Region: Augsburg Stadt

Der Weg für 700 Wohnungen im Hochfeld wäre frei

LeserReporter FDP Augsburg

Schienen dienen heute einem anderen Zweck. FDP-Stadtrat Lars Vollmar beim Vor-Ort-Termin in München-Neuaubing

Die Augsburger FDP begrüßt die Entscheidung des Eisenbahnbundesamtes (EBA), das Gelände südlich des Bahnparks im Hochfeld vom Eisenbahnbetrieb freizustellen. Die Entscheidung  erfolgte auf einen Widerspruch des Immobilieninvestor Solidas, der sich nicht mit negativen Stellungnahme der Stadt Augsburg vom 25. Juli 2019 zufrieden geben wollte, das Gelände weiterhin für Eisenbahnbetriebszwecke zu reservieren. Durch die revidierte Entscheidung besteht nun die Möglichkeit, das Gelände am alten Bahnpark für Wohungen und Gewerbeansiedlungen zu nutzen.

FDP-Stadtrat und stellvertretender Vorsitzender der FDP Augsburg, Lars Vollmar, zeigt sich erleichtert: „Es war mir völlig unverständlich, dass eine wachsende Stadt wie Augsburg, in der dringend Wohnungen gebraucht werden, den Bau von bis zu 700 Wohnungen in bester innenstadtnaher Lage verhindert hat. Bei seiner Einschätzung, dass das Gelände im Hochfeld für den Eisenbahnbetrieb benötigt würde,  hat Baureferent Gerd Merkle (CSU) im Juli außer Acht gelassen, dass die Bahngesellschaft Go ahead, die ab 2021/2022 das Regionalbahnnetz im Großraum Augsburg übernehmen wird, bereits ein neues Betriebswerk bei Langweid errichte.“

Die Stadt hielt an dieser Auffassung auch dann fest, als der Investor Solidas offiziell Widerspruch gegen die ablehnende Entscheidung des EBA eingelegt hatte. Stadtrat Vollmar verweist darauf, dass Merkle noch im Oktober 2020 auf Anfrage der Fraktion Bürgerliche Mitte an seiner Ablehnung festgehalten habe. „Welche Gründe Merkle dazu bewogen haben viele Fakten komplett auszublenden, werde ich im Stadtrat nachfragen. Es ist nicht nachvollziehbar, warum ein Baureferent kein Interesse hat Wohnungen zu bauen. Wir brauchen deshalb vollständige Transparenz – gerade auf dem Immobilienmarkt.“

Mit seiner revidierten Entscheidung bestätigt das EBA somit die Auffassung der FDP, dass das Gelände keine Potenzialflächen für bahnaffines Gewerbe darstellt. Ein Freihalten der Flächen für die Instandhaltung oder als Abstellflächen für Züge, wie es Baureferent Merkle in seiner negativen Stellungnahme vom 25. Juli 2019 gegenüber dem EBA dargelegt hatte, ist somit nicht nötig.

Mit dieser Entscheidung des EBA kann der Stadtrat aus Sicht der FDP nun endlich handeln und das Gelände zu einem attraktiven neuen Stadtviertel entwickeln. „Mit dem historischen Bahnpark, einem bayernweit einzigartigen Industriedenkmal, als Kern kann hier in bester innenstadtnaher Lage ein neues Stadtviertel mit einer interessanten Mischung aus Wohnungen, Gewerbe und Kultureinrichtungen entstehen“, macht Vollmar deutlich.

Als Vorbild könne hier das Projekt Triebwerk München am ehemaligen Ausbesserungswerk Neuaubing dienen. „Ich habe mir das vor Ort bereits angeschaut und werde dem Stadtrat empfehlen, sich dieses Projekt ebenfalls anzuschauen“, so Vollmar.

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