Region: Augsburg Stadt

Premieren für Haase, Holzmann und Keller AEV spielt gegen Krefeld groß auf

Freier Mitarbeiter George Stadler

Die Vorarbeit zum 5:0: Der Puck liegt schlecht gesichert neben dem Pfosten, Danny Kristo klopft ihn zurück vors Tor, wo TJ Trevelyan wartet und verwandeln kann.

Nach dem ernüchternden 0:5 gegen Schwenningen fing sich der AEV bei den beiden Spitzenreitern Süd (2:4 in Mannheim) und Nord (3:5 in Berlin), konnte dabei aber nicht punkten. Gut, dass zum ersten Heimspiel gegen die Nordteams die indisponierten Krefeld Pinguine ihre Visitenkarte im Curt-Frenzel-Stadion abgeben mussten.

 

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Premieren-Tore für Haase und Holzmann

Geschwächt von der Niederlage am Vortag in Ingolstadt brachte Krefeld kaum einen Schlittschuh aufs Eis und konnte sich kaum einmal anders als mit Icings befreien. Wie sehr Thomas Holzmann dem Team während fast der gesamten Südrunde verletzt gefehlt hatte merkte man schon bei seinen ersten vier Einsätzen, gegen Krefeld meldete er sich auch in der Statistik zurück: Das 1:0 durch Henry Haases Direktabnahme bereitete er vor, beim 2:0 kurz vor Drittelende versuchte er es selbst aus derselben Position und bugsierte den Puck über den Umweg eines gegnerischen Schlittschuhs ins Tor. 2:0 nach 20 Minuten, dazu ein Pfostentreffer und viele Chancen, während hinten kaum etwas anbrannte. Hier machte es sich bemerkbar, dass der Kapitän wieder an Bord ist: Brady Lambs erster Check nach fünf Minuten rüttelte Krefelds Bappert ordentlich durch und sorgte für Jubel auf der Panther-Bank. Schade, dass sich die die Pinguine nicht oft in sein Revier wagten und er die Checks nicht oft anbringen konnte.

Clarke: Endlich wieder ein Überzahl-Treffer

Daran änderte sich wenig im Mitteldrittel, wo Augsburg weiter drückte und auch mal wieder im Powerplay traf – die jungen Wilden Miller, Eisenmenger und Kharboutli hatten mal wieder die Strafe gezogen, und endlich verwandelten die „Alten“ diese Vorlage: Brad McClure hatte sich erst durchs Krefelder Drittel gespielt, den Puck abgegeben und wiederbekommen und zentral durch den Verkehr vor dem Pinguin-Tor abgezogen. Wieder war Thomas Holzmann beteiligt, der knapp vor Below geparkt hatte und dem Schlussmann so jegliche Sicht nahm; er sah wohl weder Scott Valentines Schlagschuss noch Michael Clarkes Schläger, der die Scheibe auch noch abfälschte.

Das Spiel sah so aus, als wäre der AEV permanent mit einem Mann mehr auf dem Eis und könnte plötzlich Powerplay. Zwangsläufig fiel der vierte Treffer bei optischer Überzahl: McClure hatte sich durchs Angriffsdrittel gespielt, den Puck abgegeben, wiederbekommen und versenkt.

Im Schlussabschnitt legte TJ Trevelyan noch einen drauf, nach energischer Vorarbeit durch Kristo, und in den letzten Minuten wachte Krefeld endlich auf - ganz so einfach wollten sie Markus Keller den Shutout doch nicht machen. Doch der Augsburger Schlussmann hielt - stark unterstützt von seinem Team - auch die letzten Schüsse der Pinguine und sicherte so den ersten Zu-Null-Sieg der Saison.

 

Der eng getaktete Spielplan sorgte für die zwei Spiele an zwei Tagen für Krefeld, aber so wird es alle Teams erwischen. Augsburg spielt zunächst noch im "normalen Rhythmus, am Freitag (19:30) in Iserlohn und am Sonntag (17:00 Uhr) gegen Köln, doch dann steht die lange Fahrt nach Norden auf dem Programm mit Spielen in Wolfsburg am Dienstag (18:30) und in Bremerhaven am Mittwoch (20:30).

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