß in dr Abodeg griagd hod. I mogs ja gar ned, abr meine Kollega scho. Was mi ja gwundred hod war, dass se dia norddeidsche Variande ned kenned ham, die Salzhering: dr Bäradregg oifach in dr Form von gloine Fischla ond dann in Salz gwälzd.
Bäradregg (Bärendreck) hießen bei uns im Süden diese Süßigkeiten, weil der Karl Bär aus Ulm Patente drauf hatte. Haribo hat seit 1925 schwarze „Negertaler“ aus Lakritz produziert und sie erst 1993 wegen des rassistischen Hintergrundes umbenannt. Abr fir dia ganz Eigschworene Lagridzessr gibd’s dia Schnegga, wo mas als lange Schnur abrolla ka ond in ondrschiedliche Gschmaggsrichdunga auch mit Salmiak drin. I kenn da Bäradregg haubdsächlich in deane bunde Guadsla, wo ma dia farbige Schichda ums Schwarze wegnaga muas, wenn ma’n ned mog. I habs zumindeschd so gmachd, obwohl in deane Gschdaddla ja elles nach deam schwarza bebbiga Blombazier gschmeggd hod. Isch heidzdag be-schdimmd au no so. Und dass ma des Zuig mog, des isch ned vererbbar: Mei Muaddr mog’s, i ned – d’Kadz mog Meis, i au ned.

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