Region: Augsburg Stadt

Zugtaufe mit Weihwasser „to go“ und Werksbesichtigung bei der BRB in Augsburg

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Eine Zugsegnung ist selten und so kamen auch prominente Vertreter aus Politik und Bahnbranche zu dem Ereignis an den Hauptbahnhof: Augsburgs Wirtschafts- und ÖPNV-Referent Dr. Wolfgang Hübschle, Ministerialdirektor Dr. Thomas Gruber, Amtschef im Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, BEG-Geschäftsführerin Bärbel Fuchs und BRB-Geschäftsführer Arnulf Schuchmann (von links) bei der Sektdusche.

Mit Weihwasser, Sekt und Regentropfen wurde ein Zug der BRB am letzten Freitag, 16. September, dem „Tag der Schiene“ in Augsburg getauft. Neben der evangelischen Pfarrerin Sabine Dempewolf war von katholischer Seite ein Fachmann als Pfarrer dabei, Bernd Rochna. Er war früher selbst Triebfahrzeugführer bei der S-Bahn München und freute sich, nach der Segnung mit dem 1.000sten LINT der Firma Alstom, dem Täufling, ins Betriebswerk der Bayerischen Regiobahn fahren zu können. Mit Begeisterung blickte er dabei der Triebfahrzeugführerin Franziska Meis im Führerstand über die Schulter. Für die Taufe hatte er keinen Weihwasserkessel dabei, sondern ein Taschenaspergill, quasi Weihwasser „to go“. Der Fortschritt mache auch vor der Kirche nicht Halt, sagte er scherzend. Nach der Segnung wurden das Wappen der Stadt und der Schriftzug „Augsburg“ durch BRB-Geschäftsführer Arnulf Schuchmann und den Wirtschafts- und ÖPNV-Referenten der Stadt, Dr. Wolfgang Hübschle, enthüllt.

Im Betriebswerk an der Firnhaberstraße hatte die BRB dann zum „Tag der offenen Tore“ alle Interessierten eingeladen und die kamen in großer Zahl. „Ich freue mich, dass trotz des Regens so viele an unseren Führungen durch das Bw, wie wir es nennen, teilgenommen haben und sich für die BRB interessieren“, erzählte Arnulf Schuchmann, der auch selbst den ganzen Nachmittag über Fragen beantwortete. Eine besondere Attraktion war neben dem seltenen Blick hinter die Kulissen das Zugziehen, bei dem jeder Erwachsene ausprobieren konnte, wie viel Kraft benötigt wird, um eines der tonnenschweren Gefährte zu bewegen, obwohl die Auflagefläche pro Rad nur einen Fingernagel groß ist. Am Zugsimulator konnte man ausprobieren, was ein Triebfahrzeugführer zu tun hat, wenn er einen Zug steuert. Wer sich für die Berufe Triebfahrzeugführer*in, Kundenbetreuer*in oder solche, die in der Werkstatt gebraucht werden, interessierte, konnte sich vor Ort bei der BRB-Personalabteilung erkundigen. Die BRB bietet gerade auch Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern gute Entwicklungsmöglichkeiten und einen krisensicheren Arbeitsplatz. Für die Eisenbahnfans boten sich tolle Fotomotive, angefangen von den einzelnen Zügen bis zur Unterflurdrehbank in Aktion.

Während der Podiumsdiskussion im Festzelt zur Zukunft des ÖPNV in Bayern betonten alle Teilnehmenden unisono die Wichtigkeit eines einfachen Tarifs, analog dem 9-Euro-Ticket, allerdings ohne einen konkreten Preis zu nennen. Es diskutierten Ministerialdirektor Dr. Thomas Gruber (Amtschef im Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr), Bärbel Fuchs (Geschäftsführerin der Bayerischen Eisenbahngesellschaft, BEG), Edeltraud Schmid (Vorsitzende des Fahrgastbeirates Oberland), Dr. Wolfgang Hübschle (Wirtschafts- und ÖPNV-Referent der Stadt Augsburg) sowie BRB-Geschäftsführer Arnulf Schuchmann.

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