Region: Augsburg Stadt

Bürgerumfrage: Die meisten Augsburger fühlen sich sicher

Augsburg gilt als sichere Großstadt. Das zeigt sich offenbar auch an dem Sicherheitsempfinden der Einwohner.

Die meisten Augsburger fühlen sich sicher in ihrer Stadt. Das ergab die Bürgerumfrage 2017, für die die Stadt Augsburg Antworten von 4532 Bürgern ausgewertet hatte. Aufgrund der relativ hohen Aufklärungsquote und der relativ geringen Anzahl an Straftaten gilt Augsburg als sichere Großstadt.

Laut Angaben der Stadt wurden 2017 im Stadtgebiet 20 899 Straftaten erfasst – so wenige wie seit 1992 nicht mehr. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutete das einen Rückgang von 8,6 Prozent oder 1977 Straftaten weniger. Die Aufklärungsquote lag 2017, wie auch schon im Vorjahr, bei 69,9 Prozent. „Damit steht Augsburg im Vergleich aller deutschen Großstädte nach Trier und Offenbach am Main an dritter Stelle, so die Stadt in ihrer Studie. All diese Zahlen würden allerdings wenig über das subjektive Sicherheitsempfinden der Bürger aussagen. Deshalb stellte die Stadt in ihrer repräsentativen Bürgerumfrage auch Fragen zu diesem Thema. Auch hier hätten sie eine hohe Zufriedenheit mit der Sicherheitslage feststellen können.

Am unsichersten fühlen sich Augsburger mit einem "niedrigen Bildungsabschluss"

Knapp 90 Prozent der Befragten gaben an, sich in Augsburg sicher zu fühlen. „Nur von einer Minderheit wird Unsicherheit beziehungsweise Kriminalität in Augsburg als Problem angesehen“, schreibt die Stadt. „Am ehesten von Personen mit einem niedrigen Bildungsabschluss und mit zunehmenden Alter.“ Die Befragten konnten aus einer Liste die fünf größten Probleme der Stadt angeben.

Das Thema „Unsicherheit und Kriminalität“ wählten 13,4 Prozent der Bürger aus. Die Antwort landete damit im unteren Mittelfeld der insgesamt 23 Antwortmöglichkeiten. Deutlich häufiger gewählt wurde etwa der Immobilienmarkt, der Verkehr und die Finanzlage der Stadt. Der Aussage „In Augsburg fühle ich mich sicher“ stimmten rund 88 Prozent der Befragten zu.

Im Vergleich zu 2015 habe sich das Sicherheitsgefühl leicht verschlechtert. Allerdings ist das Ergebnis für die Augsburger Innenstadt und die Bus- und Straßenbahnhaltestellen besser als im Jahr 2011 und 2013. Am sichersten fühlen sich die Augsburger aller Stadtbezirke in ihrer Wohnung, am unsichersten nach Einbruch der Dunkelheit in Parks und Grünanlagen, wo auch der größte Unterschied zwischen dem Sicherheitsempfinden tagsüber nachts besteht. Frauen fühlen sich hier deutlich unsicherer als Männer. Dasselbe gilt auch für Bahnhöfe und Haltestellen. Tagsüber zeigten sich keine nennenswerten Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

Geringstes Sicherheitsempfinden in Oberhausen und links der Wertach

Am sichersten fühlen sich die Befragten aus den Stadtbezirken Bleich und Pfärrle, Antonsviertel und im östlichen Ulrichsviertel. Das geringste Sicherheitsempfinden zeigten Bewohner der Stadtteile Oberhausen und „links der Wertach“. Die Sicherheitsausstattung der Wohnung war für mehr als die Hälfte der Befragten ein wichtiger Faktor bei der Wohnungssuche, die Sicherheit der Wohngegend sogar für knapp 90 Prozent. Knapp ein Viertel der Befragten hatte in den letzten fünf Jahren in ihrer Wohnung Verbersserungen bei der Sicherheitsausstattung veranlasst.

Das Amt für Statistik und Stadtforschung hat die wichtigsten Ergebnisse zum Sicherheitsempfinden aus der Bürgerumfrage 2017 der Stadt Augsburg in Form von Tabellen, Diagrammen und thematischen Karten in der Kurzmitteilung „Bürgerumfrage 2017 der Stadt Augsburg – Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger“ auf 19 Seiten zusammengefasst. Diese kann kostenlos unter https://www.augsburg.de/uploads/media/18_12_20_Sicherheitsempfinden_BU2017.pdf heruntergeladen werden. (pm)

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