Region: Augsburg Stadt

Punktelieferant des Punktelieferanten AEV verliert gegen Schlusslicht Nürnberg

Freier Mitarbeiter George Stadler

Treutle im Tiger-Tor hielt 46 von 49 Schüssen - die meisten davon im Schlussabschnitt, als sich das Spiel fast ausschließlich vor seinem Gehäuse abspielte.

Der AEV verhalf beim ersten Aufeinandertreffen den Nürnbergern zum ersten Saisonsieg,  in Nürnberg gab es nur Zwei-Punkte nach Verlängerung, und jetzt setzte es die zweite Heimniederlage gegen das abgeschlagene Schlusslicht der Süd-Gruppe – die IceTigers verlieren fast alle anderen Spiele. Die Nürnberger liegen den Panthern nicht, man ist konstanter Punktelieferant des Punktelieferanten und hat brav sieben Zähler und damit alleine so viel wie alle anderen Teams zusammen nach Franken geliefert.

Die Fotos vom Spiel

 

 

Das neueste Drei-Punkte-Geschenk mussten sich die IceTigers allerdings schwer verdienen: Im ersten Drittel hatte Augsburg den Nürnberger Torhüter schon zweimal überwunden, aber hinter ihm klärten jeweils Verteidiger. Erst kratzte Julius Karrer den Puck von der Linie, dann kniete Oliver Mebus in Goaliemanier im Tor und schlug einen Nachschuss aus dem Getümmel. Und es bestätigte sich die alte Weisheit „Was man vorne nicht trifft, kassiert man hinten“, teilweise unter gnädiger Mithilfe der Schiedsrichter: Danny Kristo war auf die Strafbank geschickt worden, die Unparteiischen wollten eine Hohen Stock des AEV-Stürmers gesehen haben. Und im fünften Auswärtsspiel gelang den Franken der erste Treffer in Überzahl, eine abgefälschte Scheibe landete als Bogenlampe im Netz, Torschütze dieses historischen Treffers war Gilbert in der 17. Minute. Und Nürnberg legte eine gute Minute später nach: Zwei Augsburger verlieren an der Bande einen Dreikampf gegen McLellan, der kann zum frei vorm Tor stehenden Kislinger passen – Direktschuss, 2:0.

Blitzstart ins Mitteldrittel:
Rogl trifft nach elf Sekunden

Das Mitteldrittel ging vielversprechend los, schon nach elf Sekunden fiel der Anschlusstreffer, John Rogl hatte mit einem Schlagschuss unter Treutle durchgetroffen. Ein wenig mehr Sicherheit war kurz zu spüren, bis Tölzer ins Stolpern kam und Nürnbergs Kapitän Reimer frei Bahn hatte und aus kurzer Distanz einnetzen konnte (25. Min.), und da bei Nürnberg der Powerplay-Knoten geplatzt war versuchte sich auch Daniel Schmölz aus der Nahdistanz. Der Ex-Augsburger ist bekannt dafür, vor dem gegnerischen Tor zu parken und auf einen losen Puck zu warten. Ádam scheitertemit einem Weitschuss an Keller, der auch Schmölz‘ ersten Versuch abwehren kann, aber Rogl konnte nicht klären und so landete der zweite Nachschuss als 4:1 im Tor.

Ab jetzt spielte fast nur noch der AEV. Spencer Abbott sorgte noch im zweiten Abschnitt fürs 2:4 – er hatte nach einer langen Session im Angriffsdrittel an Freund und Feind vorbei in den Winkel getroffen. Und das 3:4 fiel nach gut drei Minuten im Schlussabschnitt: Toller Pass von Valentine auf Trevelyan, der jagt auf Treutle zu und trifft. Noch 17 Minuten zu spielen, also eigentlich alles möglich. Aber treutle lief jetzt heiß, am Ende des Nachmittags hatte er 46 Schüsse gehalten, dabei einige Hochkaräter von Stieler, LeBlanc, Kristo…

Am Freitag kommt Straubing ins Curt-Frenzel-Stadion

Und so kämpfte sich Nürnberg bis zur Schlusssirene durch und gewann erstmals zwei Spiele in Folge. Am Freitag hatten sie Straubing bezwungen, und die werden am nächsten Freitag der nächste Gegner des AEV sein. Spielbeginn ist dann um 20:30 Uhr.

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