Region: Augsburg Stadt

AEV gewinnt gegen den Spitzenreiter

4:3 nach Verlängerung gegen Adler Mannheim

Profilbild vonFreier Mitarbeiter George Stadler

Der Schlagschuss-Treffer an die Brust war ein schmerzhafter Assist: TJ Trevelyan verzieht trotz Tor beim Jubeln das Gesicht.

Na also, auch Baden-Württemberger sind zu schlagen. Zwar verspielte der AEV auch im zweiten Heimspiel gegen den MERC eine scheinbar beruhigende Führung, aber diesmal traf Tray Tuomies Team in der Verlängerung zum Sieg. Danny Christo nach einer Minute, David Stieler im ersten Powerplay und Alex Lambacher mit seinem ersten Saisontor sorgten für eine 3:0-Führung gegen erwartet starke Mannheimer, die etwa ab der Hälfte des Spiels ihre spielerische und Überlegenheit auch in Toren ausdrückten.

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Gegen die bayerischen Teams läuft es sehr gut für die Augsburger Panther, ein Derbysieg reihte sich zuletzt an den anderen. Aber gegen Schwenningen und Mannheim, die beiden Mannschaften aus Baden-Württemberg in der Südgruppe der DEL gab es bisher kaum etwas zu holen: Ein einziger Punkt im ersten Heimspiel gegen die Adler aus vier Spielen war die magere Ausbeute vor dem dritten Vergleich gegen den seit 2019 amtierenden Meister.

Markus Keller im AEV-Tor war schnell im Spiel, denn die Adler gaben ab dem Eröffnungs-Bully den Ton an, während sein Gegenüber Felix Brückmann hauptsächlich damit beschäftigt war Pucks aus dem Netz zu fischen. Denn die Panther waren effizient wie selten: Nach gut einer Minute gaben sie die ersten zwei Schüsse ab: Drew LeBlanc gewann ein dummes Bully vor dem Adlertor – die hatten trotz angezeigtem Abseits aufs Tor geschossen – und passte zurück auf Brady Lamb. Brückmann konnte den Schlenzer des Augsburger Kapitäns nur nach vorne abwehren, direkt auf den Schläger von Danny Kristo, und dessen Knaller landete im Winkel. Nach dem 1:0 drückte Mannheim noch mehr aufs Gaspedal, aber die Schwaben hielten gegen die Badenser defensiv gut dagegen.

Nach sieben Minuten gab es die erste Strafe des Spiels, Dennis Reul musste auf der Strafbank Platz nehmen – doch richtig einrichten konnte sich Mannheims Abwehr-Monster dort nicht. Denn das statistisch schlechteste Powerplay der Liga machte ausnahmsweise kurzen Prozess: Bullygewinn Stieler, nach wenigen Pässen kommt der Puck zu Lamb an der Blauen Linie, der mit einem harten Schlagschuss TJ Trevelyan einen schmerzhaften Assist verpasst. Vom Körper des zusammensinkenden Stürmers prallt die Scheibe zu David Stieler, der Brückmann verlädt: Es steht 2:0 nach acht Sekunden in Überzahl. Die zwei Tore aus vier Schüssen sprechen für die herausragende Effizienz im ersten Drittel, denn trotz großer Anstrengungen der Adler ist das der Pausenstand nach dem ersten Drittel.

Auch die vierte Reihe trifft:
Alex Lambachers erstes AEV-Tor

Und im Mitteldrittel setzt Augsburgs vierte Reihe – die jungen Spieler Max Eisenmenger, Samir Kharboutli und Alex Lambacher – noch einen drauf: Durch einen weiten Pass von Scott Valentine werden die Adler klassisch ausgekontert. Eisenmenger legt quer auf Lambacher und der Center schiebt den Puck flach unter Brückmann zum 3:0 ein (27. Minute).

Ab der Hälfte des Spiels scoren dann auch die Kurpfälzer: Ben Smith verwandelt eine Traumvorlage von Matthias Plachta zum Anschlusstreffer, weitere Tore verhindern die starke Defensivarbeit und Torhüter Keller.

Ab der 43. Minute wird das Spiel dann richtig spannend, Valentino Klos‘ erstes Saisontor bringt die Adler dem Ausgleich nahe, und man wird unangenehm ans erste Gastspiel der Adler im Curt-Frenzel-Stadion erinnert, als sie aus einem 3:1 ein 4:3 nach Verlängerung machten. So schlimm aus Augsburger Sicht wurde es nicht mehr, denn Mannheim konnte zwar mit sechs Feldspielern in der vorletzten Minute ausgleichen, in der Verlängerung entschieden dann ein kluger Querpass von LeBlanc und ein eiskalter Abschluss durch Spencer Abbott die Partie für den AEV.

Die nächsten Spiele:
in Schwenningen, dann zweimal München

Schon am Sonntag steht das nächste bayerisch-württembergische Duell an, zum zweiten Mal innerhalb einer Woche muss der AEV nach Schwenningen, zum letzten Gegner der Süd-Gruppe, gegen den die Panther bisher noch nicht punkten konnten. Spielbeginn ist um 17:00 Uhr, das Match wird über Magenta TV und auch auf Sport1 übertragen.

Aufgrund der Absage der Länderspielpause wird der 28. Spieltag vom Ende der Gruppenphase vorgezogen, weshalb der AEV zweimal hintereinander gegen den EHC RB München antreten muss. Beide Spiele  am Mittwoch, 10.2. um 20:30 Uhr und am Montag, 15.2. um 18:30 Uhr – finden im Curt-Frenzel-Stadion statt.

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