Region: Augsburg Stadt

Zahnstein bei Hund und Katze

Damti sie auch morgen noch kraftvoll zubeißen kann - auch für Haustiere ist Zahnpflege wichtig

Die Tierärztin rät*

Zahnstein ist ein häufiger Befund bei Hunden und Katzen. Er tritt vor allem bei älteren Tieren auf, ist aber auch abhängig von Veranlagung (zum Beispiel eng stehende Zähne), Fütterung und der damit verbundenen Speichelzusammensetzung.

Zahnstein entsteht aus unsichtbaren, weichen Bakterienbelägen (Plaque), die sich beim Fressen auf den Zähnen bilden und, wenn sie sich festsetzen, mit der Zeit verhärten. Dies führt zum einen zu Entzündungen in der Maulhöhle und damit verbunden zu einem üblen Geruch aus dem Maul. Zum anderen können die im Zahnstein enthaltenen Bakterien auch über das Blut im Körper verteilt werden und hier verschiedene Organe schädigen, wie etwa die Herzklappen. Dem Besitzer fällt meist der üble Mundgeruch seines Tiers auf sowie eine eingeschränkte Nahrungsaufnahme, da das Tier durch die Entzündungen in der Maulhöhle Schmerzen hat.

Die Zahnsanierung geschieht bei Hund und Katze mit einem speziellen Ultraschallgerät. Allerdings kann Zahnstein beim Tier nur in Vollnarkose entfernt werden, da der Eingriff und das schrille Geräusch dabei unangenehm sind, das Tier jedoch still halten muss. Bei der Gelegenheit werden auch lockere und/oder geschädigte Zähne gezogen und abschließend die Zahnoberflächen poliert.

Um Zahnstein vorzubeugen, sollten Tiere höchstens zwei- bis dreimal täglich gefüttert werden, damit der Speichel Zeit hat, die Zähne zu reinigen. Des Weiteren sollte für einen regelmäßigen Abrieb des Zahnbelags gesorgt werden. Dies geschieht mechanisch durch das Verfüttern von Trockenfutter und das Anbieten von Kauspielzeug oder harten Kauknochen. Am effektivsten ist jedoch das tägliche Zähneputzen mit speziellen Tierzahnbürsten und einer enzymhaltigen Zahnpasta (erhältlich etwa mit Hühnchengeschmack), an das die Tiere langsam gewöhnt werden müssen. Spezielle Zahnpflege-Gele können mehrmals wöchentlich mit dem Finger auf die Zähne des Tiers aufgetragen werden.

Fragen Sie Ihren Tierarzt um Rat und stellen Sie Ihr Tier in regelmäßigen Abständen bei diesem vor, so dass er die Zähne Ihres Tieres kontrollieren kann.

 

* Tonia Olson ist Ihre Tierärztin im Tierheim Augsburg

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